BanafairDay Neuss 2014

Krumme Dinger zu einer gerechten Sache machen!

Beim Stopp der Banana Fairtour am Montag, den 22.09.2014 begrüßte der stellvertretende Bürgermeister Dr. Jörg Geerlings das Team von TransFair vor dem Rathaus in der Fairtrade Town Neuss.

Hier gab es 2 Stunden lang Informationen zum Fairen Handel und obendrein Fairtrade Bananen für die Passanten.

Je eine Gruppe der ev. Kita Drususallee und der kath. Kita St. Quirin kam zum Wettbewerb der NEWI an den Banana Bus. Die beiden Kitas bewarben sich mit Fotos in Kostümen, einem Song und einer Collage rund um die leckere gelbe Frucht, die in der Gunst der Verbraucher nach dem Lieblingsobst Apfel an Platz 2 steht.

Als Dankeschön gab es von der NEWI für die beiden Einrichtungen je einen großen Karton voller Bananen – für den Kita-internen „Banana Fairday“!

„Für den Bananenhandel ist es 5 vor 12!“ – so lautet der Titel der Banana Fairtour. Auf der einen Seite steigen die Produktionskosten und der Preisdruck auf die Produzenten stetig an, während bei uns Bananen seit Jahren immer billiger werden. Umweltprobleme bedrohen ganze Anbauregionen – und damit die Existenzgrundlage der Bananenbauern. TransFair startet mit dem Banana Fairday den Aufruf, Schluss zu machen mit dem enormen Preisdruck und eine nachhaltige Produktion und faire Handelsbedingungen zu ermöglichen.

Faire Woche - 12.09. bis 26.09.2014 (www.fairewoche.de)

Theater Transit zu Gast in Korschenbroich

In der Fairen Woche vom 12. bis 26.9.2014 laden Eine-Welt-Gruppen im Rhein-Kreis Neuss zu mehreren Veranstaltungen ein. So ist das Berliner Theater Transit am Sonntag, 14. September, um 19 Uhr mit dem Stück „Manto“ bei der Eine-Welt-Initiative Korschenbroich (EWIKO) zu Gast. Die Aufführung findet in der Evangelischen Kirchengemeinde Korschenbroich an der Freiheitsstraße 13 in Korschenbroich statt. Der Eintritt ist frei, die Veranstalter bitten um eine Spende.

In dem Theaterstück des New Yorker Schriftstellers B. Davidson steht die Frage im Mittelpunkt, wie der Mensch im Angesicht der Katastrophe reagiert. Die Frauenfigur Manto wandelt unter den Vorzeichen der Apokalypse durch die Zeiten. Aufgeführt wird das Stück von Lisa Schell, die in die Rolle der Titelfigur schlüpft, sowie von Michael Schütz und Rolf Neddermann.

Die Kulisse wurde gestaltet von dem Korschenbroicher Künstler Hans-Peter Oedinger. In seinen Installationen thematisiert er die Ausbeutung Afrikas und zeigt dem Betrachter, dass unsere Lebensweise wichtige Konsequenzen hat für Menschen in anderen Ländern.

Weitere Veranstaltungen zur Fairen Woche im Kreisgebiet sind in unserem Fairtrade-Veranstaltungskalender zu finden. Eine-Welt-Gruppen, die ihre Termine hier bekannt machen wollen, können sich an Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss unter Telefon 02131 928-1303 oder per E-Mail (renate.kuglin@rhein-kreis-neuss.de) wenden.

Produkte aus Fairem Handel werden auf der Messe Fair Trade & Friends vorgestellt

Landrat: „Besuch bei der Fair Trade-Messe lohnt sich“

Aktuelle Fairtrade-Produkte werden vorgestellt bei der Messe Fair Trade & Friends vom 5. bis 7. September in Dortmund. Wer sich für ökologisch und sozial verträgliche Produkte interessiert, sollte dieses Wochenende in seinem Terminkalender notieren. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke weist darauf hin, dass die Fairtrade-Messe in den Dortmunder Westfalenhallen auch für Besucher aus dem Rhein-Kreis Neuss interessant ist: „Jeder, der sich für fairen Handel und Nachhaltigkeit engagiert – egal ob privat oder beruflich – findet hier zahlreiche Anregungen.“ Der Rhein-Kreis Neuss erhielt 2010 als erster Kreis in Deutschland den Titel Fairtrade-Kreis.

Während fair gehandelte Produkte früher fast ausschließlich in Weltläden verkauft wurden, gibt es diese heute auch im Einzelhandel und bei Discountern. Eins der Schwerpunktthemen der Fairtrade-Messe ist in diesem Jahr „Ethical Fashion“. So soll Mode, die unter ethisch angemessenen Bedingungen produziert wird, in Dortmund bekannter gemacht werden. Die Besucher können sich über Produkte etablierter Anbieter ebenso informieren wie über Mode von jungen Designern, die ihre Textilien aus Fairtrade-zertifizierter Baumwolle entwerfen. Weitere Themen sind ethische Geldanlagen und nachhaltiger Tourismus.

160 Aussteller aus 15 Nationen, unter anderem aus Brasilien, Chile, Costa Rica, Deutschland, Ecuador, Großbritannien, Kolumbien, Mexico, Nicaragua und Peru, stellen ihre Neuheiten vor. Bereits zum fünften Mal findet die Messe zum Fairen Handel in Dortmund statt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.fairandfriends.de. Wer wissen will, wo er fair gehandelte Produkte im Rhein-Kreis Neuss kaufen kann, findet einen Einkaufsführer auf dieser Webseite.

Bananen mit dem fairen Siegel - (c) TransFair e.V.

Banana Fairday 2014

Die Banane steht im Mittelpunkt bei der Fairen Woche 2014. Highlight dieser Woche ist der sogenannte Banana Fairday am Freitag, 26. September. Transfair ruft bundesweit alle Fairtrade-Städte und -Kreise dazu auf, mit Aktionen auf die nötigen Veränderungen im Bananen-Sektor aufmerksam zu machen. Denn steigende Produktionskosten und immer höhere Ansprüche an die Qualität bei stagnierenden Endverbraucherpreisen drängen viele Produzenten von Bananen in Armut. Veränderte klimatische Bedingungen und Naturkatastrophen fordern zusätzlich schnelle Lösungen.

Auch der Rhein-Kreis Neuss, der seit 2008 erster Fairtrade-Kreis in Deutschland ist, beteiligt sich an der Fairen Woche vom 12. bis 26. September. So können die Besucher des Familienfestes 2014 am Sonntag, 21. September, gespannt sein auf Angebote, die gemeinsam mit Eine-Welt-Gruppen des Rhein-Kreises Neuss präsentiert werden. Darüber hinaus wartet an diesem Tag auf dem Dycker Feld bei Schloss Dyck in Jüchen ein buntes, kostenloses Programm für die ganze Familie.

V.l.: Edith Zambrano Bermero, Doris Huppertz, Pfarrer Lothar Wingender, Ursula Klaff und Efraín Salazar Colmenarez - (c) Rhein-Kreis Neuss

Besucher aus Kolumbien informierten sich in Jüchen über Fairen Handel

14 Kolumbianer waren jetzt mehr als zwei Wochen lang im Bistum Aachen zu Gast. Anlass war die über 50-jährige Partnerschaft mit der Kirche Kolumbiens. Jeweils zwei Kolumbianer verbrachten fünf Tage in unterschiedliche Regionen des Bistums, um die Arbeit und das Leben vor Ort kennenzulernen. Nach Jüchen in die Pfarrei St. Georg Neuenhoven kamen Edith Zambrano Bermero aus dem Bistum Florencia / Caquetá und Efraín Salazar Colmenarez aus dem Bistum Bucaramanga.

Ursula Klaff von der Kolumbiengruppe der Kirchengemeinde begleitete die Gäste aus Lateinamerika zusammen mit Dolmetscherin Doris Huppertz und Pfarrer Lothar Wingender. Bereits 1997 knüpfte die Jüchener Pfarr-gemeinde Neuenhoven in Jüchen erste Kontakte zu den Bethlehemi-taschwestern im Caquetá und unterstützt seitdem den Einsatz der Schwestern für Flüchtlingsfamilien.

Im Eine-Welt-Forum Jüchen infomierten Edith Zambrano Bermero und Efraín Salazar Colmenarez sich über Fairen Handel und die Arbeit der
Ehrenamtler. Auch mit Schülern des Gymnasiums Jüchen sprachen die Kolumbianer über die Chancen des Fairen Handels: Wenn die Bauern ei-nen gerechten Preis für ihre Produkte wie Kaffee, Bananen und Kakao er-halten, können sie ihrer Familie eine Lebensperspektive geben.

Die Kolumbiengruppe in St. Georg Neuenhoven hatte ein vielfältiges Be-suchsprogramm zusammen gestellt. So waren die Gäste nicht nur bei ei-ner den Unterrichtsstunde im Gymnasium dabei, sondern auch bei einer Pfadfindergruppenstunde in Bedburdyck. Darüber hinaus besuchten sie den Gierather Kindergarten, erlebten die Generalprobe zum Musical „Em-ma’s Traum“ der Dycker Schlossspatzen in Aldenhoven und frühstückten mit den Jüchener Netzwerkern 55plus. Touristische Höhepunkte wie eine Stadtrundfahrt durch Düsseldorf, eine Bootsfahrt auf dem Rhein
nach Kaiserswerth und der Besuch von Schloss Dyck gehörten ebenso zum Programm wie eine Besichtigung des Nikolausklosters und der evan-gelischen Hofkirche am Jüchener Markt.

Im neuen Design: Die Fairtrade-Seite des Rhein-Kreises Neuss - (c) Prykhodov/iStock/Thinkstock/173374688/ft1

Fairtrade-Seite des Rhein-Kreises Neuss in neuem Design

Wo im Rhein-Kreis Neuss gibt es fair gehandelten Kaffee und Tee? Welche Floristen verkaufen Blumen mit dem Fairtrade-Siegel? Antworten auf diese Fragen gibt es auf der Internetseite www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de. Jetzt hat diese Homepage ein neues Gesicht bekommen.

„Wir haben unseren Fairtrade-Webauftritt grundlegend überarbeitet und sind dabei insbesondere auf die Anforderungen der mobilen Engeräte eingegangen“, berichtet Harald Vieten, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und zugleich Fairtrade-Projektleiter beim Rhein-Kreis Neuss. „Denn immer mehr Menschen sind mit Smartphones unterwegs. Sie erhalten auf unserer Fairtrade-Seite nicht nur Informationen, sondern können sich mit Hilfe Sozialer Netzwerke auch über den Fairen Handel austauschen.“

So können die Nutzer der Internetseite über Facebook und Twitter Fairtrade-Neuigkeiten aus dem Rhein-Kreis Neuss erhalten und selbst posten, wo es zum Beispiel die neuesten Fairtrade-Produkte gibt. Gefragt sind aber auch Aktionen und Veranstaltungen von Fairtrade-Gruppen und Eine-Welt-Initiativen aus dem Kreis ebenso wie Informationen über Fairtrade-Schulprojekte. „Wir hoffen, dass immer mehr Menschen im Rhein-Kreis Neuss den Fairen Handel unterstützen und hier die Möglichkeit nutzen, sich zu informieren und auszutauschen“, betont Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Der Rhein-Kreis Neuss setzt sich bereits seit mehreren Jahren für den Fairen Handel ein. Er erfüllte als erster Kreis in Deutschland im September 2010 alle internationalen Kriterien und wurde für sein Engagement mit dem internationalen Siegel „Fairtrade-Kreis“ von TransFair e.V. ausgezeichnet.

Die internationale Fairtrade-Kampagne ist eine Strategie zur Armutsbekämpfung. Viele Bauern in den so genannten Entwicklungsländern leiden unter dem Druck des Weltmarktes, der schwankenden Preise und des zum Teil ausbeuterischen Zwischenhandels. Fairtrade-zertifizierte Kleinbauern-Genossenschaften und Produzenten in Afrika, Lateinamerika und Asien erhalten faire Marktpreise und dadurch ein stabiles Einkommen. Durch Prämien bekommen die Bauern zudem die Möglichkeit, ihre Dörfer und Familien aus eigener Kraft zu stärken und Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Weitere Informationen zum Fairen Handel gibt es bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss unter Telefon 02131 928-1300 sowie per E-Mail unter presse@rhein-kreis-neuss.de.

Am Fair-o-maten können die Schüler des Gymnasiums Jüchen jetzt fair gehandelte Knabbereien kaufen (c) Gymnasium Jüchen

Fairer Handel „rund um die Uhr“: Neuer Fair-o-mat im Gymnasium Jüchen

Rund um die Uhr können die Schüler des Gymnasiums Jüchen ab sofort an einem Fair-o-maten fair gehandelte Produkte wie Nüsse, getrocknete Früchten oder Schokoladenriegel kaufen. Bereits seit über zehn Jahren ist das soziale Engagement für den Fairen Handel selbstverständlicher Bestandteil des Schullebens an der Jüchener Schule. Jetzt konnte durch die Initiative von Schülern ein FAIR-o-mat angeschafft werden, der mit einer bunten Schulaktion und einem spannenden Quiz eingeweiht wurde.

Bereits bewährt hat sich in der Vergangenheit ein Verkaufsstand, der von Mitgliedern der Eine-Welt-AG betrieben wird. Hier werden wöchentlich in zwei Frühstückspausen fair gehandelte Knabbereien als Ergänzung zum Gesunden Frühstück angeboten.

Wer in Zukunft fair gehandelte Produkte kaufen will, ist nicht mehr nur auf die Frühstückspausen angewiesen. Der neue Fair-o-mat wurde größtenteils durch die Handysammelaktion des Differenzierungskurses des Lehrers Janosch Aupert finanziert, bei der Jugendliche im Zuge einer Rohstoff-Expedition ausgediente Altgeräte sammelten, um sie dem Recycling zuzuführen. Die Belohnung, die der Kurs daraufhin von einer Stiftung erhielt, wurde vollständig zur Anschaffung des Automaten gespendet; die Restsumme übernahm der Förderverein des Gymnasiums Jüchen.

fairtrade-produkte-auf-dem-vormarsch

Fairtrade-Produkte auf dem Vormarsch

Der Trend zum Kauf von fair gehandelten Produkten hält in Deutschland weiter an. Seit zwölf Jahren wächst der Handel mit diesen Waren zweistellig. 2013 wurde ein Umsatzplus von 23 Prozent auf 654 Millionen Euro erzielt, wie Fairtrade Deutschland mitteilte. Das brachte den Produzentengruppen 94 Millionen Euro Direkteinnahmen ein. „Immer mehr Verbraucher legen wert auf nachhaltige und faire Produktionsbedingungen. Auf Grund dieser Nachfrage reagieren auch immer mehr Produzenten und Firmen und sogar Discounter“, freut sich Harald Vieten, Fairtrade-Projektleiter beim Rhein-Kreis Neuss. Er rät Verbrauchern, öfters einmal im Geschäft oder im Café nach fair gehandelten Produkten zu fragen.

Mittlerweile bieten rund 280 Firmen mehr als 4.000 fair gehandelte Produkte an. Mit gut 11.000 Tonnen Kaffee (plus 20 Prozent) bleibt Kaffee das wichtigste fair gehandelte Produkt. Für das laufende Jahr erwartet Fairtrade Deutschland speziell auch beim Kakao deutliche Absatzsteigerungen. Zuletzt wurden in Deutschland gut 1.200 Tonnen fair gehandelter  Kakao eingesetzt.

Ein Gruppenfoto

Begeisterung in Knechtsteden: Norbert-Gymnasium zweite Fairtrade School im Kreis

Das Norbert-Gymnasium Knechtsteden ist seit dieser Woche Fairtrade-Schule. Begeistert nahmen jetzt Schüler, Lehrer und Eltern die Auszeichnung von Transfair-Vertreterin Maike Schliebs entgegen. Damit erhält die Dormagener Schule als zweite im Kreis – nach der Grevenbroicher Diedrich-Uhlhorn-Realschule – das begehrte Siegel von Transfair.

Bevor es soweit war, musste das Norbert-Gymnasium mehrere Voraus-setzungen erfüllen. So ist Fairer Handel nicht nur im Unterricht Thema, sondern auch bei besonderen Aktionen. Außerdem verkaufen Zehnt-klässler seit kurzem in einer Schülerfirma Fairtrade-Produkte. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der ebenso wie Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann in der Feierstunde gratulierte, versicherte den Schülern: „Ihr könnt das Gesicht der Welt verändern und für mehr Fairness und Ge-rechtigkeit sorgen.“

Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt als bundesweit erster Fairtrade-Kreis die Schulen im Kreisgebiet, die sich für den Fairen Handel engagieren, mit einem Roll-Up und mit Flyern. Darüber hinaus brachte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke einen Präsentkorb mit fairen Produkten mit und überreichte einen Scheck über 200 Euro an Schulleiter Johannes Gillrath, dessen Stellvertreter Michael Odenthal sowie an das Fairtrade-Schülerteam mit Lehrer Jochen Siller.

Beeindruckt zeigte sich Transfair-Vertreterin Maike Schliebs von dem großen Engagement des Schulteams. 68 Schüler und Lehrer waren zu einem ersten Info-Treffen im letzten Jahr gekommen. Die volle Aula in der Feierstunde dokumentierte das weiterhin große Interesse am The-ma Fairtrade.

In der Kreis-verwaltung ist Renate Kuglin Ansprechpartnerin für Schulen, die auf dem Weg zur Fairtrade-Schule sind. Sie ist erreichbar unter Telefon 02131 928-1303.

(v.l.n.r.) Jochen Siller (Sprecher des Fairtrade-Schulteams), Astrid Gerl (Elternvertreterin im Fairtrade-Schulteam), Johannes Gillrath (Schulleiter), Torben Grips (Schülervertreter im Fairtrade-Schulteam + Geschäftsführer der NGK-Schülerfirma)

Zweite Fairtrade School im Rhein-Kreis Neuss: Norbert-Gymnasium Knechtsteden wird ausgezeichnet

Über Post von Transfair aus Köln freute sich jetzt das Fairtrade-Schulteam des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden: Sie erfüllen alle Kriterien einer Fairtrade-School und werden am Montag, 2. Juni, mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet. Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt als bundesweit erster Fairtrade-Kreis Schulen, die sich für den Fairen Handel engagieren. Bereits im letzten Jahr erhalt die Grevenbroicher Diedrich-Uhlhorn-Realschule das Siegel von Transfair. Bei der Verleihung sind neben Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Dormagens Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann auch die Mitglieder des Fairtrade-Schulteams dabei.

Zu Beginn dieses Schuljahrs hatten 14 Zehntklässler des Dormager Gymnasiums eine „Fair Trade Company“ gegründet. Diese Schülerfirma ist auch als Junior-Unternehmen im bundesweiten Programm des Insti-tuts der deutschen Wirtschaft in Köln registriert.

In einem Automaten, dem so genannten Fair-o-mat, verkauft die Schü-lerfirma Fairtrade-Produkte und versüßt damit allen den Schulalltag – auch den Lehrkräften. Auf Wunsch der Sportlehrer wurde jetzt auch ein Energie-Riegel mit in das Angebot aufgenommen. „Die Nachfrage ist hoch und hat uns selbst überrascht”, freut sich Jochen Siller, Betreu-ungslehrer der Schülerfirma und Sprecher des Schulteams.

Seit drei Monaten haben sich Schüler, Lehrkräfte, aber auch Eltern und Fairtrade-Vertreter am Norbert-Gymnasium zu einem Fairtrade-Schulteam zusammen geschlossen. Sie unterzeichneten gemeinsam mit Schulleiter Johannes Gillrath einen Fairtrade-Kompass. Darin verpflich-teten sie sich, sich mit Aktionen für den Fairen Handel einzusetzen und das Thema auch im Unterricht zu behandeln.