Ein Gruppenfoto (Fairtrade-Projektleiter Harald Vieten, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Stiftungsvorstand Jens Spanjer und Kreismitarbeiterin Renate Kuglin)

Engagiert für den Fairen Handel: SchlossCafé serviert Fairtrade-Produkte

Einen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten – das will auch die Stiftung Schloss Dyck in Jüchen. Im stilvollen Ambiente des SchlossCafés werden den Gästen jetzt vermehrt Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee und Zucker serviert. Damit reiht sich das SchlossCafé ein in kreisweit rund 140 Gastronomiebetriebe, Einzelhändler, Fachgeschäfte, Weltläden und Supermärkte, die ihren Kunden bereits fair gehandelte Produkte und Waren anbieten.

„Auch als Stiftung sehen wir uns in der Verantwortung, ein Zeichen für den Fairen Handel zu setzen. Wir unterstützen deshalb aus Überzeugung die Fairtrade-Kampagne des Kreises“,  sagt Stiftungsvorstand Jens Spanjer.

Seit 2010 setzt sich der Rhein-Kreis Neuss als erster zertifizierter Fairtrade-Kreis in Deutschland nachhaltig für den Fairen Handel ein. Fairtrade sorgt dafür, dass die Kleinbauern in Lateinamerika, Afrika und Asien besser bezahlt werden und ihre Kinder zur Schule gehen können, statt oftmals zu ausbeuterischen Bedingungen auf Plantagen zu arbeiten.

„Ich freue mich darüber, dass das Bewusstsein für verantwortungsvollen Konsum wächst. Die Verbraucher legen zunehmend Wert auf Produkte, die ohne Kinderarbeit, Umweltzerstörung oder beklagenswerte Tagelöhne hergestellt werden. Der Faire Handel bietet hierzulande dazu eine gute Möglichkeit“, betont auch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der sich zusammen mit Jens Spanjer und den Kreismitarbeitern Renate Kuglin und Harald Vieten von der Qualität des Fairtrade-Kaffees im SchlossCafe´ überzeugte.

Auf der Internet-Seite www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de des Kreises finden Internet-Nutzer neben lokalen Veranstaltungsterminen auch einen „fairen“  Einkaufs- und Gastronomieführer für den Rhein-Kreis Neuss. Hier erfahren sie mit wenigen Mausklicks, welche Händler, Gastronomiebetriebe, Supermärkte und Weltläden an ihrem Wohnort fair gehandelte Produkte anbieten. Dabei muss es nicht immer fair gehandelter Kaffee sein. Auch weitere Produkte mit dem Fairtrade-Logo wie Fruchtsäfte, Wein, Zucker, Blumen, Schokolade, Kakao und Textilien finden sich zunehmend in den Regalen von Einzelhandel, Discountern und Fachgeschäften.

Unternehmen, Schulen und Institutionen, die Interesse haben, ebenfalls Produkte aus fairem Handel anzubieten, können sich bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Renate Kuglin, Tel. 02131-928-1303 informieren. Dort sind auch Informationsbroschüren zum Fairen Handel kostenlos erhältlich.

Ein Gruppenfoto

Entwicklungspolitischer Preis erstmalig verliehen

„Augenhöhe, Solidarität weltweit“ heißt der entwicklungspolitische Preis, den der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln und das katholische Hilfswerk MISEREOR erstmalig am 10. März 2013 verliehen hat. Mit der Auszeichnung soll das Engagement der Eine-Welt-Initiativen in der Erzdiözese, ob im kirchlichen oder gesellschaftlichen Kontext, anerkannt, gewürdigt und gefördert werden.

Der mit insgesamt 3.000 Euro dotierte Preis wurde im Neusser Kardinal-Frings-Haus an drei Initiativen verliehen. Insgesamt hatten sich 43 Initiativen beworben – davon allein 6 aus dem Rhein-Kreis Neuss.

 Der Geschäftsführer des Diözesanrates, Norbert Michels, der vor über 100 Gästen den Landrat des Rhein-Kreises Neuss, Hans-Jürgen Petrauschke, begrüßte, wies auf die vielfältigen entwicklungspolitischen Aktivitäten des Kreises hin und erläuterte das gemeinsam Anliegen. „Mit dem Preis wollen wir vorbildliche entwicklungspolitische Projekte belohnen, die Hilfe zur Selbsthilfe fördern, die Ursachen ungleicher Entwicklungen benennen und diese einer breiten Öffentlichkeit bewusst machen“. Ein besonderes Augenmerk sei dabei auf die Zukunftsfähigkeit des ehrenamtlichen Engagements sowie den bewusstseinsbildenden Charakter der Aktion gelegt worden.

Zum ersten Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro gratulierte MISEREOR-Geschäftsführer Thomas Antkowiak dem Förderverein der Lise-Meitner-Gesamtschule Köln-Porz e. V.. Unter dem Motto „Nicht Geiz ist geil, sondern Teilen ist topp“ habe der Verein mit dem Projekt „Eine-Welt-Arbeit in Solidarität mit den Menschen des Südens“ nicht nur Schüler- und Lehrerbesuche aus Porz in Namibia ermöglicht, sondern auch den umgekehrten Weg beschritten und Menschen aus dem Süden die Lernreise nach Europa ermöglicht. „Was aber vor allem beeindruckend ist: Wir haben festgestellt, dass die ehemaligen Schüler und Schülerinnen den Wert einer interkontinentalen Solidarität in ihr zukünftiges Leben mitnehmen und ihn auch als Erwachsene leben“, so Antkowiak.

 Thomas Nickel, Vorsitzender des Diözesanrates, lobte in seiner Laudatio für den Ökumenischen Arbeitskreis TALITA KUMI als 2. Preisträger (1.000  Euro) vor allem für dessen vielfältige Aktivitäten. „Sie reichen vom  Verkauf von Obst und Blumen auf dem Lechenicher Wochenmarkt über die Beteiligung an Gemeindefesten der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden bis hin zur Erstellung eines Adventskalenders“.

Diakon Michael Inden, Sprecher des Themenbereiches „Frieden, Entwicklung, weltkirchliche Solidarität“ des Diözesanrates, bescheinigte den Initiatorinnen der katholischen Pfarrei St. Dionysius, die mit dem 3. Preis (500 Euro) für das Projekt „Ein Herz für Pundo“ ausgezeichnet wurden, aus christlicher Überzeugung gemeinsam mit über 200 Freunden und Förderern das Projekt gegründet zu haben. „Sie haben wirklich die Not erkannt und wollen die Not lindern“.

Logo: Kampagne Fairtrade Towns

Rhein-Kreis Neuss setzt sich für Fairen Handel ein: Produkte mit Fairtrade-Siegel gibt es auch im Supermarkt

Verbraucher, die beim Einkauf etwas für gerechtere Löhne und nachhaltige Produktion in Afrika, Asien und Lateinamerika tun wollen, sollten vermehrt zu fair gehandelten Waren greifen. Fair gehandelte Produkte gibt es mittlerweile nicht nur in Eine-Welt-Läden, sondern auch in Supermärkten und in vielen Restaurants. Jahr für Jahr geben Kunden in Deutschland rund 400 Millionen Euro für fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Bananen und Blumen aus – dabei ist die Tendenz steigend.

„Weil auch immer mehr Supermärkte Lebensmittel aus Fairem Handel verkaufen, braucht der Bürger ein zuverlässiges optisches Signal. Wer zum Beispiel Waren mit dem blau-grünen Fairtrade-Logo auf schwarzem Grund kauft, kann sicher sein, dass die Standards für den Fairen Handel eingehalten werden“, erläutert Gisela Welbers, Regionalkoordinatorin der Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI). Dieses internationale Label ist ihrer Erfahrung nach ein Garant dafür, dass der Käufer auch tatsächlich die Kleinbauern in den südlichen Ländern unterstützt.

Eine ausführliche Übersicht über Anbieter von fair gehandelten Produkten im Kreisgebiet gibt es auf der von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss erstellten Internetseite unter www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de. Hier sind die Händler, Eine-Welt-Läden und Gastronomiebetriebe mit ihrem Warenangebot und Standort detailliert aufgelistet. Darüber hinaus findet der Internetnutzer Nachrichten und Termine rund um den Fairen Handel aus dem Rhein-Kreis Neuss.

Seit September 2010 trägt der Rhein-Kreis Neuss den internationalen Titel „Fairtrade-Kreis“ und ist damit eine von über 1.000 Städten weltweit, die den fairen Handel unterstützen. Weitere Informationen sowie Broschüren und Postkarten zum fairen Handel gibt es bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises unter Telefon 02131 928-1300.