Aktionsstände auf dem Wochenmarkt Dormagen

Erfolgreiche Aktion zu „Fair Fashion“ auf dem Wochenmarkt Dormagen

Wo gibt es fair gehandelte Kleidung, und was ist der Unterschied zu herkömmlichen Produkten? Darüber hat jetzt das Fairtrade-Team der Stadt Dormagen zusammen mit Partnern auf dem Wochenmarkt in Dormagen informiert. Anke Tobies-Gerstenberg von der Stadt Dormagen zeigte an ihrem Stand anschaulich, unter welchen Bedingungen konventionell hergestellte Bekleidung produziert wird. Rund um das „Gefairt“ von Wiebke Nauber gab es ein breites Angebot an fair gehandelter Bekleidung an. Produkte aus ihrem Sortiment bot die Agenda 21 Weltladen an.

Die Organisatoren zogen ein positives Fazit: „Die Aktion rund um Fair Fashion wurde sehr gut angenommen, und wir konnten auch in Corona-Zeiten viele interessierte Kunden ansprechen“, so Anke Tobies-Gerstenberg.

Gebäude des BBZ Weingartenstraße

Berufskolleg Neuss Weingartstraße: Seit 20 Jahren EMAS-Zertifikat für nachhaltiges Handeln

Das Berufsbildungszentrum (BBZ) Neuss Weingartstraße trägt seit 20 Jahren das Nachhaltigkeits-Siegel für Eco-Management- and Audit Scheme (EMAS). Im Kreisschulausschuss würdigte Kreisdezernent Tillmann Lonnes zusammen mit den Ausschuss-Mitgliedern den Einsatz der Schule des Rhein-Kreises Neuss für das Umweltbewusstsein von Schülern, Lehrkräften und Eltern.

Jürgen Schiffers, Mitglied im Umweltmanagement-Team des Berufskollegs, gab einen Überblick über die zahlreichen Aktionen, Projekte und Wettbewerbsteilnahmen rund um das Thema Nachhaltigkeit. So beschäftigt sich die Nachhaltigkeitsmanagement-Klasse regelmäßig mit den Folgen des Klimawandels. Die Aktion „Deine Fairtrade-Rose für den Krefelder Zoo“ in diesem Jahr fand ebenso gute Resonanz wie das Insektenhotel und der Solarbrunnen auf dem Schulhof. Außerdem pflanzt das BBZ im Rahmen von „Plant for the Planet“ für jeden erfolgreichen Vollzeitschüler einen Baum. Energiesparen wird im Berufskolleg groß geschrieben: So konnte die Schule ihren Energieverbrauch in den vergangenen 20 Jahren halbieren. Davon profitieren die Schülerinnen und Schüler direkt, weil ein Teil des eingesparten Geldes als Refunding in neue Investitionen fließt.

EMAS steht für ein von der EU entwickeltes System für nachhaltiges Umweltmanagement in Unternehmen, Behörden, Schulen und sonstigen Organisationen. Die teilnehmenden Einrichtungen verpflichten sich, ihre Auswirkungen auf die Umwelt systematisch zu untersuchen und – soweit möglich – zu verbessern. Das BBZ Neuss Weingartstraße hat dazu auf seiner Internetseite eine Umwelterklärung veröffentlicht unter www.berufskolleg-neuss.de.

Drei Frauen mit faire Stoffbeuteln

Faire Obstbeutel aus dem Kreishaus

Faire Obstbeutel gab es jetzt beim Gewinnspiel der Mitarbeiterzeitung des Rhein-Kreises Neuss zu gewinnen. Renate Kuglin, Projektleiterin der Fairtrade-Kampagne des Kreises, überreichte die mit Obst gefüllten Beutel an die beiden Gewinnerinnen Anja Dönni und Claudia Matuszewski.

Mit den wiederverwendbaren Obst- und Gemüsebeuteln aus fair gehandelter Baumwolle setzt der Rhein-Kreis weiterhin auf Nachhaltigkeit und Ökologie. Die fairen Obstbeutel ersetzen die bisher verwendeten Plastiktüten für Obst und Gemüse. Sie werden zum Preis von 2,30 Euro in den Bürger-Servicecentern in den Kreishäusern in Neuss und Grevenbroich verkauft.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke überreichte einen fairen Präsentkorb an Schulleiterin Larissa Goller-Wolf und Emilia Lai, Sprecherin des Fairtrade-Schulteams (vorne links) und deren Stellvertreterin Lia-Marie Jungbluth. - (c) D. Staniek / Rhein-Kreis Neuss

Grundschule Burg in Dormagen ist 12. Fairtrade School im Kreis

In einer Feierstunde erhielt jetzt die Grundschule Burg Hackenbroich in Dormagen den Titel Fairtrade School. Damit honoriert der Verein Trans-fair e.V. in Köln das Engagement von Schulen für den Fairen Handel. Die Grundschule ist bereits die dritte Schule in der Stadt Dormagen und die zwölfte Schule im Rhein-Kreis Neuss, die diesen Titel erhält.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke überbrachte die Glückwünsche des Kreises und übergab einen fairen Präsentkorb an Schulleiterin Larissa Goller-Wolf und Emilia Lai, die Sprecherin des Fairtrade-Schulteams, und ihre Stellvertreterin Lia-Marie Jungbluth. Er lobte den Einsatz der Grundschüler: „Ihr engagiert euch zusammen mit euren Lehrern und Eltern für den Fairen Handel und für Nachhaltigkeit und seid damit tolle Vorbilder. Ich bin sicher, dass Ihr zusammen mit Euren Lehrern und Eltern noch viele gute Ideen habt, um die Welt ein bisschen gerechter zu machen“, sagte Petrauschke. Die Glückwünsche der Stadt Dormagen überbrachte der Erste Stellvertretende Bürgermeister Hans Sturm.

Die Lehrkräfte Moritz Klein und Sonja Krekow hatten an der Grundschule Burg sowohl Kinder als auch Eltern für das Projekt Fairtrade School begeistert. Diese Voraussetzungen muss eine Fairtrade School erfüllen: Ein Fairtrade-Schulteam aus Schülern, Lehrern und Eltern setzt sich für den Fairen Handel ein und wirbt auch in der Öffentlichkeit für dieses Thema. Fair gehandelte Produkte werden an der Schule verkauft und verzehrt. Außerdem wird Fairtrade zum Thema im Unterricht, und mindestens einmal im Schuljahr findet eine faire Schulaktion statt.

Für die Zukunft plant das Schulteam noch mehr Projekte sowohl im Unterricht als auch im direkten Umfeld der Schule. Auch der Förderverein setzt sich für dieses Vorhaben ein.

Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands Fairtrade-Schulen mit einem Startzuschuss in Höhe von 400 Euro für das Schulteam. Informationen dazu gibt es bei Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss unter Telefon 02131 928-1303 sowie per E-Mail unter renate.kuglin@rhein-kreis-neuss.de.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kreis-Pressesprecher Benjamin Josephs überreichten die faire Schokolade an Karnevalsgruppen und -vereine aus Dormagen, Neuss und Jüchen.- (c) Rhein-Kreis Neuss

Gewinnspiel des Rhein-Kreises Neuss: Karnevalsvereine freuten sich über faire Kamelle

Fairen Kamelleregen gibt es bei den Karnevalsumzügen in Neuss, Dormagen-Nievenheim und in den Jüchener Stadtteilen Gierath-Gubberath. Jeweils 1.000 fair gehandelte Schokotäfelchen gingen beim Facebook-Gewinnspiel des Rhein-Kreises Neuss an drei Karnevalsgruppen und -vereine. Beim Empfang im Kreishaus Neuss freute sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke mit den jecken Gästen: „Mit dieser Aktion unterstützen wir gerne die Karnevalisten im Kreis, damit sie einen Teil des herkömmlichen Wurfmaterials durch Faire Kamelle ersetzen können.“

Das Tanzcorps KG Rot-Weiß Ückerath, „De Jecke Familisch“ aus Neuss und die Gruppe „Jecke Doll“ aus Jüchen waren begeistert, dass sie zu den Gewinnern gehörten. „Für uns ist das eine tolle Ergänzung zu unserem Wurfmaterial“, waren sie sich einig. 48 Tänzerinnen und Tänzer – die Jüngsten sind gerade mal drei Jahre jung – der KG Rot-Weiß Ückerath verteilen die faire Kamelle beim Umzug am 23. Februar in Dormagen-Nievenheim. Taina Staud und Jule und Anna Reder Jule nahmen die Schokolade für „De Jecke Familisch“ entgegen. „Wir gehen in diesem Jahr mit Familie und Freunden beim Kappessonntagszug in Neuss unter dem Motto ´Schneewittchen und die 7 Zwerge´ mit“, verrieten sie. Kerstin Kolf bringt die fairen Täfelchen zusammen mit Freunden als „Jecke Doll“ beim Umzug in Gierath-Gubberath am 24. Februar unters Volk.

Kreis-Pressesprecher Benjamin Josephs hofft, dass noch weitere Vereine und Karnevalsgruppen dem Beispiel folgen und faire Kamelle bei ihrem Zoch verteilen. „Auch der Rhein-Kreis Neuss ist in diesem Jahr beim Kappessontags-Zug vertreten“, kündigt er an. „Wir sind in diesem Jahr seit zehn Jahren Fairtrade-Kreis und machen zu diesem Jubiläum mit einem eigenen Fairtrade-Wagen beim Neusser Umzug Werbung für den Fairen Handel.“ Auch hier regnet es dann natürlich faire Schokolade.

Kreisdirektor Dirk Brügge (links), Thiago de Carvalho Zakrzewski und Renate Kuglin eröffnen die Ausstellung "Nachhaltig handeln - Arbeitsschwerpunkte von Fairtrade" im Kreishaus Neuss - (c) A. Tinter / Rhein-Kreis Neuss

Noch bis zum 23. Januar im Kreishaus Neuss: Fotoausstellung zu Nachhaltigkeit im Fairen Handel

Was hat Fairer Handel mit Nachhaltigkeit zu tun? Dieses Thema steht im Mittelpunkt der Fotoausstellung „Nachhaltig handeln – Arbeitsschwerpunkte von Fairtrade“ im Kreishaus Neuss. Kreisdirektor Dirk Brügge eröffnete die Ausstellung zusammen mit Thiago de Carvalho Zakrzewski, dem Beauftragten für Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Kreisplanungsamt, und Fairtrade-Projektleiterin Renate Kuglin vom Kreispresseamt. Besucher erfahren noch bis Freitag, 23. Januar, im Lichthof des Kreishauses, wie Fairtrade die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung mit seinen Arbeitsschwerpunkten umsetzt.

Kreisdirektor Dirk Brügge betonte bei der Eröffnung: „Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr das Jubiläum ’10 Jahre Fairtrade-Kreis‘ feiern können. Wir sind 2010 von Transfair Deutschland als bundesweit erster Kreis ausgezeichnet worden und haben seitdem unser Engagement immer weiter ausgebaut.“ Erfolgreiche Projekte sind unter anderem der digitale Einkaufsführer des Kreises für alle Städte und Gemeinden, die Kampagne für Fairtrade Schools, der sich mittlerweile zwölf Schulen im Kreis angeschlossen haben, und regelmäßige Aktionen unter anderem beim Umweltmarkt in Neuss und beim Familienfest des Rhein-Kreises Neuss.

Auch mit der Ausstellung dokumentiert der Rhein-Kreis Neuss seine Verbundenheit mit dem Fairen Handel. Die Fotos zeigen, wie Fairtrade sich für Nachhaltigkeit engagiert – durch entwicklungspolitische Schwerpunktthemen, mit Schulungsprogrammen und Projekten. In 75 Ländern unterstützt die Organisation benachteiligte Kleinbauernorganisationen und Beschäftigte auf Plantagen. Um dem Klimawandel langfristig entgegenzuwirken, baut Fairtrade auf zwei Säulen: Die Menge der Treibhausgasemissionen soll reduziert werden, zum Beispiel durch Förderung des Bioanbaus und anderer nachhaltiger Anbaumethoden, und Produzenten werden bei der Anpassung an die Auswirkungen von Klimaveränderungen unterstützt.

Die Ausstellung im Kreishaus an der Oberstraße 91 in Neuss ist in dieser Woche täglich (bis Donnerstag) von 7 bis 18 Uhr und Freitag von 7 bis 15:30 zu sehen.

Kreissprecher Benjamin Josephs, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und KA-Präsident Jakob Beyen stellen den Karnevalswagen vor, der bei dem Umzug in Neuss für den Fairen Handel wirbt - (c) A. Tinter / Rhein-Kreis Neuss

10 Jahre Fairtrade-Kreis: Karnevalswagen wirbt beim Kappessonntagszug für den Fairen Handel

„10 Jahre Fairtrade-Kreis“ – unter diesem Motto wirbt der Rhein-Kreis Neuss mit einem Karnevalswagen für den Fairen Handel beim Neusser Kappessontagszug am 23. Februar. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der Präsident des Neusser Karnevalsausschusses Jakob Beyen und Kreissprecher Benjamin Josephs freuen sich, dass nach 2016 zum zweiten Mal ein Fairtrade-Wagen des Kreises bei dem Neusser Umzug am Start ist. „Wir waren 2010 bundesweit der erste Kreis, der als Fairtrade-Kreis ausgezeichnet wurde“, blickt Petrauschke stolz zurück. „Dieses Jubiläum nehmen wir gerne zum Anlass, um uns beim Kappesssonntagszug zu beteiligen.“

Mit fair gehandelten Kamellen, Schokolade und Bananen setzt der Kreis ein Zeichen für den Fairen Handel, der vor allem Kleinbauern in Afrika, Lateinamerika und Asien zu besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen verhelfen will. Jakob Beyen berichtet, dass mittlerweile bei vielen Karnevalszügen – nicht nur in Neuss – faire Kamellen zum Wurfmaterial gehören. „In Neuss liegt die Quote bei rund zehn Prozent“, weiß Beyen.

Entworfen wurde der farbenprächtige Karnevalswagen in Form eines Pfaus vom erfahrenen Wagenbauer Karl-Heinz Geißler. Der Landrat, der zusammen mit Mitarbeitern der Kreispressestelle faire Kamellen unter den Neusser Jecken verteilt, ist sich sicher: „Mit diesem Wagen machen wir tolle Werbung für den Fairen Handel.“

Fairer Kaffee und Tee wird in der Kreisverwaltung nicht nur im Büro des Landrats und in Sitzungen getrunken. Auch zahlreiche Kreiseinrichtungen von Museen über Schulen bis hin zum Technologiezentrum Glehn schenken Getränke mit dem fairen Siegel aus.

Kreissprecher Benjamin Josephs, der die Fairtrade-Kampagne des Rhein-Kreises Neuss leitet, betont: „Wir setzen uns auch in Zukunft zusammen mit Ehrenamtlern, aber auch mit Partnern aus Wirtschaft und Politik dafür ein, den Fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“ Erfolgreiche Projekte sind der digitale Einkaufsführer des Kreises für alle Städte und Gemeinden, die Fairtrade-Schulkampagne und besondere Aktionen zum Beispiel in der Fairen Woche.

Weitere Informationen zu der Fairtrade-Kampagne des Kreises gibt es bei Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter Tel. 02131 928-130.

Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat sich bei Jennifer Wetzel über die Produktion der Wachslinge informiert - (c) Rhein-Kreis Neuss

Wachstücher statt Plastikmüll: Nachhaltige Verpackung aus Dormagen

Sie sind nachhaltig und ersetzen Alu- und Plastikverpackungen: wiederverwertbare Bienenwachstücher, die unter dem Namen „Wachslinge“ seit rund einem Jahr auf dem Markt sind. Produziert werden sie in Dormagen von Jennifer und Jannik Wetzel und ihrem Team. Renate Kuglin, die beim Presseamt des Rhein-Kreises Neuss Ansprechpartnerin für die Fairtrade-Kampagne ist, und ihre Kollegin Kerstin Aretz waren jetzt zu Gast in der „Wachsling“-Produktion. Vor Ort erfuhren sie, wie die Tücher aus Naturprodukten wie Bio-Baumwolle, Bienenwachs aus dem Rhein-Kreis Neuss, Bio-Kokosöl und Kiefernharz entstehen.

Jennifer Wetzel schildert den Weg von der Idee zum fertigen Produkt: „Bei meinem Aufenthalt in Neuseeland habe ich Bienenwachstücher wie den Wachsling zum ersten Mal kennengelernt. Die Neuseeländer verwenden keine Alu- oder Frischhaltefolie, und mir gefiel dies so gut, dass ich selbst Verpackungsfolien aus Wachs entwickelt habe.“ Rund ein Jahr lang hat sie gebraucht, um das Naturprodukt in der jetzigen Form herzustellen – mit zertifizierten und fair gehandelten Produkten.

Renate Kuglin vom Presseamt zeigt sich begeistert von dem nachhaltigen Produkt aus dem Kreis: „Die Wachslinge werden nicht nur fair und regional produziert, sie sind auch sehr lange haltbar: Mindestens ein Jahr lang können sie wiederverwendet werden.“ Die Tücher werden mit herkömmlicher Seife gereinigt. Wer sie in der Sonne trocknen lässt, sollte allerdings beachten, dass sie bei Temperaturen über 40 Grad schmelzen.

Nicht nur über das Internet vermarktet Jennifer Wetzel die Wachslinge; mittlerweile sind die Bienenwachstücher, die es in drei verschiedenen Größen gibt, an rund 40 Verkaufsstellen erhältlich. Verkauft werden sie unter anderem in Supermärkten, Metzgereien und Hofläden im Rhein-Kreis Neuss. Darüber hinaus eröffnet die Dormagenerin voraussichtlich Frühjahr 2020 einen eigenen Verkaufsshop in Nievenheim. Weitere Informationen zu dem Produkt gibt es auf der Internetseite www.wachslinge.de.

Auch im Neusser Kreishaus war die Delegation aus Kolumbien zu Gast (v.l.): Lothar Menzel (Planungsamt), Marcus Temburg (Planungsamtsleiter), Benjamin Josephs (Pressesprecher), Thiago de Carvalho Zakrzewski (Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik), Wilson Dueñas Bernal (stellvertretender Bürgermeister Campohermoso), Marta Omaira Mora Torres (Beschaffung, Campohermoso) und Renate Kuglin vom Presseamt - (c) Rhein-Kreis Neuss

Kolumbianische Partnergemeinde zu Gast im Rhein-Kreis Neuss: Firmenbesuche in Neuss und Meerbusch

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat der Rhein-Kreis Neuss Besuch aus seiner kolumbianischen Partnergemeinde Campohermoso erhalten. Zu Gast waren Marta Omaira Mora Torres, die für öffentliche Beschaffung zuständig ist, und der Bauamtsleiter und stellvertretende Bürgermeister Wilson Dueñas Bernal. Auf dem Programm standen eine Fachkonferenz sowie Besuche bei Unternehmen im Kreis.

Zusammen mit Thiago de Carvalho Zakrzewski, dem Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik des Rhein-Kreises, besuchten die Gäste unter anderem Carles KaffeeRösterei in Kaarst. Dort verkosteten sie Kaffee aus ihrer Heimat, den Geschäftsführer Einar Rasmussen zuvor geröstet hatte. Das Kaarster Unternehmen bezieht seine Premium-Bio-Kaffees direkt von Kaffee-Kooperativen aus dem Globalen Süden und unterstützt die Bauern vor Ort somit aktiv in ihrer nachhaltigen sozialen, ökologischen sowie ökonomischen Entwicklung. Rasmussen gab den Gästen aus Kolumbien wertvolle Tipps für den weiteren Verlauf des Bio-Zertifizierungsprozesses sowie zu genossenschaftlichen Organisationsstrukturen.

Bei ihrem Besuch der Firma Product Services Latinamerica (PSL) in Meerbusch erfuhr die Delegation, dass das Unternehmen tropische Früchte aus Lateinamerika importiert. Geschäftsführerin Sandra Riano berichtete, dass PSL seit fast 20 Jahren seinen Sitz im Rhein-Kreis Neuss hat und auch in Kolumbien vor Ort ist. Dort hat die Firma ihren Standort unter dem Namen Novacampo in Tunja, der Hauptstadt des Departements Boyacá, in dem sich auch Campohermoso befindet.

Stolz ist PSL darauf, dass der kolumbianische Präsident Ivan Duque in diesem Jahr den Nationalen Exportpreis für mittelgroße Unternehmen an Novacampo überreicht hat. Im Austausch mit Geschäftsführerin Sandra Riano wurde über mögliche Kooperationen zwischen PSL, Campohermoso und dem Rhein-Kreis Neuss gesprochen. Im Dezember besucht Thiago de Carvalho Zakrzewski die kolumbianische Partnergemeinde. Auf der Agenda steht dann auch eine Visite der kolumbianischen Unternehmenszentrale in Tunja.

Im Kreishaus Neuss wurden die Gäste aus Kolumbien von Planungsamtsleiter Marcus Temburg, Lothar Menzel sowie von Presseamtsleiter Benjamin Josephs und Renate Kuglin begrüßt. In Kooperation mit den kolumbianischen Freunden bekam das Innenleben der Vitrine im Foyer ein neues Gesicht. Interessierte können sich jetzt im Lichthof des Kreishauses an der Oberstraße in Neuss einen ersten Eindruck von Campohermoso verschaffen.

Darüber hinaus besuchten Marta Omaira Mora Torres, Wilson Dueñas Bernal und Thiago de Carvalho Zakrzewski die internationale Fachkonferenz zum nachhaltigen Beschaffungswesen „Sustainable Public Procurement for Strategic Policy Goals“ in Bonn. Dazu hatte das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik eingeladen. Als einzige Vertreter aus Kolumbien stellten sie im Rahmen eines Workshops das öffentliche Beschaffungswesen des Landes sowie das zugehörige digitale Beschaffungs-Tool vor. Es folgte ein reger Austausch mit den anderen Gästen aus verschiedenen Ländern Europas, Lateinamerikas und Afrikas. Der Rhein-Kreis Neuss ist Teil dieses internationalen Netzwerkes für nachhaltige öffentliche Beschaffung und ermöglichte auch Campohermoso den Zugang.

Besuche des Tagebaus Garzweiler und des Quirinus-Münsters in Neuss sowie anderer Sehenswürdigkeiten der Umgebung komplettierten das Besuchsprogramm der Delegation aus Campohermoso. Das Fazit der Besucher ist durchweg positiv: „Während der Konferenz für nachhaltige Beschaffung war es uns möglich, Erfahrungen auszutauschen, die den Umweltschutz in unserer Gemeinde weiter voran bringen werden. Die beiden Unternehmensbesuche im Rhein-Kreis waren äußerst informativ. Diese Reise ermöglicht uns einen interkulturellen Austausch und lässt uns an eine nachhaltige Entwicklung in unserer Gemeinde glauben“, waren sich Bernal und Torres einig.

Ermöglicht wurde der Besuch mit finanzieller Unterstützung des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik sowie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kreis-Pressesprecher Benjamin Josephs freuen sich mit Lehrkräften und Schülern des Albert-Einstein-Gymnasiums Kaarst über den Titel „Fairtrade School“. - (c) S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss

Albert-Einstein-Gymnasium Kaarst ist die 11. Fairtrade School im Rhein-Kreis Neuss

Das Albert-Einstein-Gymnasium in Kaarst ist die 11. Fairtrade School im Rhein-Kreis Neuss. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke überbrachte jetzt die Glückwünsche des Rhein-Kreises. Außerdem übergab er der Fairtrade-AG im Beisein von Schulleiter Bruno von Berg und Lehrerin Kathrin Brune, die sich als Projektleiterin engagiert, einen Scheck und einen Korb mit fair gehandelten Produkten.

„Wir sind stolz darauf, dass wir mit elf Fairtrade Schools im Kreis ganz vorn liegen – und dass noch weitere Schulen auf dem Weg zu dieser tollen Auszeichnung sind“, sagte Petrauschke. Im Gespräch mit den Jugendlichen ermutigte er die Mitglieder der Fairtrade-AG dazu, nachhaltig zu planen und noch mehr Mitschüler für ihre Arbeit zu gewinnen. Der Rhein-Kreis Neuss engagiert sich als erster Fairtrade-Kreis Deutschland für den Fairen Handel. Er unterstützt seit 2017 Fairtrade-Schulen im Kreisgebiet mit einem Startzuschuss in Höhe von 200 bis 400 Euro. Die Höhe des Betrags ist abhängig davon, ob die Schule auch bei der Produktion von Flyern und eines Rollups unterstützt wird.

Die Kampagne Fairtrade-Schools wird von Trans Fair getragen und ermutigt Schulen dazu, sich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Um den Titel Fairtrade School zu bekommen, muss die Schule fünf Kriterien erfüllen: Sie bietet faire Produkte in der Cafeteria an; ein Team aus Lehrkräften, Schülern und Eltern trifft sich regelmäßig als AG, organisiert Fairtrade-Aktionen und plant Veranstaltungen für die Zukunft. Darüber hinaus wird das Thema fairer Handel im Unterricht thematisiert.

Die Fairtade-AG des Albert-Einstein-Gymnasiums trifft sich alle zwei Wochen. Auf dem Programm standen bereits Ausflüge zum Fairtrade-Unternehmen „Gepa“ in Wuppertal sowie zur Messe „fair friends“ in Dortmund. Außerdem wird im Lehrerzimmer ausschließlich fairer Kaffee getrunken. Dort können Lehrkräfte faire Produkte kaufen, während in der Caféteria faire Snacks für die Schüler angeboten werden. In einem Blog auf der Seite www.fairtrade-schools.de berichten die Kaarster Jugendlichen über ihre aktuellen Projekte.