Zusammen mit Martina Ziermann (l.) und Angelika Hudalla (hinten rechts) nahmen die Vorschulkinder – stellvertretend für alle Kinder des Familienzentrums Regenbogen – die fairen Nikolaus von Renate Kuglin (vorn rechts) entgegen (c) Rhein-KReis Neuss

Familienzentrum Regenbogen ist die erste Faire Kita im Rhein-Kreis Neuss

Vorschulkinder freuten sich über Schoko-Nikoläuse

Über fair gehandelte Schoko-Nikoläuse freuten sich jetzt die Kinder des Familienzentrums Regenbogen in Neuss-Gnadental. Für den Rhein-Kreis Neuss – den ersten Fairtrade-Kreis Deutschlands – übergab Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit die süßen Schokomänner an die Vorschulkinder zusammen mit einem Set fair gehandelter Fußbälle. Gleichzeitig gratulierte sie Kindergartenleiterin Martina Ziermann und Stellvertreterin Angelika Hudalla zur Zertifizierung als Faire Kita. Vor kurzem war das Familienzentrum im Neusser Süden in Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen als erste Faire Kita im Rhein-Kreis Neuss ausgezeichnet werden.

Martina Ziermann erläutert, weshalb für sie und ihr Team das Siegel im Rahmen der Kampagne „Faire Kita NRW“ so wichtig ist: „Wir versuchen, schon den Jüngsten zu vermitteln, dass wir alle etwas für eine gerechtere Welt tun können. Über die Kinder wird der Gedanke natürlich auch in die Familien getragen.“ So berichten die Vorschulkinder begeistert, dass es beim Frühstück in ihrer Kita nicht nur faire Bananen gibt, sondern auch fair gehandelte Getränke von Kakao über Tee bis hin zu Saft. Sie haben bereits gelernt, wie aus Kakao und Zucker Schokolade wird und dass viele Supermärkte schon fair gehandelte Schokolade anbieten.

Aktionen wie ein Nähprojekt, bei dem Stoffreste und gebrauchte Kleidungsstücke unter dem Motto „Upcycling“ als dekorative Tannenbaum-Anhänger wiederverwertet wurden, gehören ebenfalls zum Alltag in der Kita. „Bei all diesen Projekten werden wir vorbildlich von den Eltern unterstützt“, betont Martina Ziermann. „Sie sind im Nähstübchen ebenso aktiv wie bei unserem fairen Kaffeestand beim Sommerfest.“ Auch die Erzieherinnen bilden sich regelmäßig zum Thema Fairtrade fort.

Die Kampagne „Faire Kita NRW“ wird durch „Engagement Global“ mit seiner Servicestelle Kommunen in der Eine Welt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Weitere Informationen dazu bietet die Internetseite www.faire-kita-nrw.de.

Fairtrade-Stand auf Grevenbroicher Adventsbasar

Fairtrade-Stand auf Grevenbroicher Adventsbasar

Bei dem Mitarbeiterbasar der Rhein-Kreis Neuss Kliniken in der Vorweihnachtszeit engagierten sich Elisabeth Broich und Martina Runkel für den Fairen Handel: So boten sie bei der Veranstaltung im Kreiskrankenhaus Grevenbroich eine breite Palette an Fairtrade-Produkten an.

Auch bei dem Weihnachtsmarkt in Jüchen am dritten Adventswochenende war Elisabeth Broich wieder zusammen mit weiteren Ehrenamtlern mit einem Fairtrade-Stand vertreten. Außerdem gehört die Jüchenerin zu einem Team von Freiwilligen, die regelmäßig sowohl im Eine-Welt-Forum Jüchen als auch im Klosterladen des Nikolausklosters fair gehandelte Produkte verkaufen.

Das Eine-Welt-Forum in der Vorburg von Haus Katz an der Alleestraße 5 in Jüchen ist immer donnerstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Laden des Nikolausklosters bei Schloss Dack öffnet samstags und sonntags von 14 bis 19 Uhr seine Tore, ebenso wie sonntags nach der Messe um 10 Uhr.

Logo: Faire KITA

Erste Faire Kita in Neuss ausgezeichnet

Das Familienzentrum Regenbogen wurde als erste Neusser Kindertagesstätte als Faire Kita ausgezeichnet. Im Rahmen der Kampagne „Faire Kita NRW“ erhielt die katholische Einrichtung in Neuss-Gnadental das begehrte Siegel.

Kita-Leiterin Martina Ziermann und ihr Team vermitteln den Kindern bereits seit mehr als zwei Jahren Wissenswertes rund um den Fairen Handel. Sie sprechen zum Beispiel mit den Mädchen und Jungen über Anbau und Herkunft der Lebensmittel und nutzen auch im Alltag fair gehandelte Produkte wie Tee, Kakao, Kaffee, Bananen und Zucker.

Aktionen wie ein Nähprojekt, bei dem gebrauchte Kleidungsstücke wiederverwertet wurden, gehören ebenso zum Alltag wie Projekte mit Vorschulkindern. Die Erzieherinnen, aber auch die Kinder und ihre Eltern sehen sich als Multiplikatoren, um die Fairtrade-Idee weiterzugeben.

Die Kampagne „Faire Kita NRW“ wird durch „Engagement Global“ mit seiner Servicestelle Kommunen in der Eine Welt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. Weitere Informationen dazu bietet die Internetseite www.faire-kita-nrw.de.

Marcus Temburg und Thiago de Carvalho Zakrzewski - (c) Rhein-Kreis Neuss

Erfolgreiche Bilanz der Klimapartnerschaft mit Kolumbien

Der Rhein-Kreis Neuss zieht am Ende seiner Klimapartnerschaft mit Kolumbien eine positive Bilanz. Diese Partnerschaft war 2013 im Rahmen eines Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“ ins Leben gerufen worden.

Im Rahmen der Partnerschaft hatte der Kreis die Gemeinde Solano beim Ausbau erneuerbarer Energien und beim nachhaltigen Kakao-Anbau unterstützt. Marcus Temburg, Leiter des Amtes für Entwicklungs- und Landschaftsplanung, bezeichnete die Klimapartnerschaft mit Solano im Planungs- und Umweltausschuss als erfolgreich. Mit dem Fördergeld des Bundes in Höhe von rund 600 000 Euro sei sehr viel erreicht worden: „Unter anderem sind Kleinbauernfamilien geschult worden. Auf 200 Hektar wird im Regenwald nachhaltig Kakao angebaut“, so Temburg.

Darüber hinaus seien unter anderem Solarstromanlagen und Wasserkraftwerke gebaut worden. Sie tragen in Zukunft deutlich zu einer besseren und verlässlicheren Energieversorgung bei. Zuvor war Strom, der durch ein Dieselaggregat erzeugt wurde, nur wenige Stunden täglich verfügbar gewesen.

Auch in Zukunft will der Rhein-Kreis Neuss Klimaprojekte in Kolumbien unterstützen. Ansprechpartner beim Kreis ist Thiago de Carvalho Zakrzewski.

Siegerfoto vom Fairtrade Award 2016 - (c) Fairtrade Deutschland

Jetzt für den Fairtrade Award 2018 bewerben

Unternehmen, Organisationen und Bürger können sich ab sofort für den Fairtrade Award 2018 bewerben. Die Auszeichnung ist bestimmt für herausragenden Einsatz für die Fairtrade-Idee. Sie wird in den Kategorien Hersteller, Handel und Zivilgesellschaft vergeben; darüber hinaus gibt es einen Nachwuchspreis und einen Publikumspreis. Fairtrade Deutschland verleiht den Fairtrade-Award bereits seit 2009.

Gesucht werden Unternehmen aus Industrie und Handel, die ihren wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung verknüpfen und konsequent Fairtrade-Produkte verwenden. Außerdem werden Organisationen und Projekte ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für den Fairen Handel eingesetzt haben. Gefragt sind glaubwürdiges, langfristiges und gleichzeitig aktuelles Engagement sowie eine gezielte Produzentenunterstützung.

Bewerbungen sowie Vorschläge sind bis zum 15. Dezember möglich. Interessierte können sich selbst bewerben oder auch Dritte vorschlagen. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.fairtrade-deutschland.de.

Sie freuen sich über die Auszeichnung als Fairtrade Town: die Akteure des Fairen Handels in Dormagen - (c) Stadt Dormagen

Dormagen wird Fairtrade Town

Die Stadt Dormagen erhält am Samstag, 30. September, um 14 Uhr die Auszeichnung als Fairtrade Town. Bürgermeister Erik Lierenfeld nimmt das begehrte Gütesiegel aus den Händen des Transfair-Ehrenbotschafters Manfred Holz entgegen. „Diesen Erfolg haben wir vielen engagierten Partnern wie Schulen, Kirchengemeinden und auch unseren örtlichen Betrieben zu verdanken“, macht Lierenfeld deutlich. Dormagens Bürgermeister freut sich, dass Dormagen in Sachen Fairness in einer Liga mit London, Rom, Paris und Madrid spielt. Auch das sind Städte, die für ihren Einsatz zugunsten des fairen Handels als „Fairtrade Town“ ausgezeichnet wurden.

Mit einem Info-Markt und einer „Fairköstigung“ wird das Ereignis ab 13 Uhr im Römerhaus der katholischen Pfarre St. Michael gefeiert. So schenkt das Netzwerk-Cafe Alte Apotheke die „Rheinische Affäre“ aus, die vom Fairtrade-Schulteam des Norbert-Gymnasiums vertrieben wird und an diesem Nachmittag auch erworben werden kann. Das Bettina-von-Arnim-Gymnasium präsentiert den selbst produzierten Film „Fairtrade kann sich jeder leisten“ und bietet unter anderem Schokoriegel aus dem Schulkiosk an. Mit dabei sind ebenso der katholische Turmladen aus Horrem, die Pfarre St. Odilia in Gohr, der Weltladen der Agenda 21 und die Verbraucherzentrale. „Für die Innenstadtbesucher, die an diesem Tag über den Michaelismarkt schlendern, lohnt sich ein Abstecher ins Römerhaus“, verspricht Organisatorin Anke Tobies-Gerstenberg vom städtischen Umweltteam.

In einem unterhaltsamen Festakt wird die Verleihung des Gütesiegels vorgenommen. Die musikalische Begleitung übernimmt die Jazzcombo des Norbert-Gymnasiums. Bis 16 Uhr hat der Info-Markt anschließend noch geöffnet.

Um die Zertifizierung durch den gemeinnützigen Verein Transfair zu erhalten, hat das Umweltteam 13 Einzelhändler und sieben Gastronomiebetriebe als Partner für den fairen Handel vor Ort gewonnen. Die Gemeinschaftsinitiative wird ebenfalls von den Ausstellern bei dem Info-Markt und der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mitgetragen. „Mit Hilfe der vielen Partner wollen wir die Idee des fairen Handels künftig noch stärker in unserer Bürgerschaft verankern, denn hier geht es um eine dauerhafte Aufgabe und nicht um eine Urkunde, die wir uns einfach nur an die Wand hängen“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Wer sich ebenfalls für den fairen Handel in Dormagen einsetzen möchte, kann sich telefonisch unter 02133 257-270 an das Umweltteam wenden.

Dormagen ist nach der Stadt Neuss und der Gemeinde Jüchen bereits die dritte Fairtrade-Kommune im Rhein-Kreis Neuss, dem ersten Fairtrade-Kreis Deutschlands. Harald Vieten, Leiter der Fairtrade-Kampagne des Rhein-Kreises Neuss, ist sicher, dass noch mehr Kommunen im Kreis hinzukommen. „Auch Grevenbroich und Rommerskirchen sind bereits auf dem Weg zur Fairtrade Town“, so Vieten. „Außerdem haben sich bereits zehn Schulen im Kreis als ´Fairtrade School´qualifiziert.“

Weltweit engagieren sich mehr als 2 000 Städte, Gemeinden und Kreisen für den Fairen Handel. Darüber hinaus gibt es in Deutschland mehr als 400 Fairtrade Schools.

Fairer Kaffee wurde auch bei der Wahlpräsentation des Rhein-Kreises Neuss im Kreishaus Grevenbroich angeboten - (c) Rhein-Kreis Neuss

Coffee Fairday am 29. September

Zum Abschluss der Fairen Woche vom 15. bis 29. September 2017 findet am Freitag, 29. September, der Coffee Fairday statt. Auch im Rhein-Kreis Neuss sind dazu mehrere Veranstaltungen geplant: Unter anderem wird an diesem Tag, von 10 bis 15 Uhr fairer Neuss-Café vor dem Neusser Rathaus angeboten. Probiert werden können auch andere Fairtrade-Kaffeesorten. Am Coffee Fairday bietet der Hofmarkt auf dem Bioland Lammertzhof in Kaarst ebenfalls verschiedene Kaffeespezialitäten an.

Unter diesem Link finden Bürger aus dem Rhein-Kreis Neuss auch einen lokalen Gastronomie- und Einkaufsführer für den Fairen Handel. Denn bereits seit 2010 setzt sich der Rhein-Kreis Neuss als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands für den Fairen Handel ein. Unterstützt wird er dabei von den Eine-Welt-Gruppen im Kreisgebiet, die sich seit Jahrzehnten für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kleinbauern in Afrika, Asien und Lateinamerika engagieren.

„Wir rühren die Werbetrommel für den Fairen Handel, denn wir alle tragen Verantwortung für eine gerechtere Welt“, betont Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. So wird fairer Kaffee und Tee beim Rhein-Kreis Neuss nicht nur in Sitzungen des Kreistags und der Ausschüsse ausgeschenkt, sondern auch bei Veranstaltungen. Zuletzt gab es fair gehandelte Getränke bei der Präsentation der Bundestagswahl-Ergebnisse im Grevenbroicher Kreishaus. Auch beim Einkauf sind alle Ämter und Einrichtungen des Rhein-Kreises Neuss dazu aufgerufen, sich verstärkt um nachhaltige und sozial verantwortliche Beschaffung zu bemühen.

Weitere Informationen zum Fairen Handel gibt es bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises unter Telefon 02131 928-1300.

2 Frauen und 1 Mann halten Blumensträuße

800 Fairtrade-Rosen zum Schützenfestempfang

Traditionell werden beim großen Schützenfestempfang des Landrates im Lichthof des Kreishauses in Neuss 800 Fairtrade-Rosen an die geladenen Gäste, darunter das Neusser Königspaar Christoph I. und Gatting Petra, sowie mehrere Generalkonsule, verschenkt. Presseamtsleiter Harald Vieten mit Mitarbeiterinnen Renate Kuglin und Inge Büttgenbach sind begeistert von der herrlichen Blumenpracht der Rosen aus Fairem Handel.

 

V.l.: Harald Vieten (6.v.r.), Fairtrade-Kampagnenleiter beim Rhein-Kreis Neuss übergab die Fußbälle an das Team. V.l.: Denis Moulay, Patrick Farrenschon, Daniel Bönnen, Benjamin Knopp, Sascha Klein, Christian Junge, Benjamin Schwandner, Moritz Schöpkens, Manuel Roos, Michael Schöpkens und Andreas Kühnel - (c) M. Reuter / Rhein-Kreis Neuss

Fairtrade-Fußbälle für Freizeitkicker

Die Spielgemeinschaft mit Mitarbeitern von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei freute sich jetzt über drei Fairtrade-Fußbälle. Harald Vieten, Fairtrade-Kampagnenleiter beim Rhein-Kreis Neuss, übergab die fair produzierten Bälle an das Team, das sich alle zwei Wochen zum gemeinsamen Kicken in der Soccer-Halle in Grevenbroich-Gustorf trifft. Zu den Freizeit-Kickern gehören neben Feuerwehrleuten und Polizisten auch Mitarbeiter aller Rettungsdienste von den Johannitern über das Rote Kreuz bis hin zu den Maltesern.

„Wir sind alle fußballverrückt und halten mit unseren regelmäßigen Treffen den Kontakt zueinander“, berichtet Sascha Klein. Er war früher Leitstellen-Disponent und Rettungsdienst-Mitarbeiter und ist heute in der Botenmeisterei des Rhein-Kreises Neuss tätig. Klein stellte auch den Kontakt zwischen seinem Team und der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit her.

Die Fairtrade-Fußbälle werden von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss im Rahmen einer Kampagne darüber hinaus an Grundschulen im Rhein-Kreis Neuss verteilt. Möglich wurde dies durch einen finanziellen Zuschuss der Sparkasse Neuss.

Der Rhein-Kreis Neuss wurde im September 2010 von TransFair e.V. als Deutschlands erster „Fairtrade-Kreis“ ausgezeichnet. Seitdem engagiert er sich immer wieder mit Aktionen und Veranstaltungen für den Fairen Handel.

Schüler des Bettina-Von-Arnim-Gymnasiums freuten sich zusammen mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Bürgermeister Erik Lierenfeld und Schulleiter Theodor Lindner über das Zertifikat als Fairtrade School von Annika Patz.

Bettina-von-Arnim-Gymnasium ist 10. Fairtrade School im Rhein-Kreis Neuss

Das Bettina-von-Arnim-Gymnasium in Dormagen ist die 10. Fairtrade School im Rhein-Kreis Neuss. Nach dem Gymnasium Knechtsteden ist die Schule bereits die zweite Schule in Dormagen, die für ihr Engagement für den Fairen Handel mit diesem Titel belohnt wird. In einer Feierstunde überbrachten Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld Schülern, Lehrkräften und Eltern die Glückwünsche des Rhein-Kreises und der Stadt Dormagen. Gleichzeitig gab Lierenfeld bekannt, dass die Stadt Dormagen nun die Auszeichnung als Fairtrade Town beantragen wird. Damit wäre sie nach der Stadt Neuss und der Gemeinde Jüchen bereits die dritte Fairtrade Town im Kreis.

Der Rhein-Kreis Neuss engagiert sich als erster Fairtrade-Kreis Deutschland für den Fairen Handel. So unterstützt er zum Beispiel Schulen, die sich für diese Idee einsetzen, finanziell und in der Öffentlichkeitsarbeit. „Wir sind stolz darauf, dass wir mit zehn Fairtrade Schools im Kreis ganz vorn liegen – und dass noch weitere Schulen auf dem Weg zu dieser tollen Auszeichnung sind“, sagte Petrauschke, der den Schülern einen Scheck und ein Netz mit fairen Fußbällen mitgebracht hatte. Er ermutigte die Mitglieder der Nachhaltigkeits-AG dazu, nachhaltig zu planen und weitere Schüler für ihre Arbeit zu gewinnen.

Erst im Februar war diese AG von Schülern und der Lehrerin Lucie Bergins gegründet wurden. Schon wenige Monate später erfüllte das Bettina-von-Arnim-Gymnasium alle Voraussetzungen für die Auszeichnung als Fairtrade School: Eine AG setzt sich für den Fairen Handel ein, zusammen mit Schulleiter Theodor Lindner wurde ein Fairtrade-Kompass erstellt; außerdem verkaufen Schüler Produkte aus fairem Handel in der Schulcaféteria und organisieren Aktionen. So werden Pfandflaschen in einem Container gesammelt, wobei der Erlös als Spende an ein Entwicklungshilfeprojekt in Kenia geht. Außerdem wird an dem Gymnasium das Thema Fairtrade im Unterricht thematisiert.

Seit August 2012 erhalten Schulen, die sich mit besonderen Aktionen für den Fairen Handel einsetzen und das Thema auch im Unterricht behandeln, das Fairtrade-Siegel. Annika Patz vom Verein TransFair, die den Schülern die Urkunde überreichte, zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Aktionen.

Die Schüler Carla Schreiber, Ema Tolic, Merve Güden, Samuel Barton, Maya Janssen, Annalena Margies, Hayrullah Tavuz, Elisabeth Dubovik und Lea Blocksiepen engagieren sich an dem Dormagener Gymnasium in der Nachhaltigkeits-AG. Ema Tolic zeigte sich in der Feierstunde selbstbewusst: „Wir sind zwar wenige, aber wir sind jung und wir haben schon Zuwachs bekommen“, so die Neuntklässlerin.

Weitere Informationen zu der Kampagne Fairtrade Schools gibt es auf der Internetseite www.fairtrade-schools.de.