Kreis-Pressesprecher Benjamin Josephs (2.v.l.) und Marijke Mulder (5.v.l.) begrüßten die Teilnehmer zum Workshop für faire textile Beschaffung im Kreishaus Neuss - (c) Rhein-Kreis Neuss

Fairtrade-Workshop: Tipps zur fairen textilen Beschaffung im Kreishaus Neuss

Von Arbeitsschuhen bis zur Computermaus – Bund, Länder und Kommunen geben insgesamt rund 350 Milliarden Euro für die öffentliche Beschaffung aus. Tipps zum fairen Einkauf erhielten jetzt die Teilnehmer des Workshops für faire Beschaffung im Kreishaus Neuss. Kreis-Pressesprecher und Fairtrade-Kampagnenleiter Benjamin Josephs begrüßte neun Vertreter von Kommunen, Schulen und Eine-Welt-Initiativen aus dem Kreis zu der Info-Veranstaltung mit Marijke Mulder.

Die Koordinatorin für Bildung und Beratung des Vereins Femnet zeigte Möglichkeiten auf, wie Kommunen fair gehandelte Produkte einkaufen können. „Kreise, Städte und Gemeinden sind nicht nur wichtige Vorbilder, sie haben auch ein enormes wirtschaftliches Potential“, machte Marijke Mulder deutlich. „Dies sollten sie bewusst nutzen, um faire Produktionsbedingungen und das Angebot fairer Berufskleidung zu stärken.“ Die Referentin zeigte den Workshop-Teilnehmern anhand von Beispielen, wie sie sozial gerechte Beschaffung erfolgreich umsetzen können.

Der Rhein-Kreis Neuss setzt sich als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands auch für nachhaltige und sozial verantwortliche Beschaffung ein.

Carolin Andree, Laura Kolpin und Rebecca Menz informierten beim Grevenbroicher Umweltmarkt über Fairen Handel - (c) BBZ Grevenbroich

BBZ Grevenbroich: Kinderpflegerinnen informierten über Fairtrade

Drei Schülerinnen der Berufsfachschule Kinderpflege haben auf dem Grevenbroicher Umweltmarkt – stellvertretend für das langjährige Engagement des BBZ für nachhaltige Entwicklung – ihre Projekte vorgestellt: Wildblumenwiese, Hochbeete und Fairtrade. Carolin Andree, Laura Kolpin und Rebecca Menz freuten sich über das große Interesse der Besucherinnen und Besucher.

Bestärkt durch das positive Feedback und inspiriert durch den Austausch mit anderen Jugendlichen wollen sie sich noch stärker mit den Möglichkeiten des nachhaltigen Handelns auseinander setzen und in der Schule umsetzen. Rebecca Menz und Laura Kolpin erklären dazu: „Durch die Veranstaltung am Marktplatz ist uns bewusst geworden, wie wichtig es ist, sich für Fairtrade einzusetzen, da Kinderarbeit gestoppt werden muss. Außerdem muss die Umwelt geschützt werden, da es sonst für die Lebewesen dieser Welt keine Zukunft gibt.“

Der Grevenbroicher Umweltmarkt fand im Rahmen des bundesweiten Tages der Umwelt statt. Marion Rudolph, Koordinatorin des Schulnetzwerkes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, hat ihn organisiert. Bürgermeister Klaus Krützen lobte das Engagement der insgesamt acht teilnehmenden Schulen. Auch der Langwadener Waldkindergarten, der BUND, der ADFC und das Schneckenhaus stellten auf dem Marktplatz ihre Ideen und Aktionen zum Bereich Nachhaltigkeit vor.

Kleines Extra on top: Die Kinderpflegerinnen nahmen stellvertretend für die gesamte Schule eine Urkunde vom Bürgermeister anlässlich der Beteiligung des BBZ am Grevenbroicher Frühjahrsputz entgegen.

Kreis-Pressesprecher Benjamin Josephs und sein Team beim Umweltmarkt in Neuss - (c) Rhein-Kreis Neuss

Fairtrade-Team verteilte Rosen und Baumwolltaschen beim Umweltmarkt

Mit Fairtrade-Rosen haben jetzt  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss beim Neusser Umweltmarkt auf den Fairen Handel aufmerksam gemacht. Sie verteilten auf dem Markplatz 1 000 Blumen unter den Passanten. „Wir rühren die Werbetrommel für den Fairen Handel, denn wir alle tragen Verantwortung für eine gerechtere Welt“, betonte Kreis-Pressesprecher Benjamin Josephs, der gleichzeitig Leiter der Fairtrade-Kampagne des Rhein-Kreises Neuss ist. Er verschenkte mit seinem Team nicht nur fair gehandelte Rosen, sondern tauschte auch Plastiktüten gegen umweltfreundliche Baumwolltauschen. „Auf diese Weise setzen wir uns ebenfalls für den nachhaltigen Einsatz von Rohstoffen ein“, sagte Josephs. Ziel sei es, Plastikmüll zu vermeiden und möglichst viele Menschen dazu zu bringen, ihre eigene Tasche zum Einkaufen mitzubringen.

Gefragt war darüber hinaus ein Preisausschreiben, bei dem Insektenhotels, Eintrittskarten für den Kaarster See und den Straberger See und ein fairer Präsentkorb verlost wurden. Das Team der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde unterstützt von Thiago de Carvalho Zakrzewski, der in der Kreisverwaltung als Koordinator kommunaler Entwicklungspolitik tätig ist.

Bereits seit 2010 engagiert sich der Rhein-Kreis Neuss als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands für den Fairen Handel. Im fairen Online-Einkaufsführer erfahren Interessierte kostenlos, welche Geschäfte und Gastronomen zwischen Dormagen und Meerbusch fair gehandelte Produkte anbieten. Außerdem sind alle Ämter und Einrichtungen des Rhein-Kreises Neuss dazu aufgerufen, sich verstärkt um nachhaltige und sozial verantwortliche Beschaffung zu bemühen.

Weitere Informationen zum Fairen Handel gibt es bei Projektleiterin Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises unter Telefon 02131 928-1303.

Wie im vergangenen Jahr tauschen sie beim Umweltmarkt 2019 Plastiktüten gegen Stofftaschen: (v.l.) Inge Büttgenbach, Thiago de Carvalho Zakrzweski, Melanie Schröder und Renate Kuglin vom Kreispresseamt - (C) Rhein-Kreis Neuss

Fairtrade-Team des Rhein-Kreises Neuss tauscht Plastiktüten gegen Baumwolltaschen

Im Rahmen der Fairtrade-Kampagne sind Mitarbeiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss am Samstag, 22. Juni, von 11 bis 16  Uhr beim Umweltmarkt auf dem Marktplatz in Neuss vor Ort. Am Stand des Rhein-Kreises Neuss tauschen sie kostenlos Plastiktüten gegen umweltfreundliche Tragetaschen. Das Team wird unterstützt von Thiago de Carvalho Zakrzewski, der in der Kreisverwaltung als Koordinator kommunaler Entwicklungspolitik tätig ist.

„Mit dieser Umtauschaktion wollen wir ein Zeichen für den Fairen Handel setzen und darauf aufmerksam machen, dass viel unnötiger Plastikmüll produziert wird“, sagt Kreispressesprecher Benjamin Josephs. Möglichst viele Passanten sollen dazu gebracht werden, fürs Einkaufen umweltfreundliche Taschen zu nutzen. Darüber hinaus verteilt das Fairtrade-Team fair gehandelte Rosen und informiert rund um den Fairen Handel.

Bereits seit 2010 engagiert sich der Rhein-Kreis Neuss als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands für den Fairen Handel. So wird in den Sitzungen und im Büro des Landrats fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt. Auch zahlreiche Kreiseinrichtungen beteiligen sich an der Kampagne – vom Technologiezentrum über die Förderschulen und Berufsbildungszentren bis hin zu den Kreismuseen in Sinsteden und Zons.

Der Umweltmarkt in Neuss findet zum Abschluss der Neusser Woche der Nachhaltigkeit statt und bietet Informationen von umweltfreundlichen Produkten über Recycling und erneuerbare Energie bis hin zu Verbraucherschutz. Rund 30 Stände auf dem Markt und auf dem Freithof warten auf die Besucher. Auch Imker, Biohöfe, regionale Kaffeeröstereien und Anbieter von fairen Lebensmitteln sind vor Ort.

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Wo gibt es faire Osterhasen? Einkaufsführer des Rhein-Kreises Neuss informiert über faire Anbieter

Rund 200 Millionen Schoko-Hasen produziert die deutsche Süßwarenindustrie jährlich. Damit sind die Hasen aus Schokolade beliebter als saisonale Konkurrenten wie Nikoläuse und Weihnachtsmänner. Auch fair gehandelte Osterhasen werden immer beliebter, teilt TransFair, eine bundesweite Initiative zur Förderung des fairen Handels, mit. Wer im Handel nach fair gehandelten Osterhasen oder Ostereiern sucht, findet mittlerweile eine breite Produktpalette. Verbraucher erkennen die Produkte am klassischen grün-blauen Fairtrade-Siegel oder am Fairtrade-Kakao-Programm.

 

Wo gibt es fair gehandelte Produkte? Informationen rund um örtliche Eine-Welt-Läden und Händler, aber auch Supermärkte und Discounter bietet der Online-Einkaufsführer des Rhein-Kreises Neuss unter www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de. Der Rhein-Kreis Neuss setzt sich als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands seit 2010 für den Fairen Handel ein. „Mit unserer Kampagne wollen wir mit dazu beitragen, dass die Produzenten in den Entwicklungsländern bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen erhalten“, betont Benjamin Josephs, Fairtrade-Kampagnenleiter und Pressesprecher des Rhein-Kreises Neuss. „Dazu tragen auch sehr viele engagierte Menschen im Kreis mit bei.“

 

Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V., erläutert, dass bei Fairtrade die Bauernorganisationen einen stabilen Mindestpreis und eine zusätzliche Prämie erhalten, die sie in Gemeinschaftsprojekte wie Schulen, Krankenhäuser oder Freizeitangebote investieren. „So können wir sicherstellen, dass sich der Kakaoanbau für die Produzenten langfristig lohnt“, so Overath.

 

Für das Osternest sind nicht nur faire Schokolade oder Pralinen ideal; weitere faire Geschenkideen sind Fairtrade-Rosen, Kosmetik aus dem Mehrwegglas oder ein selbst gemachtes Frühstück mit fairen Produkten wie Bananen, Orangensaft und Müsli.

 

Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss ist Ansprechpartnerin für Anbieter von fairen Produkten aus dem Kreis, die in den digitalen Einkaufsführer des Rhein-Kreises Neuss aufgenommen werden wollen. „Wir führen in unserem Online-Verzeichnis auch Gastronomiebetriebe aus dem Kreis auf“, sagt sie. „Voraussetzung ist, dass die Cafés oder Restaurants mindestens zwei Fairtrade-Produkte anbieten.“ Interessierte erhalten weitere Informationen bei ihr per E-Mail: renate.kuglin@rhein-kreis-neuss.de.

Faire Kamelle in Rommerskirchen

Faire Kamelle in Rommerskirchen

Gefragt war die faire Kamelle der Tanzgruppe „Flotte Gillbach Müüs“ beim Karnevalsumzug in Rommerskirchen. Die Jugendlichen der KG Rut-Wiess Rommerskirchen verteilten insgesamt 1 000 fair gehandelte Schokotäfelchen bei ihrem Umzug. Denn sie gehörten – ebenso wie die F-Jugend der Sportfreunde 1927 Neersbroich und die Organisatoren des 1. Kinder-Karnevalsumzugs Norf – zu den Gewinnern beim Facebook-Gewinnspiel „Faire Kamelle“ des Rhein-Kreises Neuss.

Tanja Dirwan von der Rommerskirchener Tanzgruppe hatte sich mit ihrer Truppe für die faire Schokolade beworben. In bester Laune brachte die Tanzgarde in farbenprächtigen Kostümen das fair gehandelte Wurfmaterial unter das Volk. Insgesamt rund 30 Gruppen und Vereine aus dem Kreisgebiet hatten sich bei dem Fairtrade-Gewinnspiel um die faire Kamelle beworben.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (4.v.r.) u Kreis-Pressesprecher Benjamin Josephs (4.v.l.) überreichten den Karnevalsgruppen aus dem Kreis die faire Schokolade. (c) S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss

Gewinnübergabe im Kreishaus: Fairer Kamelle-Regen für drei Karnevalsgruppen

. Faire Kamelle wird bei den Karnevalsumzügen in Neuss-Norf am Karnevalssamstag und in Korschenbroich-Neersbroich und Rommerskirchen am Tulpensonntag verteilt. Denn drei Karnevalsgruppen aus Norf, Neersbroich und Rommerskirchen erhielten jetzt jeweils 1.000 fair gehandelte Schokotäfelchen von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Sie hatten Losglück beim Facebook-Gewinnspiel des Rhein-Kreises Neuss und freuten sich über den fairen Kamelle-Regen.

Beim Empfang im Neusser Kreishaus gratulierte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke den Siegern und überreichte ihnen das Wurfmaterial. „Mit dieser Aktion setzen wir als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands ein Zeichen für den Fairen Handel und unterstützen gleichzeitig die Vereine im Kreis“, betonte der Landrat. Benjamin Josephs, Fairtrade-Kampagnenleiter und Pressesprecher des Rhein-Kreises Neuss, hatte das Gewinnspiel initiiert und freute sich über die gute Resonanz: „Insgesamt rund 30 Gruppen und Vereine aus dem Kreisgebiet haben sich für die faire Schokolade beworben. Das zeigt, dass faire Kamelle immer gefragter wird.“

Für den 1. Kinderkarnevalsumzug in Norf nahm Sinaida Offer mit ihrer Familie die Süßigkeiten entgegen. „Wir hoffen am Samstag auf viele Schaulustige bei unserem Umzug“, sagte die Vertreterin der Käthe & Theo Köntges Stiftung. „Insgesamt über 300 Kinder ziehen bei uns mit.“ Der Fußball-Nachwuchs der Sportfreunde Neersbroich fiebert ebenfalls seinem Karnevalszug entgegen. „Wir starten am Sonntag am Vereinsheim in Neersbroich und ziehen nach Korschenbroich“, berichtet Gabi Vogel, die mit der F-Jugend und den Trainern zur Gewinnübergabe kam. „Karneval steht in diesem Jahr bei uns unter dem Motto ´Neersbroich: Einfach Märchenhaft´, und passend dazu verkleiden unsere Kinder sich als Peter Pan, Captain Hook und Tinkerbell.“ Mit ihren farbenprächtigen Kostümen brachten die Jugendlichen der Tanzgarde „Flotte Gillbach Müüs“ der KG Rut Wiess Rommerskirchen von 1956 Karnevalsflair ins Kreishaus. Sie verteilen die faire Schokolade am Sonntag beim Umzug, der von Eckum nach Rommerskirchen zieht.

Die Schüler der Grundschule Allerheiligen freuten sich über die gut gefüllten Fairtrade-Taschen von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. (c) Rhein-Kreis Neuss

Fairtrade-Taschen als Dankeschön für Grundschüler

30 Grundschüler pflanzten jetzt zusammen mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen die letzten von insgesamt 1 755 jungen Bäumen und Sträuchern in der Neukircher Heide. Sowohl die 3 B Jakobus-Grundschule packte tatkräftig mit an als auch eine Gruppe der Grundschule in Neuss-Allerheiligen. Sie alle hatten Spaß an der Aktion unter dem Motto „Ein Herz für Bäume“, die bereits zum neunten Mal von der Fielmann AG Hamburg unterstützt wurde.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bedankte sich für die tatkräftige Unterstützung und überreichte allen Teilnehmern Fairtrade-Taschen mit reflektierenden Armbändern, Loopschals und fairer Schokolade. Von Thiago de Carvalho Zakrzewski, dem Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik des Rhein-Kreises, gab es als Dankeschön einen Fairtrade-Fußball. Während Natur und Umwelt bei der 3 B in Neukirchen zum Unterrichtsstoff gehört, hatten Klara Kozhuharova und ihre Mitschüler aus Allerheiligen privat Geld für die Pflanzaktion gesammelt. „Bei uns sind 220 Euro zusammen gekommen, und wir wollen damit dafür sorgen, dass es noch mehr Wald gibt“, waren sich die Schüler einig.

Der Landrat betonte: „In ein paar Jahren können wir uns an den hier gepflanzten Bäumen erfreuen. Ich würde mich freuen, wenn sich alle Kinder, die heute beim Pflanzen geholfen haben, als Paten mit für das neue Waldstück verantwortlich fühlen.“ Die neu gepflanzten Stileichen, Winterlinden und Hainbuchen vervollständigen das Waldgebiet in der Neukircher Heide und werten dieses beliebte Naherholungsgebiet in der Nähe des Strategischen Bahndamms auf. Der Kreis hatte die Flächen in Neukirchen erworben.

Erster Besuch in der kolumbianischen Gemeinde Campohermoso (von links): Bürgermeister Pedro Miguel López Vela, Kreisdirektor Dirk Brügge und Amtsleiter Marcus Temburg. - (c) Rhein-Kreis Neuss

Entwicklungszusammenarbeit: Neuer Partner des Kreises in Kolumbien

Die Gemeinde Campohermoso im Bundesstaat Boyacá soll neuer Partner des Rhein-Kreises Neuss bei der Entwicklungszusammenarbeit mit der Republik Kolumbien werden. Dafür hat sich der Kreisausschuss unter Vorsitz von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke einstimmig ausgesprochen. Zuvor hatten Kreisdirektor Dirk Brügge, Amtsleiter Marcus Temburg und der Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik, Thiago de Carvalho Zakrzewski, Campohermoso besucht, wo sie von Bürgermeister Pedro Miguel López Vela herzlich willkommen geheißen wurden.

Brügge berichtet von überaus positiven Eindrücken: „Es besteht in Campohermoso ein großes Interesse seitens der Verwaltung und der Bürgerschaft an einer Entwicklungszusammenarbeit mit dem Rhein-Kreis Neuss.“ Das kolumbianische Innenministerium und der Gouverneur von Boyacá hätten bereits ihre Unterstützung bekräftigt.

Für eine Zusammenarbeit mit dem 1110 Meter hoch gelegenen und knapp 4000 Einwohner zählenden Campohermoso sprächen vielversprechende persönliche Kontakte, gute und stabile administrative Strukturen, ein vom kolumbianischen Guerilla-Konflikt verschontes Gebiet, die relativ gute Erreichbarkeit sowie große Potenziale beim Einsatz erneuerbarer Energien und beim fairen und nachhaltigen Kaffeeanbau. Hinzu käme ein reichhaltiges kulturelles Erbe.
Im Vergleich zur Kooperation mit der bisherigen Partner-Gemeinde Solano wären bei einer Zusammenarbeit mit Campohermoso von Anfang an alle relevanten administrativen und institutionellen Partner vor Ort eingebunden“, so Brügge. Außerdem sei das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bereit, die Kooperation zu unterstützen und finanziell zu fördern. Das Ministerium bezuschusst darüber hinaus die Koordinatoren-Stelle für Entwicklungszusammenarbeit beim Rhein-Kreis Neuss für zwei weitere Jahre zu 90 Prozent und trägt alle Reisekosten.

Der Kreis hatte 2013 als „Quereinsteiger“ die Klimapartnerschaft mit der Gemeinde Solano von der Stadt Oldenburg übernommen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie fehlender Anbindung, Hoch- und Niedrigwasser sowie instabiler Sicherheitslage ist es gelungen, Erfolge zu verzeichnen. So wurde die Kakao-Erzeugung professionalisiert und die Stromversorgung durch Photovoltaikanlagen verbessert. Nach einem Wechsel im Bürgermeisteramt in Solano nahm das Interesse der kolumbianischen Seite an dem Projekt ab. Es wurde im Herbst 2017 offiziell für beendet erklärt.

Fairtrade-Steuerungsgruppe - (c) Rhein-Kreis Neuss

Nikolaustreffen im Kreishaus

Mehr als 20 Teilnehmer kamen jetzt zum Treffen der Fairtrade-Steuerungsgruppe im Kreishaus Neuss kurz vor dem Nikolaustag. Fairtrade-Kampagnenleiter Benjamin Josephs freute sich über das große Interesse: „Die gute Resonanz belegt den großen Stellenwert, den das Thema Fairer Handel bei uns im Kreis hat“, sagte er bei seiner Begrüßung der Vertreter von Kommunen, Schulen und Eine-Welt-Gruppen. Alle Teilnehmer nahmen einen fairen Schoko-Nikolaus und den Kalender „Heimatbilder“ des Rhein-Kreises Neuss mit nach Hause.

Josephs hob hervor, dass der Rhein-Kreis Neuss bereits zum 3. Mal als Fairtrade-Kreis rezertifiziert wurde. „Ich bin stolz, dass wir dem internationalen Netzwerk der mehr als 2000 Fairtrade Towns angehören. Die Auszeichnung zeigt, dass sich im Kreis viele Akteure für den Fairen Handel einsetzen. Zusammen mit unseren Städten und Gemeinden sowie den privaten Initiativen sind wir auf einem guten Weg“, betonte er. Neuss ist bereits seit 2009 Fairtrade Town, seit kurzem tragen auch Dormagen und Jüchen diesen Titel. Zehn Fairtrade Schools gibt es im Kreis. Schulen, die diesen Titel anstreben, erhalten Unterstützung vom Rhein-Kreis Neuss.

Der Rhein-Kreis Neuss blickt auf eine Reihe von Aktivitäten rund um den Fairen Handel in diesem Jahr zurück. So war Projektleiterin Renate Kuglin mit ihrem Fairtrade-Team bei mehreren Veranstaltungen über den Fairen Handel vertreten: beim Umwelttag in Neuss ebenso wie bei der Tour de Neuss, der Familienzeit in Zons und dem Banana Fairday. Darüber hinaus machte der Kreis mit Fairtrade-Facebook-Gewinnspielen unter anderem zu Karneval und zu St. Martin auf das Thema Fairtrade aufmerksam.

Auch für 2019 planen die Akteure im Kreis eine Reihe von Veranstaltungen, unter anderem zur Fairtrade-Woche im September 2019. Sie waren sich einig, dass sie noch mehr Gastronomiebetriebe im Kreis davon überzeugen wollen, faire Produkte anzubieten. Händler und Gastronomen mit einem Fairtrade-Sortiment können sich in den Online-Gastronomieführer des Rhein-Kreises Neuss aufnehmen lassen. Weitere Informationen dazu gibt es bei Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter Telefon 02131 928-1303 sowie per E-Mail unter renate.kuglin@rhein-kreis-neuss.de.