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Wo gibt es faire Osterhasen? Einkaufsführer des Rhein-Kreises Neuss informiert über faire Anbieter

Rund 200 Millionen Schoko-Hasen produziert die deutsche Süßwarenindustrie jährlich. Damit sind die Hasen aus Schokolade beliebter als saisonale Konkurrenten wie Nikoläuse und Weihnachtsmänner. Auch fair gehandelte Osterhasen werden immer beliebter, teilt TransFair, eine bundesweite Initiative zur Förderung des fairen Handels, mit. Wer im Handel nach fair gehandelten Osterhasen oder Ostereiern sucht, findet mittlerweile eine breite Produktpalette. Verbraucher erkennen die Produkte am klassischen grün-blauen Fairtrade-Siegel oder am Fairtrade-Kakao-Programm.

 

Wo gibt es fair gehandelte Produkte? Informationen rund um örtliche Eine-Welt-Läden und Händler, aber auch Supermärkte und Discounter bietet der Online-Einkaufsführer des Rhein-Kreises Neuss unter www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de. Der Rhein-Kreis Neuss setzt sich als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands seit 2010 für den Fairen Handel ein. „Mit unserer Kampagne wollen wir mit dazu beitragen, dass die Produzenten in den Entwicklungsländern bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen erhalten“, betont Benjamin Josephs, Fairtrade-Kampagnenleiter und Pressesprecher des Rhein-Kreises Neuss. „Dazu tragen auch sehr viele engagierte Menschen im Kreis mit bei.“

 

Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V., erläutert, dass bei Fairtrade die Bauernorganisationen einen stabilen Mindestpreis und eine zusätzliche Prämie erhalten, die sie in Gemeinschaftsprojekte wie Schulen, Krankenhäuser oder Freizeitangebote investieren. „So können wir sicherstellen, dass sich der Kakaoanbau für die Produzenten langfristig lohnt“, so Overath.

 

Für das Osternest sind nicht nur faire Schokolade oder Pralinen ideal; weitere faire Geschenkideen sind Fairtrade-Rosen, Kosmetik aus dem Mehrwegglas oder ein selbst gemachtes Frühstück mit fairen Produkten wie Bananen, Orangensaft und Müsli.

 

Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss ist Ansprechpartnerin für Anbieter von fairen Produkten aus dem Kreis, die in den digitalen Einkaufsführer des Rhein-Kreises Neuss aufgenommen werden wollen. „Wir führen in unserem Online-Verzeichnis auch Gastronomiebetriebe aus dem Kreis auf“, sagt sie. „Voraussetzung ist, dass die Cafés oder Restaurants mindestens zwei Fairtrade-Produkte anbieten.“ Interessierte erhalten weitere Informationen bei ihr per E-Mail: renate.kuglin@rhein-kreis-neuss.de.

Faire Kamelle in Rommerskirchen

Faire Kamelle in Rommerskirchen

Gefragt war die faire Kamelle der Tanzgruppe „Flotte Gillbach Müüs“ beim Karnevalsumzug in Rommerskirchen. Die Jugendlichen der KG Rut-Wiess Rommerskirchen verteilten insgesamt 1 000 fair gehandelte Schokotäfelchen bei ihrem Umzug. Denn sie gehörten – ebenso wie die F-Jugend der Sportfreunde 1927 Neersbroich und die Organisatoren des 1. Kinder-Karnevalsumzugs Norf – zu den Gewinnern beim Facebook-Gewinnspiel „Faire Kamelle“ des Rhein-Kreises Neuss.

Tanja Dirwan von der Rommerskirchener Tanzgruppe hatte sich mit ihrer Truppe für die faire Schokolade beworben. In bester Laune brachte die Tanzgarde in farbenprächtigen Kostümen das fair gehandelte Wurfmaterial unter das Volk. Insgesamt rund 30 Gruppen und Vereine aus dem Kreisgebiet hatten sich bei dem Fairtrade-Gewinnspiel um die faire Kamelle beworben.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (4.v.r.) u Kreis-Pressesprecher Benjamin Josephs (4.v.l.) überreichten den Karnevalsgruppen aus dem Kreis die faire Schokolade. (c) S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss

Gewinnübergabe im Kreishaus: Fairer Kamelle-Regen für drei Karnevalsgruppen

. Faire Kamelle wird bei den Karnevalsumzügen in Neuss-Norf am Karnevalssamstag und in Korschenbroich-Neersbroich und Rommerskirchen am Tulpensonntag verteilt. Denn drei Karnevalsgruppen aus Norf, Neersbroich und Rommerskirchen erhielten jetzt jeweils 1.000 fair gehandelte Schokotäfelchen von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Sie hatten Losglück beim Facebook-Gewinnspiel des Rhein-Kreises Neuss und freuten sich über den fairen Kamelle-Regen.

Beim Empfang im Neusser Kreishaus gratulierte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke den Siegern und überreichte ihnen das Wurfmaterial. „Mit dieser Aktion setzen wir als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands ein Zeichen für den Fairen Handel und unterstützen gleichzeitig die Vereine im Kreis“, betonte der Landrat. Benjamin Josephs, Fairtrade-Kampagnenleiter und Pressesprecher des Rhein-Kreises Neuss, hatte das Gewinnspiel initiiert und freute sich über die gute Resonanz: „Insgesamt rund 30 Gruppen und Vereine aus dem Kreisgebiet haben sich für die faire Schokolade beworben. Das zeigt, dass faire Kamelle immer gefragter wird.“

Für den 1. Kinderkarnevalsumzug in Norf nahm Sinaida Offer mit ihrer Familie die Süßigkeiten entgegen. „Wir hoffen am Samstag auf viele Schaulustige bei unserem Umzug“, sagte die Vertreterin der Käthe & Theo Köntges Stiftung. „Insgesamt über 300 Kinder ziehen bei uns mit.“ Der Fußball-Nachwuchs der Sportfreunde Neersbroich fiebert ebenfalls seinem Karnevalszug entgegen. „Wir starten am Sonntag am Vereinsheim in Neersbroich und ziehen nach Korschenbroich“, berichtet Gabi Vogel, die mit der F-Jugend und den Trainern zur Gewinnübergabe kam. „Karneval steht in diesem Jahr bei uns unter dem Motto ´Neersbroich: Einfach Märchenhaft´, und passend dazu verkleiden unsere Kinder sich als Peter Pan, Captain Hook und Tinkerbell.“ Mit ihren farbenprächtigen Kostümen brachten die Jugendlichen der Tanzgarde „Flotte Gillbach Müüs“ der KG Rut Wiess Rommerskirchen von 1956 Karnevalsflair ins Kreishaus. Sie verteilen die faire Schokolade am Sonntag beim Umzug, der von Eckum nach Rommerskirchen zieht.

Die Schüler der Grundschule Allerheiligen freuten sich über die gut gefüllten Fairtrade-Taschen von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. (c) Rhein-Kreis Neuss

Fairtrade-Taschen als Dankeschön für Grundschüler

30 Grundschüler pflanzten jetzt zusammen mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen die letzten von insgesamt 1 755 jungen Bäumen und Sträuchern in der Neukircher Heide. Sowohl die 3 B Jakobus-Grundschule packte tatkräftig mit an als auch eine Gruppe der Grundschule in Neuss-Allerheiligen. Sie alle hatten Spaß an der Aktion unter dem Motto „Ein Herz für Bäume“, die bereits zum neunten Mal von der Fielmann AG Hamburg unterstützt wurde.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bedankte sich für die tatkräftige Unterstützung und überreichte allen Teilnehmern Fairtrade-Taschen mit reflektierenden Armbändern, Loopschals und fairer Schokolade. Von Thiago de Carvalho Zakrzewski, dem Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik des Rhein-Kreises, gab es als Dankeschön einen Fairtrade-Fußball. Während Natur und Umwelt bei der 3 B in Neukirchen zum Unterrichtsstoff gehört, hatten Klara Kozhuharova und ihre Mitschüler aus Allerheiligen privat Geld für die Pflanzaktion gesammelt. „Bei uns sind 220 Euro zusammen gekommen, und wir wollen damit dafür sorgen, dass es noch mehr Wald gibt“, waren sich die Schüler einig.

Der Landrat betonte: „In ein paar Jahren können wir uns an den hier gepflanzten Bäumen erfreuen. Ich würde mich freuen, wenn sich alle Kinder, die heute beim Pflanzen geholfen haben, als Paten mit für das neue Waldstück verantwortlich fühlen.“ Die neu gepflanzten Stileichen, Winterlinden und Hainbuchen vervollständigen das Waldgebiet in der Neukircher Heide und werten dieses beliebte Naherholungsgebiet in der Nähe des Strategischen Bahndamms auf. Der Kreis hatte die Flächen in Neukirchen erworben.

Erster Besuch in der kolumbianischen Gemeinde Campohermoso (von links): Bürgermeister Pedro Miguel López Vela, Kreisdirektor Dirk Brügge und Amtsleiter Marcus Temburg. - (c) Rhein-Kreis Neuss

Entwicklungszusammenarbeit: Neuer Partner des Kreises in Kolumbien

Die Gemeinde Campohermoso im Bundesstaat Boyacá soll neuer Partner des Rhein-Kreises Neuss bei der Entwicklungszusammenarbeit mit der Republik Kolumbien werden. Dafür hat sich der Kreisausschuss unter Vorsitz von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke einstimmig ausgesprochen. Zuvor hatten Kreisdirektor Dirk Brügge, Amtsleiter Marcus Temburg und der Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik, Thiago de Carvalho Zakrzewski, Campohermoso besucht, wo sie von Bürgermeister Pedro Miguel López Vela herzlich willkommen geheißen wurden.

Brügge berichtet von überaus positiven Eindrücken: „Es besteht in Campohermoso ein großes Interesse seitens der Verwaltung und der Bürgerschaft an einer Entwicklungszusammenarbeit mit dem Rhein-Kreis Neuss.“ Das kolumbianische Innenministerium und der Gouverneur von Boyacá hätten bereits ihre Unterstützung bekräftigt.

Für eine Zusammenarbeit mit dem 1110 Meter hoch gelegenen und knapp 4000 Einwohner zählenden Campohermoso sprächen vielversprechende persönliche Kontakte, gute und stabile administrative Strukturen, ein vom kolumbianischen Guerilla-Konflikt verschontes Gebiet, die relativ gute Erreichbarkeit sowie große Potenziale beim Einsatz erneuerbarer Energien und beim fairen und nachhaltigen Kaffeeanbau. Hinzu käme ein reichhaltiges kulturelles Erbe.
Im Vergleich zur Kooperation mit der bisherigen Partner-Gemeinde Solano wären bei einer Zusammenarbeit mit Campohermoso von Anfang an alle relevanten administrativen und institutionellen Partner vor Ort eingebunden“, so Brügge. Außerdem sei das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bereit, die Kooperation zu unterstützen und finanziell zu fördern. Das Ministerium bezuschusst darüber hinaus die Koordinatoren-Stelle für Entwicklungszusammenarbeit beim Rhein-Kreis Neuss für zwei weitere Jahre zu 90 Prozent und trägt alle Reisekosten.

Der Kreis hatte 2013 als „Quereinsteiger“ die Klimapartnerschaft mit der Gemeinde Solano von der Stadt Oldenburg übernommen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie fehlender Anbindung, Hoch- und Niedrigwasser sowie instabiler Sicherheitslage ist es gelungen, Erfolge zu verzeichnen. So wurde die Kakao-Erzeugung professionalisiert und die Stromversorgung durch Photovoltaikanlagen verbessert. Nach einem Wechsel im Bürgermeisteramt in Solano nahm das Interesse der kolumbianischen Seite an dem Projekt ab. Es wurde im Herbst 2017 offiziell für beendet erklärt.

Fairtrade-Steuerungsgruppe - (c) Rhein-Kreis Neuss

Nikolaustreffen im Kreishaus

Mehr als 20 Teilnehmer kamen jetzt zum Treffen der Fairtrade-Steuerungsgruppe im Kreishaus Neuss kurz vor dem Nikolaustag. Fairtrade-Kampagnenleiter Benjamin Josephs freute sich über das große Interesse: „Die gute Resonanz belegt den großen Stellenwert, den das Thema Fairer Handel bei uns im Kreis hat“, sagte er bei seiner Begrüßung der Vertreter von Kommunen, Schulen und Eine-Welt-Gruppen. Alle Teilnehmer nahmen einen fairen Schoko-Nikolaus und den Kalender „Heimatbilder“ des Rhein-Kreises Neuss mit nach Hause.

Josephs hob hervor, dass der Rhein-Kreis Neuss bereits zum 3. Mal als Fairtrade-Kreis rezertifiziert wurde. „Ich bin stolz, dass wir dem internationalen Netzwerk der mehr als 2000 Fairtrade Towns angehören. Die Auszeichnung zeigt, dass sich im Kreis viele Akteure für den Fairen Handel einsetzen. Zusammen mit unseren Städten und Gemeinden sowie den privaten Initiativen sind wir auf einem guten Weg“, betonte er. Neuss ist bereits seit 2009 Fairtrade Town, seit kurzem tragen auch Dormagen und Jüchen diesen Titel. Zehn Fairtrade Schools gibt es im Kreis. Schulen, die diesen Titel anstreben, erhalten Unterstützung vom Rhein-Kreis Neuss.

Der Rhein-Kreis Neuss blickt auf eine Reihe von Aktivitäten rund um den Fairen Handel in diesem Jahr zurück. So war Projektleiterin Renate Kuglin mit ihrem Fairtrade-Team bei mehreren Veranstaltungen über den Fairen Handel vertreten: beim Umwelttag in Neuss ebenso wie bei der Tour de Neuss, der Familienzeit in Zons und dem Banana Fairday. Darüber hinaus machte der Kreis mit Fairtrade-Facebook-Gewinnspielen unter anderem zu Karneval und zu St. Martin auf das Thema Fairtrade aufmerksam.

Auch für 2019 planen die Akteure im Kreis eine Reihe von Veranstaltungen, unter anderem zur Fairtrade-Woche im September 2019. Sie waren sich einig, dass sie noch mehr Gastronomiebetriebe im Kreis davon überzeugen wollen, faire Produkte anzubieten. Händler und Gastronomen mit einem Fairtrade-Sortiment können sich in den Online-Gastronomieführer des Rhein-Kreises Neuss aufnehmen lassen. Weitere Informationen dazu gibt es bei Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter Telefon 02131 928-1303 sowie per E-Mail unter renate.kuglin@rhein-kreis-neuss.de.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Pressesprecher Benjamin Josephs übergaben die Baumwolltaschen an die Vertreter der Martinsvereine - (c) A. Tinter / Rhein-Kreis Neuss

Landrat übergab faire Baumwolltaschen an drei Martinsvereine

Über fair gehandelte Baumwolltaschen freuten sich jetzt drei Martinsvereine aus dem Rhein-Kreis Neuss. Das St. Martins-Komitee Neuss-Altstadt, das Komitee aus Jüchen-Gierath/-Gubberath und der Förderverein der Caritas-Kindertagesstätte im Haus der Familie in Dormagen hatten beim Facebook-Gewinnspiel des Rhein-Kreises Neuss jeweils 100 Baumwolltaschen für ihre Martinsumzüge gewonnen.

Bei der Gewinnübergabe im Neusser Kreishaus gratulierte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke den Gewinnern und sagte: „Ich freue mich, dass wir damit die Martinsvereine bei uns im Kreis unterstützen – und dass ich ihnen die Taschen genau an dem Tag überreichen kann, an dem die rheinische St. Martins-Tradition zum NRW-Kulturerbe erklärt wurde.“ Benjamin Josephs, Fairtrade-Kampagnenleiter und Pressesprecher des Rhein-Kreises Neuss, hatte das Gewinnspiel initiiert: „Die Idee, Baumwoll- statt Plastiktaschen zu verwenden, findet immer mehr Anhänger, und wir wollen mit dieser Aktion gleichzeitig ein Zeichen für den Fairen Handel und für den nachhaltigen Einsatz von Rohstoffen setzen“, so Josephs.

Für die Martinsvereine steht fest, dass sie die Taschen mehrmals nutzen wollen. So berichten Melanie Roes, Sarah Dahmen und Reiner Schön vom St. Martins-Komitee Gierath-Gubberath, dass bei ihnen Plastiktüten demnächst der Vergangenheit angehören: „Wir wollen möglichst alle 400 Tüten als Baumwolltaschen packen und rufen die Kinder dazu auf, die leeren Taschen zurückzubringen, damit wir sie im nächsten Jahr wiederverwenden können.“

Bereits am 7. November zieht St. Martin durch Gierath und Gubberath, während die Umzüge des Martins-Komitees Neuss-Altstadt und der Caritas-Kindertagesstätte in Dormagen jeweils am 9. November stattfinden. „Bei uns gehen rund 1.000 Kinder mit, auch viele Schüler sind dabei“, erzählt Bernd Herten vom St. Martins-Komitee Neuss-Altstadt, der auch in diesem Jahr wieder in die Rolle des St. Martin schlüpft. Er freut sich über die fairen Taschen, die Petra Schumacher für sein Komitee gewonnen hat, und versichert: „Wir geben die Baumwolltaschen an eine unserer Neusser Schulen weiter.“

Rund 20 Martinsvereine aus dem Kreisgebiet hatten bei dem Gewinnspiel mitgemacht. Losglück hatte ebenfalls der Förderverein der Dormagener Caritas-Kindertagesstätte. Susanne Beran mit den Kindern Isalie und Nilas und Susanne Kluge packen zusammen mit ihren Vereinskollegen Taschen sowohl nur für insgesamt 67 Kindergartenkinder als auch für deren Geschwister. „Mit diesem Gewinn können wir ab sofort auf Plastiktaschen verzichten“, zeigen sie sich begeistert von dem Gewinn.

Annie-Boyomo und Nuran Yilmaz von der Schülerfirma bbz fair4u - (C) Berufsbildungszentrum Grevenbroich

BBZ-Schüler/innen handeln fair

Bereits das sechste Jahr in Folge hat sich das BBZ an der Fairtrade-Kampagne „Faire Woche“ beteiligt. Schülerinnen und Schüler aus mehreren sozialpädagogischen Bildungsgängen haben gezeigt, warum das Thema wichtig ist und wie sich der Einzelne beteiligen kann.

Die Jahrgangsstufe 12 der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales hat sich mit den Themen „Gemeinsam für ein gutes Klima“ und „Fairphone“ auseinander gesetzt und im Forum die Althandy-Sammelaktion von missio vorgestellt. Dabei haben sie beispielsweise herausgefunden, dass das nachhaltig hergestellte Fairphone mittlerweile die Standards eines guten Smartphones erreicht und damit zur echten Alternative geworden ist.

Schüler/-innen der Oberstufe der Berufsfachschule Kinderpflege haben für das Mensa-Menü eine leckere Nachspeise mit Fairtrade-Bananen zubereitet. Außerdem haben sie sich im Rahmen der Projektwoche „To make this world a better place“ mit den Themen „Insektenschutz/Biodiversität“, „Mobilität/Energie“, „Wald/Recyclingpapier“ und mit verschiedenen Aspekten des fairen Handels am Beispiel der Fairtrade-Banane und fairer Kleidung beschäftigt. Am Banana Fairday haben sie ihre Ergebnisse im Forum präsentiert. Und in den Kindertagesstätten setzen sie ihre Erkenntnisse und Ideen in Projekte um.

Auch die Schülerfirma „bbz-fair4u“ hat sich an diesem Aktionstag beteiligt und neben fairem Kaffee auch Köstlichkeiten mit Fairtrade-Bananen angeboten. Die angehende Erzieherin Annie Boyomo erklärt dazu: „Wir engagieren uns für fairtrade, um den Kindern und Bauern in den Entwicklungsländern eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen.“ Nuran Yilmaz (ebenfalls aus der Fachschule für Sozialpädagogik) ergänzt: „Es macht uns einfach Freude, wenn wir Menschen helfen können.“

Schirmherr der „Fairen Woche“ ist der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller. Er weist darauf hin, dass der „Faire Handel“ ein wichtiger Bestandteil bei der Umsetzung des Weltzukunftsvertrages „Agenda 2030“ ist. Darin hat sich die Weltgemeinschaft auf 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung verständigt.

Quelle: Berufsbildungszentrum Grevenbroich

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke gab den Startschuss für den Banana Fairday im Straßenverkehrsamt - (c) S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss

Erfolgreicher Banana Fairday im Kreishaus

Über Bananen und Säfte aus Fairem Handel freuten sich jetzt die Kunden im Straßenverkehrsamt des Rhein-Kreises Neuss. Schon früh morgens gab Landrat Hans-Jürgen Petrauschke am 28. September den Startschuss für den Banana Fairday. Die Kunden in der Dienststelle in Neuss nutzten dabei die Gelegenheit, die fairen Produkte zu probieren und sich gleichzeitig über den Fairen Handel zu informieren.

„Als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands unterstützen wir den Fairen Handel und machen beim Banana Fairday mit, um auf die Probleme der Bananenproduzenten hinzuweisen“, sagte der Landrat. Viele Bananen-Bauern haben mit steigenden Produktionskosten und immer höheren Ansprüchen an die Qualität bei stagnierenden Endverbraucherpreisen zu kämpfen. Darüber hinaus bedrohen Umweltprobleme komplette Anbauregionen.

Bananen sind das meistkonsumierte Frischobst der Erde, doch ungerechte Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen prägen den Alltag der Beschäftigten auf den Plantagen. Wer Fairtrade-Bananen kauft, unterstützt die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Bananenplantagen in Peru, in der Dominikanischen Republik, Ecuador und Kolumbien. Denn feste Mindestpreise und zusätzliche Prämien bedeuten für die Kleinbauernfamilien eine Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitssituation.

Seit 1997 werden Bananen aus Fairem Handel in Deutschland angeboten. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 87.379 Tonnen faire Bananen in Deutschland verkauft; sie hatten damit einen Marktanteil von 12 Prozent.

Produzentenbesuch im Norbert-Gymnasiums - (c) Norbert-Gymnasium

Fairtrade-Produzenten aus Kolumbien besuchten Norbert-Gymnasium Knechtsteden

Im Rahmen der „Fairen Woche 2018“ besuchten jetzt zwei Vertreter des Fairen Handels aus Südamerika das Norbert-Gymnasium Knechtsteden und berichteten aus erster Hand über die Chancen und Wirkungen des Fairen Handels. Im Zentrum des Besuchstages stand die persönliche Begegnung von Schülerinnen und Schülern mit Richard Padilla Duran aus Kolumbien und Willy Paredes aus Peru.

Das Norbert-Gymnasium Knechtsteden, das seit Juni 2014 den Titel „Fairtrade-School“ trägt und mittlerweile zweimal rezertifiziert wurde, freut sich sehr über den Besuch. Auf ihrer Rundreise schilderten Richard Padilla Duran, Bananenkleinbauer und Mitglied der Fairtrade-zertifizierten Kooperative EMPREBANCOOP in Kolumbien, sowie Willy Paredes, CLAC-Koordinator aus Peru, Beispiele aus ihrer täglichen Arbeit.

Die Fairtrade-Schülerfirma des Norbert-Gymnasiums ist stolz auf ihre bisherigen Erfolge: „Wir konnten in den letzten Jahren durch zahlreiche Aktionen und Auszeichnungen auf den Fairen Handel aufmerksam machen“, berichten die Schüler. Im März 2018 erhielt die Schülerfirma bei den Fairtrade-Awards 2018 in Berlin den 1. Preis in der Kategorie Nachwuchs. Das Schulteam sieht diesen von Transfair ermöglichten Besuch auch als Anerkennung seines bisherigen Einsatzes zur Förderung des Fairtrade-Gedankens.