Sie freuen sich über die Auszeichnung als Fairtrade Town: die Akteure des Fairen Handels in Dormagen - (c) Stadt Dormagen

Dormagen wird Fairtrade Town

Die Stadt Dormagen erhält am Samstag, 30. September, um 14 Uhr die Auszeichnung als Fairtrade Town. Bürgermeister Erik Lierenfeld nimmt das begehrte Gütesiegel aus den Händen des Transfair-Ehrenbotschafters Manfred Holz entgegen. „Diesen Erfolg haben wir vielen engagierten Partnern wie Schulen, Kirchengemeinden und auch unseren örtlichen Betrieben zu verdanken“, macht Lierenfeld deutlich. Dormagens Bürgermeister freut sich, dass Dormagen in Sachen Fairness in einer Liga mit London, Rom, Paris und Madrid spielt. Auch das sind Städte, die für ihren Einsatz zugunsten des fairen Handels als „Fairtrade Town“ ausgezeichnet wurden.

Mit einem Info-Markt und einer „Fairköstigung“ wird das Ereignis ab 13 Uhr im Römerhaus der katholischen Pfarre St. Michael gefeiert. So schenkt das Netzwerk-Cafe Alte Apotheke die „Rheinische Affäre“ aus, die vom Fairtrade-Schulteam des Norbert-Gymnasiums vertrieben wird und an diesem Nachmittag auch erworben werden kann. Das Bettina-von-Arnim-Gymnasium präsentiert den selbst produzierten Film „Fairtrade kann sich jeder leisten“ und bietet unter anderem Schokoriegel aus dem Schulkiosk an. Mit dabei sind ebenso der katholische Turmladen aus Horrem, die Pfarre St. Odilia in Gohr, der Weltladen der Agenda 21 und die Verbraucherzentrale. „Für die Innenstadtbesucher, die an diesem Tag über den Michaelismarkt schlendern, lohnt sich ein Abstecher ins Römerhaus“, verspricht Organisatorin Anke Tobies-Gerstenberg vom städtischen Umweltteam.

In einem unterhaltsamen Festakt wird die Verleihung des Gütesiegels vorgenommen. Die musikalische Begleitung übernimmt die Jazzcombo des Norbert-Gymnasiums. Bis 16 Uhr hat der Info-Markt anschließend noch geöffnet.

Um die Zertifizierung durch den gemeinnützigen Verein Transfair zu erhalten, hat das Umweltteam 13 Einzelhändler und sieben Gastronomiebetriebe als Partner für den fairen Handel vor Ort gewonnen. Die Gemeinschaftsinitiative wird ebenfalls von den Ausstellern bei dem Info-Markt und der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mitgetragen. „Mit Hilfe der vielen Partner wollen wir die Idee des fairen Handels künftig noch stärker in unserer Bürgerschaft verankern, denn hier geht es um eine dauerhafte Aufgabe und nicht um eine Urkunde, die wir uns einfach nur an die Wand hängen“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Wer sich ebenfalls für den fairen Handel in Dormagen einsetzen möchte, kann sich telefonisch unter 02133 257-270 an das Umweltteam wenden.

Dormagen ist nach der Stadt Neuss und der Gemeinde Jüchen bereits die dritte Fairtrade-Kommune im Rhein-Kreis Neuss, dem ersten Fairtrade-Kreis Deutschlands. Harald Vieten, Leiter der Fairtrade-Kampagne des Rhein-Kreises Neuss, ist sicher, dass noch mehr Kommunen im Kreis hinzukommen. „Auch Grevenbroich und Rommerskirchen sind bereits auf dem Weg zur Fairtrade Town“, so Vieten. „Außerdem haben sich bereits zehn Schulen im Kreis als ´Fairtrade School´qualifiziert.“

Weltweit engagieren sich mehr als 2 000 Städte, Gemeinden und Kreisen für den Fairen Handel. Darüber hinaus gibt es in Deutschland mehr als 400 Fairtrade Schools.