Setzen auf Nachhaltigkeit (von links): Karsten Mankowsky, Marcus Temburg, Thiago de Carvalho Zakrzewski und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. - (c) M. Reuter/Rhein-Kreis Neuss

Nachhaltige Entwicklungspolitik: Landrat unterzeichnet Resolution der Agenda 2030

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hat die Erklärung „2030 – Agenda für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ unterschrieben. Mit der Musterresolution des Deutschen Städtetags sowie des Rats der Gemeinden und Regionen Europas untermauern die Unterzeichner ihre Bereitschaft, sich weiter für eine nachhaltige Entwicklungspolitik stark zu machen. Der Rhein-Kreis Neuss, der erste Fairtrade-Kreis Deutschlands, macht dies bereits im Fairen Handel und in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit, in deren Rahmen er die kolumbianischen Gemeinde Solano unterstützte.

„Nachhaltiges Handeln auf Kreis- und Kommunalebene ist eine der zentralen künftigen Herausforderungen, der sich der Rhein-Kreis Neuss im Rahmen seiner Möglichkeiten stellt“, ist sich Landrat Petrauschke mit Dezernent Karsten Mankowsky, Amtsleiter Marcus Temburg und Thiago de Carvalho Zakrzewski, dem Koordinator kommunaler Entwicklungspolitik, einig.

Ohne die Mitwirkung der Kommunen werde die internationale 2030-Agenda weitgehend wirkungslos bleiben, so die Experten. Dabei gehe es um mehr als die Fortführung der Millenniumsziele, die der Rhein-Kreis Neuss bereits 2010 mitgezeichnet habe. „Veränderungen im globalen Süden sind die eine Seite, aber auch der Norden muss sich wandeln für eine gerechtere Welt. Es geht um eine neue Perspektive, um eine neue Balance in allen Teilen der Welt, egal ob Schwellen- oder Industrieland“, heißt es.

In der Musterresolution der Agenda 2030 fordern die unterzeichnenden Kommunen Bund und Länder auf, die Bedeutung des kommunalen Engagements anzuerkennen, Kreise, Städte und Gemeinden stärker als Akteure für Nachhaltigkeit und globale Verantwortung zu berücksichtigen und dafür die Voraussetzungen zu schaffen. Kommunale Belastungen durch die Umsetzung internationaler Verpflichtungen sollen von Bund und Ländern ausgeglichen werden.

Im Rahmen eines Vernetzungstreffens, das im Ratssaal der Stadt Köln stattfand, wurde der Rhein-Kreis Neuss mit einer Urkunde ausgezeichnet und offiziell in den Kreis der Zeichnungskommunen aufgenommen.