Schützenfestempfang - (c) Rhein-Kreis Neuss

Fairtrade-Rosen für Gäste des Schützenfestempfangs

Der Schützenfestempfang vor dem Neusser Bürgerschützenfest stand jetzt im Zeichen von Fairtrade: Pressesprecher Benjamin Josephs überreichte zusammen mit Renate Kuglin und Inge Büttgenbach von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit fair gehandelte Rosen an die rund 300 Gäste der Veranstaltung im Neusser Kreishaus.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke freute sich am Freitag vor dem Neusser Schützenfest über den Besuch von rund 300 Gästen. Zu ihnen gehörten auch das amtierende Königspaar, S.M. Georg I. Martin und Angelika Kunz, und Martin Flecken, Präsident des Bürger-Schützen-Vereins. Darüber hinaus waren zahlreiche weitere Repräsentanten des Schützenwesens, Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft und Gäste aus der Region zu Gast.

Der Rhein-Kreis Neuss engagiert sich als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands bereits seit 2010 für den Fairen Handel und macht mit Aktionen wie zuletzt beim Schützenfestempfang auf das Thema aufmerksam. Weitere Informationen zum Fairen Handel im Rhein-Kreis Neuss gibt es bei Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss unter Telefon 02131 928-1303. Hier erhalten Interessierte unter anderem Flyer und Postkarten zu dem Thema.

Thiago de Carvalho Zakrzewski: "Wir unterstützen Kommunen auf dem Weg zur Fairtrade Town" - (c) Rhein-Kreis Neuss

Thiago de Carvalho Zakrzewski: „Wir unterstützen Kommunen auf dem Weg zur Fairtrade Town“

Seit November 2017 ist Thiago de Carvalho Zakrzewski beim Rhein-Kreis Neuss Koordinator für kommunale Entwicklungszusammenarbeit. Seine Schwerpunkte sind vielfältig: Sowohl Partnerschaftsarbeit mit Süd-Kommunen als auch Fairer Handel und Faire Beschaffung gehören zu den Themen des Halb-Brasilianers. Die Stelle des 30-jährigen gebürtigen Esseners wird von der Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“ aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

Der Rhein-Kreis Neuss wurde 2010 erster Fairtrade-Kreis Deutschlands und wurde jetzt rezertifiziert. Wie holen Sie sich immer wieder neue Impulse für den Fairen Handel?
Fairtrade-Arbeit ist immer auch Netzwerkarbeit. In der Kreisverwaltung arbeiten das Presseamt und das Planungsamt eng zusammen und beziehen in der Steuerungsgruppe viele Partner aus dem Kreis mit ein. Neue Ideen holen wir uns auch bei überregionalen Treffen. So war ich zuletzt zusammen mit Vertretern aus anderen NRW-Fairtrade-Towns bei einer Veranstaltung in Köln, der Fairen Welthauptstadt 2018.

Wie viele Städte und Kreise in NRW sind schon Fairtrade Town?
Schon jetzt liegt die Zahl bei 130 Fairtrade Towns. Weitere 23 haben sich für diesen Titel beworben. Im Rhein-Kreis Neuss sind Neuss, Dormagen und Jüchen schon als Fairtrade Town zertifiziert, Grevenbroich und weitere Kommunen im Kreis sind ebenfalls an dem Titel interessiert. Gern beraten wir diese Städte und Gemeinden und unterstützen sie auf dem Weg zur Fairtrade Town.

Sie setzen sich auch für faire Beschaffung ein. Was kann man sich darunter vorstellen?
Kommunen können durch ihren Einkauf einen großen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Das heißt, bei der Vergabe von Aufträgen sollten sie bestimmte Sozialstandards und Umweltkriterien einhalten. Die Grundlagen dafür bietet das Vergaberecht.

In welcher Form streben Sie eine Partnerschaftsarbeit mit lateinamerikanischen Kommunen an?
Dies könnte durchaus die Fortführung der langjährigen Zusammenarbeit des Kreises mit Kolumbien sein. Wichtig ist, dass beide Partner von der Zusammenarbeit profitieren und ein reger Austausch stattfindet. Wir könnten zum Beispiel in den Bereichen erneuerbare Energien und Abfall-Entsorgung unterstützen, aber auch die Themen Infrastruktur, Medizin und Bildung könnten eine Rolle spielen. Zurzeit läuft noch die Recherche. Wir würden gern an bestehende Kontakte anknüpfen und freuen uns über Anregungen.

Sie haben nach Ihrem Studium praktische Erfahrungen in verschiedenen Ländern Lateinamerikas gesammelt. Wie gefällt Ihnen die Arbeit an einem Schreibtisch in einer Verwaltung?
Ich fühle mich im Planungsamt sehr gut aufgenommen. Die Themen machen mir Spaß, und der Austausch untereinander ist super. Des Weiteren habe ich bei meiner Arbeit viel Gestaltungsspielraum.

Rezertifizierung Fair Trade - (c) Rhein-Kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss bleibt Fairtrade-Kreis: „Wir wollen weiter den fairen Handel auf lokaler Ebene fördern“

Fester Mindestpreis, nachhaltige Produktion und der Verzicht auf Kinderarbeit in Schwellenländern – das alles unterstützt auch der Rhein-Kreis Neuss als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands. Der Kreis wurde erstmals im Jahr 2010 ausgezeichnet und darf jetzt für weitere zwei Jahre diesen Titel in Anspruch nehmen. Über die Rezertifizierungsurkunde von Transfair Deutschland e.V. freuten sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Presseamtsleiter Benjamin Josephs und Projektleiterin Renate Kuglin.

Für Landrat Hans-Jürgen Petrauschke ist die Bestätigung der Auszeichnung ein schönes Zeugnis dafür, dass sich im Kreis viele Akteure für den Fairen Handel einsetzen: „Ich bin stolz, dass wir dem internationalen Netzwerk der mehr als 2.000 Fairtrade Towns angehören. Wir setzen uns weiterhin zusammen mit Ehrenamtlern, aber auch mit Partnern aus Wirtschaft und Politik mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern“, sagt Petrauschke. Erfolgreiche Projekte in den letzten Jahren waren der digitale Einkaufsführer des Kreises für alle Städte und Gemeinden, die Fairtrade-Schulkampagne und Aktionen zum Beispiel in der Fairen Woche.

Auch in der Kreisverwaltung setzen Verwaltungsspitze und Mitarbeiter auf faire Produkte. So wird unter anderem im Büro des Landrates, in den Sitzungen des Kreistages und seiner Ausschüsse nur noch fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt. Zahlreiche Kreiseinrichtungen von Museen über Schulen bis hin zum Technologiezentrum Glehn bieten ebenfalls Fairtrade-Getränke an. Darüber hinaus wird bei der Vergabe von Aufträgen darauf geachtet, dass Sozialstandards und Umweltkriterien eingehalten werden.

Die Federführung der Fairtrade-Kampagne beim Kreis liegt bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Deren Leiter Benjamin Josephs hat sich vorgenommen, die Idee des Fairen Handels noch bekannter zu machen: „Ziel muss sein, dass die Bürger bei uns im Kreis für Fairtrade sensibilisiert werden, damit sie diese Produkte auch kaufen.“ Josephs bezieht auch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden mit in die Kampagne ein. „Neuss ist bereits seit 2009 Fairtrade Town, Dormagen und Jüchen tragen seit kurzem den Titel, und weitere Kommunen haben sich auf den Weg gemacht“, berichtet der Kreispressesprecher. Zusammen mit Projektleiterin Renate Kuglin will er in den nächsten Jahren noch mehr Gastronomiebetriebe im Kreis davon überzeugen, faire Produkte anzubieten. Händler und Gastronomen mit einem Fairtrade-Sortiment können bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit den Aufkleber „Fair Player“ anfordern.

Das Engagement des Fairtrade-Kreises ist vielfältig: Mit Aktionstagen wie dem Banana Day beteiligt sich der Rhein-Kreis Neuss an der Fairen Woche, 2016 schickte er in Kooperation mit den Nachbarstädten Mönchengladbach und Düsseldorf einen Fairtrade-Karnevalswagen auf den Neusser Umzug und verloste in diesem Jahr Fairtrade-Kamelle unter den Karnevalsvereinen. Weitere erfolgreiche Beispiele sind eine Tauschaktion, bei der Bürger Plastiktüten gegen faire Baumwolltaschen eintauschen konnten, und zuletzt die Tour de Neuss: Die Teilnehmer fuhren für den Fairen Handel, und Mitarbeiter des Kreises waren mit einem Fairtrade-Stand vor Ort.

Weitere Informationen rund um den Fairen Handel im Kreis und der faire Einkaufsführer finden sich auf der Internetseite www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de. Interessierte können sich auch an Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter Telefon 02131 928-1303 wenden.

Hintergrundinfo
Diese fünf Kriterien müssen erfüllt werden, um Fairtrade-Kreis oder -Stadt zu werden bzw. zu bleiben:
1. ein offizieller Kreistags- bzw. Ratsbeschluss zur Beteiligung an der Kampagne
2. eine lokale Steuerungsgruppe, die die Aktivitäten der Akteure vor Ort koordiniert
3. eine bestimmte Anzahl an Einzelhandelsgeschäften sowie Gastronomen, die Fairtrade-Produkte anbieten
4. öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen verwenden Fairtrade-Produkte
5. die örtlichen Medien berichten über Aktivitäten rund um den Fairen Handel

LR übergibt Fairtrade Gewinn-Präsentkorb (2) - (c) Rhein-Kreis Neuss

Holzheimerin gewinnt Fairtrade-Korb

Große Freude bei Sandra Oberlack: Die Holzheimerin hatte jetzt Losglück und wurde beim Facebook-Gewinnspiel des Rhein-Kreises Neuss als Gewinnerin des Fairtrade-Geschenkkorbs ausgelost. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kreis-Pressesprecher Benjamin Josephs übergaben den Korb mit den Fairtrade-Produkten an Sandra Oberlack und ihre Tochter Isabel. „Ich freue mich riesig und werde Kaffee, Tee, Saft, Honig und Schokolade natürlich mit Familie und Freunden teilen“, sagte die Gewinnerin.

Bereits 2010 erhielt der Rhein-Kreis Neuss als erster Kreis Deutschlands die Auszeichnung Fairtrade-Kreis. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke betont: „Mit unserem Engagement für den Fairen Handel wollen wir ein Zeichen setzen für mehr Gerechtigkeit im Welthandel, für faire Arbeitslöhne und bessere Arbeitsbedingungen von Kleinbauern und Lohnarbeitern im globalen Süden der Welt.“ Faire Themen aus dem Rhein-Kreis Neuss finden sich nicht nur auf der Facebook-Seite facebook.com/fair-im-rhein-kreis-neuss, sondern auch auf der Internetseite www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de.

Rhein-Kreis Neuss und Fairtrade Team - (c) Rhein-Kreis Neuss

Tour de Neuss fuhr für den Fairen Handel

In diesem Jahr stand die Tour de Neuss unter dem Motto „Tour de Neuss fährt für den fairen Handel“. Die Gastronomen an der Strecke schenkten fair gehandelten Kaffee aus; die Fahrer stärkten sich mit fair gehandelten Bananen. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke betonte, dass der Rhein-Kreis Neuss als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands bei dieser Veranstaltung mit rund 20.000 Zuschauern möglichst viele Menschen auf das Thema Fairtrade aufmerksam machen wolle.

Sowohl der Rhein-Kreis Neuss als auch Trans Fair Deutschland aus Köln schickten jeweils ein vierköpfiges Team beim Firmenrennen an den Start. Während Cornelia Schmitz, Thorsten Rasch, Christoph Klein und Harald Frank in den blauen Fahrradtrikots des Kreises starteten, fuhren Bettina von Reden, Reinhard Linz, Philipp Haupt und Daniel Caspari für Trans Fair Deutschland. „Das war ein anspruchsvolles Rennen“, waren sich die acht Rennradfahrer einig. „Die Strecke mit vielen scharfen Kurven hat uns einiges abverlangt, aber es war super, dabei sein zu können.“

Pressesprecher Benjamin Josephs warb zusammen mit seinem Team von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit einem Info-Stand, Luftballons und Bannern für den Fairen Handel. „Passanten zeigten großes Interesse an dem Thema Fairtrade, vor allem viele Familien informierten sich an unserem Stand“, berichtet Josephs. Gefragt waren insbesondere die Fairtrade-Anstecknadeln mit dem blau-grünen Logo. „Die Pins tragen wir zum Schützenfest und zeigen damit unsere Verbundenheit mit dem Fairen Handel“, versprachen mehrere Neusser Schützen.

Umweltmarkt: Baumwolltaschen und fair gehandelte Rosen vom Rhein-Kreis Neuss - (c) Rhein-Kreis Neuss

Umweltmarkt: Baumwolltaschen und fair gehandelte Rosen vom Rhein-Kreis Neuss

Rund 1.000 fair gehandelte Rosen haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss beim Neusser Umweltmarkt unters Volk gebracht. Im Rahmen der Fairtrade-Kampagne waren sie auf dem Marktplatz im Einsatz. An ihrem Stand tauschten sie auch kostenlos Plastiktüten gegen umweltfreundliche Tragetaschen.

„Mit den wiederverwendbaren Fairtrade-Baumwolltaschen setzen wir ein Zeichen für den Fairen Handel und für den nachhaltigen Einsatz von Rohstoffen“, so Kreispressesprecher Benjamin Josephs. Ziel sei es, Plastikmüll zu vermeiden und möglichst viele Menschen dazu zu bringen, ihre eigene Tasche zum Einkaufen zu nutzen.

Große Resonanz erfuhr darüber hinaus ein Preisausschreiben, bei dem Eintrittskarten für Schloss Dyck und Fairtrade-Fußbälle zu gewinnen waren. Das Team der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde unterstützt von Thiago de Carvalho Zakrzewski, der in der Kreisverwaltung als Koordinator kommunaler Entwicklungspolitik tätig ist.

Bereits seit 2010 engagiert sich der Rhein-Kreis Neuss als erster Fair-trade-Kreis Deutschlands für den Fairen Handel. So wird in den Sitzungen und im Büro des Landrats fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt. Auch zahlreiche Kreiseinrichtungen beteiligen sich an der Kampagne – vom Technologiezentrum über die Förderschulen und Berufsbildungszentren bis hin zu den Museen in Sinsteden und Zons und zum Kreiskrankenhaus in Grevenbroich.

Umweltmarkt am 23. Juni Plastiktüten gegen Baumwolltaschen tauschen - (c) Rhein-Kreis Neuss

Umweltmarkt am 23. Juni: Plastiktüten gegen Baumwolltaschen tauschen

Im Rahmen der Fairtrade-Kampagne sind Mitarbeiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss am Samstag, 23. Juni, von 10.30 bis 15 Uhr beim Umweltmarkt auf dem Freithof und Marktplatz in Neuss vor Ort. Am Stand des Rhein-Kreises Neuss tauschen sie kostenlos Plastiktüten gegen umweltfreundliche Tragetaschen. Das Team wird unterstützt von Thiago de Carvalho Zakrzewski, der in der Kreisverwaltung als Koordinator kommunaler Entwicklungspolitik tätig ist.

„Mit den wiederverwendbaren Fairtrade-Baumwolltaschen setzen wir ein Zeichen für den Fairen Handel und für den nachhaltigen Einsatz von Rohstoffen“, betont Kreispressesprecher Benjamin Josephs. Ziel ist, Plastikmüll zu vermeiden und möglichst viele Menschen dazu zu bringen, ihre eigene Tasche zum Einkaufen zu nutzen.

Bereits seit 2010 engagiert sich der Rhein-Kreis Neuss als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands für den Fairen Handel. So wird in den Sitzungen und im Büro des Landrats fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt. Auch zahlreiche Kreiseinrichtungen beteiligen sich an der Kampagne vom Technologiezentrum über die Förderschulen und Berufsbildungszentren bis hin zu den Museen in Sinsteden und Zons.

Der Umweltmarkt bildet am 23. Juni den Abschluss der Neusser Woche der Nachhaltigkeit. Rund 30 Initiativen, Institutionen und Unternehmen sind beim Markt der Möglichkeiten vertreten. Themen sind unter anderem nachhaltige Ernährung und umweltfreundliche Mobilität.

Von rechts: Andreas Spicks, Dennis Timmermanns, Yildirim Yilmaz, Lukas Lamla - (c) VfR Neuss/Matheisen

VfR spielt jetzt fair

Als erster Fußballverein im Rhein Kreis Neuss setzt der VfR 06 Neuss auf Fußbälle aus fairer Produktion. Der Vorstand des VfR Neuss hat heute die ersten Fairtrade-Bälle an die 1. Mannschaft des Vereins übergeben. Der VfR wird bereits das Saisonfinale am Freitag, 18. Mai, um 19.30 Uhr gegen Germania Hackenbroich III mit den neuen Bällen bestreiten. Das Spiel findet auf der Bezirkssportanlage Weckhoven statt.

Mit dieser Aktion übernimmt der VfR 06 Neuss Verantwortung für Menschen in Pakistan, die Fußbälle für den europäischen Markt in Handarbeit herstellen. Über 70 Prozent der handgenähten Fußbälle kommen aus Pakistan, die meisten davon aus der Stadt Sialkot im Nordosten des Landes. Die Arbeitsbedingungen sind meist sehr schlecht. Näherinnen und Näher verdienen oft nur einen Bruchteil des gesetzlichen Mindestlohns und Kinderarbeit ist weit verbreitet. Durch Fairtrade arbeiten Näherinnen und Näher unter besseren Arbeitsbedingungen und erhalten eine faire Entlohnung für ihre mühevolle Handarbeit. Zudem fordern die Fairtrade Standards die kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Löhne sowie ein Verbot von Kinderarbeit. Außerdem werden mit den Erlösen aus den Fairtrade zertifizierten Bällen Bildungseinrichtungen unterstützt, die vor Ort Kindern eine Schulbildung ermöglichen und Trinkwasser-Systeme aufbauen.

Geschäftsführer Lukas Lamla: „Die Idee in Zukunft Fairtrade Fußbälle beim Training und den Spielen zu nutzen, traf im Verein auf großes Interesse. Ich freue mich, dass wir damit eine Vorbildfunktion einnehmen und hoffe, dass in Zukunft auch andere Vereine aus Neuss nachziehen werden.“ Vereinspräsident Yildirim Yilmaz betont: „Die Stadt Neuss trägt den Titel Fairtrade Town. Für mich ist es deshalb nur konsequent, als Neusser Verein auch Fairtrade Bälle zu bespielen. Nicht Wasser predigen und Wein trinken sollte die Devise sein.“

Setzen auf Nachhaltigkeit (von links): Karsten Mankowsky, Marcus Temburg, Thiago de Carvalho Zakrzewski und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. - (c) M. Reuter/Rhein-Kreis Neuss

Nachhaltige Entwicklungspolitik: Landrat unterzeichnet Resolution der Agenda 2030

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hat die Erklärung „2030 – Agenda für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ unterschrieben. Mit der Musterresolution des Deutschen Städtetags sowie des Rats der Gemeinden und Regionen Europas untermauern die Unterzeichner ihre Bereitschaft, sich weiter für eine nachhaltige Entwicklungspolitik stark zu machen. Der Rhein-Kreis Neuss, der erste Fairtrade-Kreis Deutschlands, macht dies bereits im Fairen Handel und in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit, in deren Rahmen er die kolumbianischen Gemeinde Solano unterstützte.

„Nachhaltiges Handeln auf Kreis- und Kommunalebene ist eine der zentralen künftigen Herausforderungen, der sich der Rhein-Kreis Neuss im Rahmen seiner Möglichkeiten stellt“, ist sich Landrat Petrauschke mit Dezernent Karsten Mankowsky, Amtsleiter Marcus Temburg und Thiago de Carvalho Zakrzewski, dem Koordinator kommunaler Entwicklungspolitik, einig.

Ohne die Mitwirkung der Kommunen werde die internationale 2030-Agenda weitgehend wirkungslos bleiben, so die Experten. Dabei gehe es um mehr als die Fortführung der Millenniumsziele, die der Rhein-Kreis Neuss bereits 2010 mitgezeichnet habe. „Veränderungen im globalen Süden sind die eine Seite, aber auch der Norden muss sich wandeln für eine gerechtere Welt. Es geht um eine neue Perspektive, um eine neue Balance in allen Teilen der Welt, egal ob Schwellen- oder Industrieland“, heißt es.

In der Musterresolution der Agenda 2030 fordern die unterzeichnenden Kommunen Bund und Länder auf, die Bedeutung des kommunalen Engagements anzuerkennen, Kreise, Städte und Gemeinden stärker als Akteure für Nachhaltigkeit und globale Verantwortung zu berücksichtigen und dafür die Voraussetzungen zu schaffen. Kommunale Belastungen durch die Umsetzung internationaler Verpflichtungen sollen von Bund und Ländern ausgeglichen werden.

Im Rahmen eines Vernetzungstreffens, das im Ratssaal der Stadt Köln stattfand, wurde der Rhein-Kreis Neuss mit einer Urkunde ausgezeichnet und offiziell in den Kreis der Zeichnungskommunen aufgenommen.

Faire T-Shirts

Aktionswoche Fashion Revolution: Auch im Kreishaus gibt es faire T-Shirts und Taschen

Textilprodukte können auch unter fairen Bedingungen produziert werden. Darauf weist TransFair während einer Aktionswoche vom 23. bis 29. April hin. Unter dem Titel „Fashion Revolution“ wird an den fünften Jahrestag der Katastrophe in Bangladesch am 24. April 2013 erinnert: Damals stürzte die Textilfabrik „Rana Plaza“ ein und führte zum Tod von mehreren Tausend Toten und Verletzten.

Während der Aktionswoche macht TransFair darauf aufmerksam, dass die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern für die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Textilindustrie nach wie vor unbefriedigend sind. So leiden Baumwollproduzenten in Afrika und Asien weiter unter Preisschwankungen und den Folgen des Klimawandels, die es ihnen schwer machen, nur vom Baumwollanbau zu leben. Um gerechte Bedingungen in der gesamten Lieferkette zu schaffen, wurden 2016 der Fairtrade-Textilstandard und das Textilprogramm eingeführt.

Auch der Rhein-Kreis Neuss bietet als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands Produkte aus fair gehandelter Baumwolle an. Die Shirts tragen den Schriftzug „Ich trage FAIRantwortung“ und die Logos des Rhein-Kreises Neuss und von Fairtrade. Während das Erwachsenen-Shirt in türkis für 8,50 Euro angeboten wird, kostet das hellgrüne Kinder-Shirt 7,50 Euro. Türkis- und naturfarbene Einkaufstaschen aus Baumwolle werden ebenfalls verkauft: Sie sind für jeweils 1,50 Euro eine günstige Alternative zur Plastiktüte.

Die T-Shirts und Taschen sind sowohl in den Kreishäusern in Neuss und Grevenbroich als auch im Online-Shop des Rhein-Kreises Neuss erhältlich. Der Shop findet sich unter dem Link http://shop.rhein-kreis-neuss.de.