Umweltmarkt am 23. Juni Plastiktüten gegen Baumwolltaschen tauschen - (c) Rhein-Kreis Neuss

Umweltmarkt am 23. Juni: Plastiktüten gegen Baumwolltaschen tauschen

Im Rahmen der Fairtrade-Kampagne sind Mitarbeiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss am Samstag, 23. Juni, von 10.30 bis 15 Uhr beim Umweltmarkt auf dem Freithof und Marktplatz in Neuss vor Ort. Am Stand des Rhein-Kreises Neuss tauschen sie kostenlos Plastiktüten gegen umweltfreundliche Tragetaschen. Das Team wird unterstützt von Thiago de Carvalho Zakrzewski, der in der Kreisverwaltung als Koordinator kommunaler Entwicklungspolitik tätig ist.

„Mit den wiederverwendbaren Fairtrade-Baumwolltaschen setzen wir ein Zeichen für den Fairen Handel und für den nachhaltigen Einsatz von Rohstoffen“, betont Kreispressesprecher Benjamin Josephs. Ziel ist, Plastikmüll zu vermeiden und möglichst viele Menschen dazu zu bringen, ihre eigene Tasche zum Einkaufen zu nutzen.

Bereits seit 2010 engagiert sich der Rhein-Kreis Neuss als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands für den Fairen Handel. So wird in den Sitzungen und im Büro des Landrats fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt. Auch zahlreiche Kreiseinrichtungen beteiligen sich an der Kampagne vom Technologiezentrum über die Förderschulen und Berufsbildungszentren bis hin zu den Museen in Sinsteden und Zons.

Der Umweltmarkt bildet am 23. Juni den Abschluss der Neusser Woche der Nachhaltigkeit. Rund 30 Initiativen, Institutionen und Unternehmen sind beim Markt der Möglichkeiten vertreten. Themen sind unter anderem nachhaltige Ernährung und umweltfreundliche Mobilität.

Von rechts: Andreas Spicks, Dennis Timmermanns, Yildirim Yilmaz, Lukas Lamla - (c) VfR Neuss/Matheisen

VfR spielt jetzt fair

Als erster Fußballverein im Rhein Kreis Neuss setzt der VfR 06 Neuss auf Fußbälle aus fairer Produktion. Der Vorstand des VfR Neuss hat heute die ersten Fairtrade-Bälle an die 1. Mannschaft des Vereins übergeben. Der VfR wird bereits das Saisonfinale am Freitag, 18. Mai, um 19.30 Uhr gegen Germania Hackenbroich III mit den neuen Bällen bestreiten. Das Spiel findet auf der Bezirkssportanlage Weckhoven statt.

Mit dieser Aktion übernimmt der VfR 06 Neuss Verantwortung für Menschen in Pakistan, die Fußbälle für den europäischen Markt in Handarbeit herstellen. Über 70 Prozent der handgenähten Fußbälle kommen aus Pakistan, die meisten davon aus der Stadt Sialkot im Nordosten des Landes. Die Arbeitsbedingungen sind meist sehr schlecht. Näherinnen und Näher verdienen oft nur einen Bruchteil des gesetzlichen Mindestlohns und Kinderarbeit ist weit verbreitet. Durch Fairtrade arbeiten Näherinnen und Näher unter besseren Arbeitsbedingungen und erhalten eine faire Entlohnung für ihre mühevolle Handarbeit. Zudem fordern die Fairtrade Standards die kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Löhne sowie ein Verbot von Kinderarbeit. Außerdem werden mit den Erlösen aus den Fairtrade zertifizierten Bällen Bildungseinrichtungen unterstützt, die vor Ort Kindern eine Schulbildung ermöglichen und Trinkwasser-Systeme aufbauen.

Geschäftsführer Lukas Lamla: „Die Idee in Zukunft Fairtrade Fußbälle beim Training und den Spielen zu nutzen, traf im Verein auf großes Interesse. Ich freue mich, dass wir damit eine Vorbildfunktion einnehmen und hoffe, dass in Zukunft auch andere Vereine aus Neuss nachziehen werden.“ Vereinspräsident Yildirim Yilmaz betont: „Die Stadt Neuss trägt den Titel Fairtrade Town. Für mich ist es deshalb nur konsequent, als Neusser Verein auch Fairtrade Bälle zu bespielen. Nicht Wasser predigen und Wein trinken sollte die Devise sein.“

Setzen auf Nachhaltigkeit (von links): Karsten Mankowsky, Marcus Temburg, Thiago de Carvalho Zakrzewski und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. - (c) M. Reuter/Rhein-Kreis Neuss

Nachhaltige Entwicklungspolitik: Landrat unterzeichnet Resolution der Agenda 2030

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hat die Erklärung „2030 – Agenda für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ unterschrieben. Mit der Musterresolution des Deutschen Städtetags sowie des Rats der Gemeinden und Regionen Europas untermauern die Unterzeichner ihre Bereitschaft, sich weiter für eine nachhaltige Entwicklungspolitik stark zu machen. Der Rhein-Kreis Neuss, der erste Fairtrade-Kreis Deutschlands, macht dies bereits im Fairen Handel und in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit, in deren Rahmen er die kolumbianischen Gemeinde Solano unterstützte.

„Nachhaltiges Handeln auf Kreis- und Kommunalebene ist eine der zentralen künftigen Herausforderungen, der sich der Rhein-Kreis Neuss im Rahmen seiner Möglichkeiten stellt“, ist sich Landrat Petrauschke mit Dezernent Karsten Mankowsky, Amtsleiter Marcus Temburg und Thiago de Carvalho Zakrzewski, dem Koordinator kommunaler Entwicklungspolitik, einig.

Ohne die Mitwirkung der Kommunen werde die internationale 2030-Agenda weitgehend wirkungslos bleiben, so die Experten. Dabei gehe es um mehr als die Fortführung der Millenniumsziele, die der Rhein-Kreis Neuss bereits 2010 mitgezeichnet habe. „Veränderungen im globalen Süden sind die eine Seite, aber auch der Norden muss sich wandeln für eine gerechtere Welt. Es geht um eine neue Perspektive, um eine neue Balance in allen Teilen der Welt, egal ob Schwellen- oder Industrieland“, heißt es.

In der Musterresolution der Agenda 2030 fordern die unterzeichnenden Kommunen Bund und Länder auf, die Bedeutung des kommunalen Engagements anzuerkennen, Kreise, Städte und Gemeinden stärker als Akteure für Nachhaltigkeit und globale Verantwortung zu berücksichtigen und dafür die Voraussetzungen zu schaffen. Kommunale Belastungen durch die Umsetzung internationaler Verpflichtungen sollen von Bund und Ländern ausgeglichen werden.

Im Rahmen eines Vernetzungstreffens, das im Ratssaal der Stadt Köln stattfand, wurde der Rhein-Kreis Neuss mit einer Urkunde ausgezeichnet und offiziell in den Kreis der Zeichnungskommunen aufgenommen.

Faire T-Shirts

Aktionswoche Fashion Revolution: Auch im Kreishaus gibt es faire T-Shirts und Taschen

Textilprodukte können auch unter fairen Bedingungen produziert werden. Darauf weist TransFair während einer Aktionswoche vom 23. bis 29. April hin. Unter dem Titel „Fashion Revolution“ wird an den fünften Jahrestag der Katastrophe in Bangladesch am 24. April 2013 erinnert: Damals stürzte die Textilfabrik „Rana Plaza“ ein und führte zum Tod von mehreren Tausend Toten und Verletzten.

Während der Aktionswoche macht TransFair darauf aufmerksam, dass die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern für die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Textilindustrie nach wie vor unbefriedigend sind. So leiden Baumwollproduzenten in Afrika und Asien weiter unter Preisschwankungen und den Folgen des Klimawandels, die es ihnen schwer machen, nur vom Baumwollanbau zu leben. Um gerechte Bedingungen in der gesamten Lieferkette zu schaffen, wurden 2016 der Fairtrade-Textilstandard und das Textilprogramm eingeführt.

Auch der Rhein-Kreis Neuss bietet als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands Produkte aus fair gehandelter Baumwolle an. Die Shirts tragen den Schriftzug „Ich trage FAIRantwortung“ und die Logos des Rhein-Kreises Neuss und von Fairtrade. Während das Erwachsenen-Shirt in türkis für 8,50 Euro angeboten wird, kostet das hellgrüne Kinder-Shirt 7,50 Euro. Türkis- und naturfarbene Einkaufstaschen aus Baumwolle werden ebenfalls verkauft: Sie sind für jeweils 1,50 Euro eine günstige Alternative zur Plastiktüte.

Die T-Shirts und Taschen sind sowohl in den Kreishäusern in Neuss und Grevenbroich als auch im Online-Shop des Rhein-Kreises Neuss erhältlich. Der Shop findet sich unter dem Link http://shop.rhein-kreis-neuss.de.

(c) Fairtrade Deutschland

Fairtrade-Award für Norbert-Gymnasium

Die Schülerfirma Fair-Trade-Company Knechtsteden freute sich jetzt über den Nachwuchspreis beim Fairtrade-Award in Berlin. „Dieser Preis ist für uns eine riesige Ehre“, freute sich Lehrer Jochen Siller, der mit einer Delegation des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden nach Berlin gefahren war. Im Rahmen der Veranstaltung mit bekannten Gästen wie Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Tsitsi Choruma, der Fairtrade-Chefin von Afrika, nahmen die Knechtstedener den ersten Preis in der Nachwuchswertung von Moderatorin Anke Engelke entgegen.

Mit dem Nachwuchspreis ehrt Fairtrade Deutschland junge Initiativen und Menschen bis 25 Jahre, die sich mit Kreativität und Enthusiasmus für fairen Handel einsetzen. Die Fair-Trade-Company Knechtsteden wurde mit ihrem Angebot – einem fairen Süßwarenautomaten sowie einem eigenen „Knechtsteden Café“ – mit dem ersten Preis belohnt. Zweiter wurde die Weltladen AG Fulda der Eduard-Stieler-Schule, die neben fairen Produkten auch globalisierungskritische Stadtrundgänge durchführt. Platz drei ging an das Start-up Tip me, das ein Plug-in für ein globales Trinkgeld entwickelt hat.

Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller lobte in seinem Grußwort das vielseitige Engagement: „Die Idee des fairen Handels ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen – das haben wir auch den vielen Ehrenamtlichen in Weltläden, in Kommunen und Schulen mit ihrem unermüdlichen Einsatz zu verdanken“, sagte er im Rahmen der Fairtrade Award-Verleihung in Berlin. „Dazu tragen auch die Partner aus der Wirtschaft bei, ob große Hersteller und Handelsketten oder kleine Start-ups. Sie machen faire Produkte für uns Verbraucher verfügbar. Wir alle haben es tagtäglich in der Hand, mit bewusstem Einkauf fairer Produkte die Lebensbedingungen für die Menschen in den Anbauländern zu verbessern.“

Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair und Jury-Mitglied, betonte: „Signifikante Verbesserungen vor Ort erreichen wir erst durch hohe Fairtrade-Absätze und langfristigen Handel auf Augenhöhe. Die Award-Preisträger treiben einerseits diese Entwicklung voran, andererseits rücken sie mit ihren Aktivitäten und ihrem Engagement die Menschen hinter den Produkten in den Blickpunkt der Gesellschaft.“

Weitere Informationen zum Fairtrade-Award – auch zu den übrigen Preisträgern – finden sich im Internet unter https://www.fairtrade-deutschland.de/aktiv-werden/aktuelle-aktionen/fairtrade-awards-2018.html.

Vertreter der Kommunen sowie von Eine-Welt-Gruppen und Schulen trafen sich im Neusser Kreishaus zur Fairtrade-Steuerungsgruppe. - (c) Rhein-Kreis Neuss

Fairtrade-Steuerungsgruppe traf sich im Kreishaus: Engagement bei der Woche der Nachhaltigkeit

Projektideen und künftige Möglichkeiten zur Zusammenarbeit standen jetzt im Mittelpunkt beim Treffen der Fairtrade-Steuerungsgruppe Rhein-Kreis Neuss. Im Neusser Kreishaus kamen Vertreter aus Neuss, Dormagen, Jüchen, Rommerskirchen und Mönchengladbach sowie von Eine-Welt-Läden, Fairtrade-Schulen und der NEWI zusammen. Thema war unter anderem ein gemeinsames Engagement bei der Neusser Woche der Nachhaltigkeit vom 18. bis 23. Juni 2018.

Der bisherige Fairtrade-Kampagnenleiter des Rhein-Kreises Neuss Harald Vieten übergab sein Amt an den neuen Kreis-Pressesprecher Benjamin Josephs. „Wir haben viel zusammen erreicht; bei uns im Kreis setzen sich viele Menschen und Einrichtungen für den Fairen Handel ein“, blickte Vieten zurück. So ist Dormagen nach der Stadt Neuss und der Gemeinde Jüchen bereits die dritte Fairtrade-Kommune im Rhein-Kreis Neuss. Er zeigte sich zuversichtlich, dass noch mehr Kommunen im Kreis hinzukommen. „Auch Grevenbroich und Rommerskirchen haben sich bereits auf den Weg zur Fairtrade Town gemacht“, so Vieten. Darüber hinaus haben sich bisher zehn Schulen im Kreis als Fairtrade School qualifiziert. Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands Schulen, die sich für die Fairtrade-Idee einsetzen, finanziell und in der Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen zum Fairen Handel im Rhein-Kreis Neuss gibt es bei Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter Telefon 02131 928-1303.

Faire-Kamelle-beim-Grefrather-Tulpensonntag

Faire Kamelle beim Grefrather Tulpensonntag

Gefragt war die faire Kamelle der Kinder-Tanzgarden beim Grefrather Tulpensonntagszug: Die Nachwuchsgruppen der Karnevalsfreunde Grefrath verteilten insgesamt 1.000 fair gehandelte Schokotäfelchen bei ihrem Umzug. Denn sie gehörten zu den Gewinnern beim Facebook-Gewinnspiel „Faire Kamelle“ des Rhein-Kreises Neuss.

Linda Plum von den Karnevalsfreunden Grefrath hatte sich mit ihrem Verein für die faire Ka-melle beworben; zusammen mit Vorstandsmitglied Jan Richter und Vertretern der Jordan-Bienchen, -Starlights, -Rainbows und -Diamonds freute sie sich über den unerwarteten Kamelleregen. Insgesamt hatten rund 50 Vereine aus dem Kreisgebiet bei dem Gewinnspiel mitgemacht; drei Karnevalsgesellschaften hatten Losglück. Zu den Gewinnern gehörten neben den Grefrathern auch die Mini-Minis der Tanzgarde Blau-Weiß Nievenheim und die Tanzgarde des Närrischen Sprötztrupps Gustorf.

Vorstellung des neuen Kamelle-Büggels mit Gisela Welbers, dem Neusser Prinzenpaar Dieter und Heike Hahn und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke - (c) Rhein-Kreis Neuss

Närrisch-faires Frühstück mit der NEWI

Jecke Karnevalsstimmung herrschte beim närrisch-fairen Frühstück im Eine Welt-Café F(l)air an der Drususallee in Neuss. Das Prinzenpaar nebst Gefolge, der KA Neuss mit Präsidium und Vereinen sowie Vertreter des Rhein-Kreises Neuss und der Stadt Neuss waren der Einladung zum 16. Mal zum närrisch-fairen Frühstück gefolgt. Die Neusser Eine Welt-Initiative lädt traditionell am Donnerstag vor Altweiber zum Frühstück ein.

NEWI-Vorsitzende Gisela Welbers nutzte das Zusammentreffen von Eine-Welt-Akteuren und Karnevalisten für den ausdrücklichen Dank an die Anwesenden, dem Neusser  Karneval mit fairen „Leckerschen“ besonderen Glanz zu fair-leihen. In diesem Jahr hatte sie prominente Unterstützung: Der 1. Vorsitzende der „Jecke Fairsuchung e.V.“ , Roland Mohlberg aus Brühl, überreichte die Sessionsorden der Kampagne mit dem Motto „Raderdoll es die janze Welt! Aävver jeck un fair is dat, wat zällt!“ Die Orden wären nicht nur Ehrung, sondern auch Verpflichtung, in Neuss weiterhin den Fairen Kamellen einen besonderen Platz einzuräumen. Denn es würden nicht nur faire Kamelle von Vereinen, Tanzgarden und dem Bürgermeister geworfen, der KA Neuss  räume dem NEWI-Frühstück und dem Thema Fairtrade in seinem jährlichen Kappes-Journal einen wichtigen Platz ein.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke stellte die Verlosungsaktion der je 1.000 fairen Schokoladentäfelchen an drei Kinder-Tanzgarden aus dem Rhein-Kreis vor, die bei den Umzügen nun reichlich faires Wurfmaterial in die Zuschauerreihen werfen können. Er erwähnte, dass  der Rhein-Kreis Neuss – der erste Fairtrade-Kreis Deutschlands – am Vorabend der KA-Veranstaltung im Kreishaus den Rahmen geboten hätte, um den Hopfennarr Manfred Holz zum Botschafter für den Neusser Karneval zu ernennen.

Wie sagte der ebenfalls anwesende Botschafter Manfred Holz: „Im Neusser Karneval gibt es einen Dreiklang: jeck & fair & sozial! Letzteres spiegelt sich laut KA-Präsident Jakob Beyen besonders  im inklusiven Ansatz des Kappessonntagszuges wider; 400 junge und ältere Menschen mit Handicap nehmen am Umzug teil! Auf dieses gemeinsame Feiern legt auch die integrative Sitzung „Jeck op Jeckerei“ im Martin-Luther-Haus besonderen Wert. „Für unsere Sitzung ist das anteilig faire Wurfmaterial seit 2003 obligatorisch“, so Pfarrer Franz Dohmes.

Den Höhepunkt bildete die Ehrung des Prinzenpaares, wobei Prinz Dieter Hahn ansprach, dass das Prinzenpaar faire Geschenke bei den Besuchen in Einrichtungen wie Kitas, Altenheimen, Schulen etc. überreiche. Für die beiden ersten Repräsentanten des Neusser Karnevals gab es den „NEWI Tassenorden“ des Neuss Café und faire Rosen für Novesia Heike. Zum Abschluss wurde der neue Kamelle-Büggel vorgestellt, den KA Neuss und NEWI gemeinsam entworfen haben und nachhaltig-fair produzieren ließen. Der frisch bedruckte Beutel tritt ab dieser Session die Nachfolge der 700 Stück Erstauflage an, die vor sechs Jahren eingeführt wurden.

Manfred Holz (M.) wurde zum Botschafter des Neusser Karnevals er-nannt. - (c) S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss

Manfred Holz ist jetzt Botschafter des Neusser Karnevals

Der Neusser Karneval hat jetzt einen eigenen Botschafter: Manfred Holz, bereits seit Juli 2011 Ehrenbotschafter von Trans-Fair, freute sich über diesen neuen Ehrentitel. Im Kreishaus Neuss ernannte ihn der Neusser Karnevalsausschuss (KA) auf Lebenszeit zum Botschafter des Neusser Karnevals.

KA-Präsident Jakob Beyen betonte in seiner Rede, dass er sich keinen engagierteren und glaubwürdigeren Botschafter als Manfred Holz vor-stellen könne. Auch der KA setze sich zusammen mit der Neusser Ei-ne Welt Initiative (NEWI) für den Fairen Handel ein. So sind mittler-weile zehn Prozent des Wurfmaterials am Kappessonntagszug fair gehandelte Produkte.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hob den Einsatz von Manfred Holz als Trans-Fair-Ehrenbotschafter hervor: „Der heute Geehrte hat bislang schon mehr als 100 Städte und Gemeinden als Fairtrade-Towns ausge-zeichnet – ein Engagement, das wir als erster Fairtrade-Kreis Deutsch-lands natürlich besonders begrüßen.“

Manfred Holz erschiene zu seiner Ernennung im alemannischen Hop-fennarren-Kostüm. „Für mich ist es nicht nur eine Ehre, sondern eine große Fair-Pflichtung, Botschafter des Neusser Karnevals zu sein“, freute er sich.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (4.v.r.) und Kreis-Pressesprecher Ha-rald Vieten (2.v.r.) überreichten den Vertretern der Tanzgarden aus dem Kreis die faire Schokolade. - (c) L. Berns / Rhein-Kreis Neuss

Fairer Kamelleregen für den jecken Nachwuchs

Faire Kamelle wird bei den Karnevalsumzügen in Neuss-Grefrath und Dormagen-Nievenheim am Karnevalssonntag und beim Rosenmontagszug in Grevenbroich-Gustorf verteilt. Denn die Tanzgarden der Karnevalsfreunde Grefrath, der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Nievenheim und des Närrischen Sprötztrupps Gustorf haben jeweils 1.000 fair gehandelte Schokotäfelchen beim Facebook-Gewinnspiel des Rhein-Kreises Neuss gewonnen. Diese verteilen sie nun bei ihren Umzügen am 11. und 12. Februar.

Insgesamt rund 50 Vereine aus dem Kreisgebiet hatten bei dem Gewinnspiel mitgemacht; drei Karnevalsgesellschaften hatten Losglück. Beim Empfang im Neusser Kreishaus gratulierte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke den Siegern und überreichte ihnen das Wurfmaterial. „Mit dem fairen Kamelleregen setzen wir als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands ein Zeichen für den Fairen Handel und unterstützen gleichzeitig den jecken Nachwuchs“, sagte der Landrat.