Grupo Sal führte die Besucher der Konzertlesung für Amazonien in die geheimnisvolle Welt des Regenwaldes

 

Ein Gruppenfoto

© NEWI

Grupo Sal führte die Besucher der Konzertlesung für Amazonien am vergangenen Freitag, 4.5.12, im Pauline-Sels-Saal experimentell und beschwingt in die geheimnisvolle Welt des Regenwaldes.

Nach einem Sektempfang im Foyer des Romaneums konnten sich die Gäste entspannt auf die künstlerischen Impressionen der Musikgruppe einlassen.

Zwischen leidenschaftlicher Musik und hervorragendem Gesang wurden die Zuschauer Zeugen indigener Rituale und der Lebensweisheit der Regenwaldbewohner.

“Die Erde wird auch ohne uns ihre Bahn ziehen. Wir brauchen sie, nicht sie uns.“,  so Abadio Green.  „Wir möchten nicht so leben wie ihr. Denn dafür würden wir drei Erdbälle benötigen. Wir möchten nur respektiert werden und weiter in enger Gemeinschaft mit unserer Mutter Erde leben.”

Die in spanischer Sprache vorgetragenen Texte wurden gleich einem Zwiegespräch von Thomas Brose vom Europäischen Klimabündnis übersetzt und neben eigenen Texten vorgetragen.

Die Worte von Abadio Green, untermalt von gefühlvollen Lichtprojektionen des iranischen Zeichners Mehrdad Zaeri,  gingen nicht spurlos am Neusser Publikum vorüber. Zurück blieben hohe Wertschätzung und  die Nachdenklichkeit über unseren Anteil am Verlust dieses Lebensraumes und Kulturgutes AMAZONIEN.

Zwischendurch gelang es Grupo Sal immer wieder, den Spannungsbogen zu Musik und Fröhlichkeit in das Publikum hinein zu ziehen. Die Gruppe wurde ihrem Anspruch überaus gerecht, eine Stimme zu sein im vielschichtigen Dialog zwischen den Welten.

Der Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI) und den beteiligten Ämtern der Stadt Neuss ist es mit diesem Konzert gelungen, eine wesentliche Erkenntnis an die Zuhörerinnen und Zuhörer zu vermitteln:

“Es ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern vielmehr eine Frage der Vernunft, Jahrtausende alte Anpassungsstrategien bei den Lösungen für unsere ‘modernen’ Krisen mit einzubeziehen.”

Internationaler Tag des Fairen Handels: Aktionen vom Frühstück bis zum Infostand

Zum Internationalen Tag des Fairen Handels am Samstag, 12. Mai, ruft Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die Menschen im Rhein-Kreis Neuss dazu auf, sich mit Aktionen an diesem Tag zu beteiligen. Ganz gleich ob Privatpersonen, Aktionsgruppen, Kirchengemeinden, Kindergärten, Schulen, Unternehmen oder Handel und Gastronomie – alle können dazu beitragen, dass Produkte aus fairem Handel noch bekannter werden.

Mit dem Kauf von fair gehandelten Waren kann jeder Einzelne benachteiligte Kleinbauern in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützen. Der Rhein-Kreis Neuss setzt sich für den Fairen Handel ein und erfüllte als erster Kreis in Deutschland vor anderthalb Jahren alle internationalen Kriterien, um das Fairtrade-Siegel zu erhalten. Mit wenigen Mausklicks erfahren die Menschen im Rhein-Kreis Neuss mit Hilfe des Einkaufs- und Gastronomieführers, welche Unternehmen und Gastronomiebetriebe in ihrem Wohnort Produkte aus fairem Handel verkaufen.

Während fairer Kaffee aus Kolumbien, Tee aus Indien und Blumen aus Kenia früher nur vereinzelt angeboten wurden, sind diese Produkte heute im Trend. Im vergangenen Jahr gingen in Deutschland Fairtrade-Produkte im Wert von rund 400 Millionen Euro über die Ladentheke – 18 Prozent mehr als Jahr 2010. Nicht nur Eine-Welt-Läden, sondern auch Supermärkte, Discounter, Restaurants und Cafés bieten fair Gehandeltes an. Seit der Gründung vor 20 Jahren verzeichnete Transfair – in Deutschland für die Vergabe des begehrten Siegels zuständig – einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Kaffee ist nach wie vor am beliebtesten, gefolgt von Blumen und Bananen.

Wer diese und weitere Produkte aus fairem Handel noch bekannter machen will, kann sich am 12. Mai an Aktionen vom Frühstück bis zum Infostand beteiligen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Kirchen laden zum Fairen Frühstück mit Kaffee, Tee, Fruchtsäften, Honig und Marmelade ein; Unternehmen verteilen einen Tag vor dem Muttertag frische Blumen mit dem Siegel des Flower Label Programms (FLP). Eine-Welt-Gruppen informieren mit Broschüren über ihre Arbeit; Supermärkte und Cafés werben mit Verkostungsständen für fair gehandelte Getränke oder Brotaufstriche.

Weitere Informationen sowie Broschüren und Postkarten zum Fairen Handel sind unter der Rufnummer 02131/928-1300 bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erhältlich.

NEWI schenkte “fairen” Kaffee beim Stadtfest aus

Der fair gehandelte Städtekaffee “Neuss Cafe´” der Kampagne “Die Rheinische Affaire” feiert seinen zehnten Geburtstag. Im Zuge des Neusser City-Festes haben Mitglieder der Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI), prominente Unterstützer und Mitarbeiter der Stadt Neuss den Kaffee vor dem Rathaus ausgeschenkt. Innerhalb der letzten zehn Jahre wurden nach Angaben der NEWI in Neuss mehr als neun Tonnen fair gehandelter Kaffee verkauft.

 

Schüler aus Kleinenbroich machen deutschlandweit Fairtrade-Mode

Für Henna Bülbül von der Gutenbergschule aus Kleinenbroich war es ein ganz besonderer Tag. Das von Ihr entworfene T-Shirt wurde jetzt zum Start der deutschlandweiten Fairtrade-Kinder-Kollektion der Modekette Adler der Öffentlichkeit vorgestellt. Als Fairtrade-T-Shirt ist es jetzt in 116 Adler-Modemärkten und online zu kaufen.

Henna ist eines von über 90 Grundschulkindern, die sich im September vergangenen Jahres an der “fairen” Modeschau “Alles Jacke wie Hose?” der Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI) beteiligt hat. Damals konnte Schirmherr und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und NEWI-Koordinatorin Gisela Welbers der Offenen Ganztagsschule (OGS) Gutenbergschule nicht nur den Gruppen-Siegerpreis auf den Freijthof in Neuss überreichen, sondern Henna gewann auch mit ihrem T-Schirt-Entwurf den begehrten Einzelpreis. Denn die Modekette Adler hatte versprochen, das Gewinner-T-Shirt zu produzieren und deutschlandweit zu vermarkten.

Im Neusser Adler-Modemarkt an der Römerstraße konnten sich jetzt Kinder, Eltern, Lehrer, Landrat und NEWI vom Ergebnis überzeugen. “NEWI steht für das Machen”, freut sich Gisela Welbers über den Erfolg ihrer Idee zur fairen Modeschau. “Die von den Kindern selbst hergestellten T-Shirts durften nur aus Altkleidern bestehen. Außerdem konnten wir den Grundschülern und den OGS-Leiterinnen in Workshops einiges zum Thema Baumwollanbau, Produktionsschritte von fairen Textilien und Kinderarbeit beibringen.”

Landrat Petrauschke, der den Rhein-Kreis Neuss 2010 zum ersten Fairtrade-Kreis Deutschlands führte, ist überzeugt davon, dass sich ein gutes Gefühl für Verbraucher, eine wirksame Hilfe für die ärmeren Menschen der Welt sowie ein lohnendes Geschäft für den Einzelhandel unter einen Hut bringen lässt: ” Mit dem Kauf fair gehandelter Produkte verändern wir zusammen mit vielen Tausend anderer Konsumenten ein Stück weit unsere Welt. Auch beim Kauf von Textilien lohnt es sich deshalb auf das Fairtrade-Siegel zu achten, um ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit zu setzen.” Petrauschke dankte der NEWI und der Modekette Adler für ihren vorbildlichen Einsatz im Fairen Handel, aber auch den OGS-Leiterinnen und den beteiligten Kindern für das besondere Engagement.

Die Baumwolle der Adler-Textilien stammt von Bauern der Kooperative Agrocel in Indien, die seit 2005 Fairtrade-zertifiziert ist. Durch die Fairtrade-Kollektion von Adler können die Bauernfamilien jetzt noch mehr Baumwolle über den Fairen Handel verkaufen und neue soziale Projekte in Angriff nehmen, erläuterte Nuncan Alinc von TansFair Deutschland e.V.

Der Rhein-Kreis Neuss hat einen “fairen” Einkaufs- und Gastronomieführer im Internet unter www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de erstellt. Dort gibt es auch Veranstaltungshinweise und Informationen zu den Partnern und rund um das Thema Fairer Handel.

Vorbildlich: Sebastianus-Schule trinkt fairen Kaffee

Ein Gruppenfoto

Hans-Jürgen Petrauschke (l.) freut sich, dass in der Sebastianus-Schule, der Förderschule des Rhein-Kreises Neuss für Geistige Entwicklung, nur noch fairer Kaffee getrunken wird

Herkömmlicher Kaffee ist ab sofort in der Sebastianus-Schule tabu – nur noch fairen Kaffee trinken die 28 Lehrer und 32 Mitarbeiter der Förderschule für Geistige Entwicklung. Damit ist nach den Rhein-Kreis Neuss Kliniken, den Seniorenhäusern und dem Technologiezentrum Glehn eine weitere Einrichtung des Rhein-Kreises Neuss auf fairen Kaffee umgestiegen.

“Wir sehen uns als Kreis in der Verantwortung, Zeichen zu setzen für mehr fairen Handel”, betont Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. “Viele unserer Einrichtungen wechseln zu fairen Produkten und sind damit Vorbild für andere Unternehmen und Institutionen.” Wer diesen Kaffee und Tee ausschenke, sorge für faire Preise sowie für die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Im Lehrerkollegium der Sebastianus-Schule und unter den Betreuern findet der Kaffee aus fairem Handel guten Zuspruch. Schulleiterin Anette Stauche begrüßt die Entscheidung der Schulkonferenz für den fairen Kaffee: “Viele unserer Kollegen unterstützen bereits sehr lange die Fairtrade-Kampagne. Wer fairen Kaffee trinkt, zahlt nur wenige Cent mehr pro Tasse als bei herkömmlichem Kaffee.” Auf diese Weise könnten Lehrer und Betreuer in der Förderschule des Rhein-Kreises Neuss ihren Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten.

Der Rhein-Kreis Neuss wurde im Jahr 2010 als erster Kreis in Deutschland für sein Engagement mit dem internationalen Fairtrade-Siegel ausgezeichnet. Auf der Internetseite finden Internetnutzer neben lokalen Terminen auch einen Einkaufs- und Gastronomieführer. Hier erfahren sie mit wenigen Mausklicks, welche Händler, Gastronomiebetriebe und Eine-Welt-Läden an ihrem Wohnort fair gehandelte Produkte anbieten. Dabei muss es nicht immer fair gehandelter Kaffee sein. Auch weitere Produkte aus fairem Handel wie Fruchtsäfte, Wein, Zucker und Schokolade finden sich in Eine-Welt-Läden sowie in den Regalen von Einzelhandel, Supermärkten und Discountern.

Weitere Informationen zum fairen Handel sind unter der Rufnummer 02131/928-1300 bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kostenlos erhältlich.

Fairtrade Award 2012 für das „Netzwerk Faire Metropole Ruhr“

(Berlin/Herne) Sie machen Fairtrade zu etwas Besonderem: Menschen und Unternehmen, die sich für den Fairen Handel einsetzen. Zum dritten Mal verlieh TransFair in Berlin den Fairtrade-Award für herausragendes Engagement für den Fairen Handel. “Nach 20 Jahren ist Fairtrade selbstbewusst, am Puls der Zeit und in den Köpfen vieler Menschen angekommen”, so die Moderatorin des Abends Anke Engelke. Klaus Töpfer, Schirmherr des Jubiläums von TransFair, würdigte das kreative und wirtschaftliche Potential: “Die Fairtrade-Bewegung zeigt, dass ein anderes Wirtschaften möglich ist und Globalisierung nicht auf dem Rücken der Armen ausgetragen werden muss.”

Der Faire Handel lebt von der Vielzahl engagierter Bürger, die sich Tag für Tag einsetzen, ihn zu verbessern und bekannter zu machen”, sagte  der Schauspieler Joachim Król. Den Award für Zivilgesellschaft überreichte er dem „Netzwerk Faire Metropole Ruhr“ für den Einsatz, 53 Kommunen und vier Kreise des Ruhrgebiets auf den Weg zur Fairtrade-Großregion zu bringen.’ Das Netzwerk setzt sich dafür ein, dass das Revier zu einer Modellregion für Fairen Handel wird. Städte und öffentliche Einrichtungen sollen sich verpflichten, verstärkt fair gehandelte Produkte zu kaufen bzw. anzubieten. Bis Ende 2012 sollen sich alle Kommunen und Landkreise der Region auf den Weg machen Fairtrade-Städte und Kreise zu werden. Markus Heißler, Sprecher des Netzwerks und Eine Welt Koordinator im mittleren Ruhrgebiet, blickt optimistisch in die Zukunft: „Bochum, Gelsenkirchen und Recklinghausen sollen in diesem Jahr noch ausgezeichnet werden. Die  Auszeichnung mit dem Fairtrade Award unterstützt uns auch noch die anderen Städte in der Region auf den Weg zu bringen.“

Engagierte aus Weltläden, Eine-Welt-Zentren, kirchlichen Einrichtungen und Agenda-Büros haben sich bereits 2008 zum Netzwerk Faire Kulturhauptstadt Ruhr.2010 zusammengeschlossen. Mit der Magna Charta Ruhr.2010, einem Beschluss aller Ruhrgebietskommunen  gegen ausbeuterische Kinderarbeit, hat das Netzwerk im Kulturhauptstadtjahr einen ersten Meilenstein erreicht. Seit 2011 firmiert das Netzwerk unter der Überschrift Faire Metropole Ruhr und unterstützt die Kommunen Faire Städte zu werden. Foto: Peter Rytz.

Für eine gerechtere Welt: Fairer Kaffee im Technologiezentrum Glehn

Rhein-Kreis Neuss/Glehn.

Wenn im Technologiezentrum Glehn (TZG) des Rhein-Kreises Neuss Kaffee oder Tee angeboten wird, dann kommt er ab jetzt nur noch aus fairem Handel. Sowohl in Glehn als auch im TZG Business-Center Neuss trinken die 50 Mitarbeiter fair gehandelten Kaffee und Tee – ganz gleich ob bei Besprechungen, im Gespräch mit Besuchern oder im Büro. Bereits seit vergangenem Jahr servieren die Küchenchefs den 250 Bewohnern in den beiden Seniorenhäusern des Kreises und den jährlich rund 25 000 stationären Patienten in den Rhein-Kreis Neuss Kliniken in Grevenbroich und Dormagen fair gehandelte Getränke.

“Damit ist das Technologiezentrum ebenso wie die Seniorenhäuser und Kliniken des Rhein-Kreises Neuss ein Vorbild für andere Unternehmen und Einrichtungen”, erläutert Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Seiner Ansicht nach könnten fair gehandelte Produkte in noch viel mehr Firmenkantinen als bisher verkauft werden: “Wer diesen Kaffee und Tee, Orangensaft oder andere Produkte aus fairem Handel anbietet, hilft notleidenden Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, mit eigener Arbeit ihren Lebensunterhalt zu sichern.” Auch im Büro des Landrats sowie bei allen Sitzungen der politischen Gremien wird nur noch fair gehandelter Kaffee oder Tee serviert.

 

Vor der Einführung des neuen Kaffees in der Glehner Weiterbildungseinrichtung probierte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke den fair gehandelten Kaffee gemeinsam mit den beiden TZG-Geschäftsführern Jürgen Steinmetz und Norbert Kothen sowie mit TZG-Mitarbeiterin Dagmar Giffels. “Auch bei unseren Gästen findet der Kaffee guten Zuspruch”, so Norbert Kothen. “Gleichzeitig leisten wir damit einen kleinen Beitrag für eine gerechtere, bessere Welt.”

 

Der Rhein-Kreis Neuss setzt sich nachhaltig für den fairen Handel ein. Im Jahr 2010 wurde er als erster Kreis in Deutschland für sein Engagement mit dem internationalen Fairtrade-Siegel ausgezeichnet. So hat die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises eine “faire” Internetplattform für alle Akteure im Kreisgebiet erstellt. Unter www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de finden Internetnutzer neben lokalen Terminen auch einen Einkaufs- und Gastronomieführer. Auf diese Weise erfahren sie mit wenigen Mausklicks, welche Händler, Gastronomiebetriebe und Eine-Welt-Läden an ihrem Wohnort fair gehandelte Produkte anbieten. Mit Hilfe des sozialen Netzwerks “Twitter” können sie diese Nachrichten seit kurzem schnell und bequem auch an Freunde und Bekannte weitergeben.

 

Informationsbroschüren zum fairen Handel und weitere Informationen zu dem Thema sind unter der Rufnummer 02131/928-1300 bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kostenlos erhältlich.

Energie-/Ernährungspodium

Am Dienstag dem 20. März 2012 um 19.30 Uhr veranstalten VHS und NEWI gemeinsam ein Energie- und Ernährungssymposium mit dem Titel “Unsere Energiezukunft … der Mensch, die Technik” im Pauline-Sels-Saal des Romaneums in Neuss.

ZUKUNFT von sieben Milliarde Menschen? WER? WO? WIE? Diese und andere Fragen wird die Veranstaltung thematisieren und Engagierten und Interessierten die Möglichkeit zum Dialog mit Expertinnen und Experten aus Politik, Umwelt- und Entwicklungsverbänden bieten.

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen erbeten unter www.vhs-neuss.de oder per Telefon: 02131-90 4105.

Download des Flyers

Im ersten “Fairtrade-Kreis” werfen die Jecken fair gehandelte Kamelle unters Volk

Ein Gruppenfoto

"Nüsser hant Kamelle-FAIRStand": 100 Taschen werden in diesem Jahr Premiere bei den Karnevalisten haben. Darüber freuen sich Reiner Franzen, Dr. Alfred Raible, Prinz Christian I. und seine Novesia Stephanie II., Thomas Nickel und Gisela Welbers (von links)

Im Rhein-Kreis Neuss, dem ersten “Fairtrade-Kreis” in Deutschland, haben die Narren nicht nur gute Laune, sondern auch Verantwortungsgefühl. In der bald beginnenden “fünften Jahreszeit” werfen die Jecken im Rahmen des Neusser Kappessonntagszugs wieder ganz besondere Süßigkeiten unters Volk: Die Kamelle kommen direkt von den Herstellern, werden fair gehandelt und stammen zum größten Teil aus biologischem Anbau. Außerdem sind sie “wurftauglich” und möglichst umweltschonend verpackt.

In der Stadt Neuss, der “Hauptstadt des Fairen Handels”, die zugleich eine der ersten “Fairtrade Towns” in Deutschland war, sieht sich auch der Karnevalsausschuss in der moralischen Verpflichtung, “das Bestreben nach sozialer Gerechtigkeit im Welthandel und nach kulturellem Austausch zu fördern”. Zusammen mit dem Karnevalsausschuss hat die Neusser Eine-Welt-Initiative (NEWI) jetzt die “Nüsser Kamelle-Büggel” entworfen und in Stoff umgesetzt.

“Innerhalb kürzester Zeit hatte der Karnevalsausschuss viele Bestellungen aus den Reihen der Vereine vorliegen”, freute sich NEWI-Regionalkoordinatorin Gisela Welbers bei der Übergabe der ersten “Kamelle-Büggel” an Prinz Christian I. und den stellvertretenden Neusser Bürgermeister Thomas Nickel im Café Flair. Nickel lobte den vorbildlichen Einsatz des Karnevalsausschusses und der NEWI für den Fairen Handel in der Stadt Neuss.

Bereits in der Session 2010/2011 konnte der Karnevalsausschuss alle Mitglieder und das Prinzenpaar gewinnen, einen Teil ihres Wurfmaterials mit fair gehandelten Süßigkeiten zu bestücken. “Sie bieten eine verantwortungsbewusste und öffentlichkeitswirksame Alternative zum normalen Wurfmaterial”, heißt es. Für den Neusser Karneval ist HIT-Markt-Geschäftsführer Andreas Stuhlmüller, auch zweiter Vorsitzender der Gesellschaft “Blauen Funken”, für den Einkauf tätig.

Der Karnevalsausschuss, und hier besonders die beiden “Väter” der Idee, Jakob Beyen und Reiner Franzen, wollen fair gehandelte Produkte fest in der heimischen Narretei verankern. Dazu ist das Gremium auch Mitglied der NEWI unter Leitung von Dr. Alfred Raible und Christine Zenke geworden. Der Karnevalsausschuss möchte mit dieser Initiative der erste jecke Dachverband in Deutschland werden, der “faire” Kamelle während seines Umzugs gesellschaftsfähig macht.

Christel Cremer: Sie setzt sich für die Armen in Brasilien ein

Ein Dame vor einem Fairtrade Stand

Christel Cremer: Sie setzt sich für die Armen in Brasilien ein

Einen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten – dafür engagieren sich im Rhein-Kreis Neuss, der seit 2010 erster Fair-Trade-Kreis Deutschlands ist, viele Menschen. Einige von ihnen setzen sich bereits seit Jahrzehnten für den Fairen Handel ein – so auch Christel Cremer aus Grevenbroich-Noithausen.

Während sich die Menschen in ihrer Heimatstadt Grevenbroich auf Weihnachten vorbereiten, packt Christel Cremer ihre Koffer: Am 4. Dezember startet die 83-Jährige mit dem Flugzeug in Richtung Brasilien und verbringt dort die Advents- und Weihnachtszeit. “Das wird ein Besuch bei Freunden”, freut sie sich und fügt hinzu: “Ich fliege jetzt schon zum achten Mal nach Südamerika. In diesem Jahr geht die Reise zu einem Sozialwerk nach Sao Paulo.” Im Gepäck hat sie nicht nur Geschenke für die Kinder und Jugendlichen, sondern auch ein Messgewand und eine Stola. Denn in der größten brasilianischen Stadt nimmt die Grevenbroicherin an der Weihe ihres Patenkindes teil.

Wie kam Christel Cremer zu dem Engagement in Brasilien? “Das fing alles vor 20 Jahren an”, blickt sie zurück. “Damals bekamen wir in St. Mariä Geburt Noithausen Besuch aus einer Pfarrgemeinde in Brasilien. Die Pfarrer baten uns um Unterstützung, so dass Alte Allegro zu unserer Partnergemeinde wurde.” Für Christel Cremer beschränkte sich diese Hilfe von Anfang an nicht auf finanzielle Unterstützung – sie fuhr kurz entschlossen mit einer Gruppe aus Grevenbroich mit nach Brasilien. Seit dieser ersten Reise nach Brasilien steht für sie fest: “Die Menschen sind so arm; da versuchen wir so viel für sie zu tun wie möglich.”

Nicht nur im Handarbeitskreis des Seelsorgebereichs Elsbach / Erft strickt und häkelt die Grevenbroicherin für den guten Zweck – auch mit der Eine-Welt-Gruppe Grevenbroich verkauft sie auf Pfarrfesten und anderen Veranstaltungen Produkte aus Afrika, Asien und Lateinamerika. An jedem zweiten Sonntag im Monat steht die rüstige Rentnerin in ihrer Heimatgemeinde Noithausen am Eine-Welt-Stand; darüber hinaus ist sie regelmäßig gemeinsam mit weiteren Helfern beim Eine-Welt-Verkauf von Kaffee und Tee bis hin zu Brotaufstrich und Schokolade auf dem Grevenbroicher Marktplatz vertreten. “Ich möchte ein bisschen mit dazu beitragen, dass es gerechter zugeht in unserer Welt”, sagt sie.

Voller Vorfreude auf die Priesterweihe ihres Patenkindes steigt Christel Cremer ins Flugzeug. Bereits voraus gereist sind mehrere Pakete für die Kinder in Sao Paulo. Die gelernte Modistin, die gebürtig aus Noithausen stammt und seit über 20 Jahren Witwe ist, hat vor allem Kleidung für die Freunde in Brasilien gesammelt. Unterstützt wird sie bei ihrem Engagement von vielen Freunden, aber auch von ihrer Familie – ihrem Sohn, den beiden Enkelkindern und vier Urenkelkindern.

Fairer Martins-Schokoriegel

Vogel mit Schokoladenriegel im Schnabel

Gans Auguste

Bereits im vergangenen Jahr hat der faire Martinsriegel vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ vielen Kindern das Martinssingen versüßt. Der faire Schokoriegel wird auch in diesem Jahr wieder in den Eine-Welt-Läden im Rhein-Kreis Neuss angeboten (s. Einkaufs- und Gastroführer) und trägt eine wichtige Botschaft: Wenn wir fair teilen, sorgen wir dafür, dass die Welt gerechter wird, dass Menschen besser leben können.

Präsentiert wird er von der Gans Auguste, die als Botschafterin des Fairen Teilens die Welt bereist und den Kindern mit Nachrichten und Geschichten das Schicksal von Kindern aus fernen Ländern näher bringt.

Parallel zum fairen Riegel bietet das Kindermissionswerk Aachen auf seiner Internetseite www.kindermissionswerk.de/martin auch die Aktionsbroschüre „St. Martin und Auguste“ mit Anregungen für das Martinsfest in Kindergärten, Grundschulen oder Gemeinden. Zusätzlich bietet diese Interseite auch Bastelvorschläge für die Martinslaterne, Lieder, Rezepte und weiter Anregungen für das Martinsfest an.

Mit fair gehandelten Süßigkeiten in der Martinstüte wird doppelte Freude verschenkt!

Neue “Pfa(i)rgemeinde“ Thomas Morus

 

Logo: Pfairrgemeinde

Pfairrgemeinde

Die Gemeinde Thomas-Morus in der Nordstadt erfüllt die Kriterien einer „Pfa(i)rgemeinde“, die sich intensiv für den fairen Welthandel einsetzt. Sie nutzt fair gehandelte Produkte und wirbt mit verschiedenen Aktionen für die gute Sache. Die Übergabe einer entsprechenden Urkunde erfolgte bereits am Sonntag den 16.10.2011 im Rahmen eines Gottesdienstes.

 

 

Weltrekord geschafft! Danke für 6087 Tassen “fairen” Kaffee aus dem Rhein-Kreis Neuss

Weltrekord geschafft

Weltrekord geschafft

Schon zur Halbzeit der Kaffee.Pause.Fair konnte TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath die positive Nachricht verkünden: Der Weltrekord ist geschafft. Bundesweit sollten dazu am 30. September 500.000 Tassen fairer Kaffee getrunken werden. Anlass war das 10-jährige Bestehen der Fairen Woche in Deutschland.

Der Rhein-Kreis Neuss als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands und die Eine-Welt-Gruppen im Kreisgebiet haben kreisweit zur Teilnahme am Weltrekordversuch aufgerufen. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke warben die Partner in einer zentralen Veranstaltung auf dem Freithof in Neuss für den Fairen Handel und schenkten unter dem Motto “Jede Tasse zählt” kostenlos Fairtrade-Kaffee an die Passanten aus. Am Gemeinschaftsstand des Kreises waren die Eine-Welt-Initiativen aus Jüchen, Neuss, Grevenbroich, Korschenbroich und Kaarst versammelt und informierten Kaffeebecher um Kaffeebecher über die Vorteile des Fairen Handels.

Höhepunkt war eine “faire” Bühnen-Modenschau von 90 Grundschulkindern der Offenen Ganztagsschulen aus Neuss, Korschenbroich und Dormagen, die die Neusser Eine-Welt-Initiative (NEWI) organisierte. Landrat Petrauschke zeigte sich von der Kreativität der Grundschüler und dem Engagement der Eine-Welt-Initiativen auf dem Freithof begeistert.

Aber auch Privatpersonen, Hotel- und Gastronomiebetriebe sowie Schulen und Einrichtungen beteiligten sich kreisweit am Aufruf zum Weltrekordversuch. Dabei waren unter anderem das Holiday-Inn-Hotel in Neuss, das Kreisberufsbildungszentrum Neuss Weingartstraße, das cafe jedermann, das Cafestübchen in der Eissporthalle, das Bistro am Südbad, die Gastronomie am Wellneuss, die Kreiskrankenhäuser in Grevenbroich und Dormagen, die Kreisverwaltung sowie das Seniorenhaus Korschenbroich sowie das Seniorenhaus Lindenhof in Grevenbroich. Am Ende wurden stolze 6087 Tassen fairer Kaffee der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises via Internet, Mail oder Fax für den Weltrekordversuch gemeldet.

Die auf dem Freithof von den Eine-Welt-Gruppen eingenommenen Spenden für den ausgeschenkten Kaffee in Höhe von 106,95 Euro kommt der Somalia-Hilfe der Aktion “Deutschland hilft” zugute. Darauf hatten sich im Vorfeld die Eine-Welt-Gruppen bei ihrer Sitzung im Neusser Kreishaus geeinigt.

Ursula Klaff: Vom Erntedank-Frühstück bis zur Schul-Arbeitsgemeinschaft

Eine Frau beim "fairen" Frühstück

Sie setzt sich für den Fairen Handel ein: Ursula Klaff aus Jüchen-Neuenhoven

Einen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten – dafür setzen sich im Rhein-Kreis Neuss, der seit 2010 erster Fair-Trade-Kreis Deutschlands ist, viele Menschen ein. Einige von ihnen engagieren sich bereits seit Jahrzehnten für den Fairen Handel – so auch Ursula Klaff aus Jüchen-Neuenhoven.

Einen Eine-Welt-Laden betrat Ursula Klaff zum ersten Mal vor 17 Jahren auf dem Campus der Universität Düsseldorf. Als Sekretärin an der Heinrich-Heine-Universität tätig, war sie gerade Großmutter geworden. “Ich war dankbar für meine beiden Zwillings-Enkelinnen und habe mich damals dazu entschlossen, mich für den Fairen Handel zu engagieren. Denn ich will mit dazu beitragen, dass es noch mehr Menschen auf der Welt gut geht”, sagt die heute 73-Jährige voller Überzeugung.

In ihrer Heimatpfarre St. Georg iin Jüchen-Neuenhoven bietet Ursula Klaff seitdem gemeinsam mit weiteren Ehrenamtlern einmal im Monat Produkte aus dem Fairen Handel an – von Brotaufstrichen über Kaffee und Tee bis hin zu Säften und Wein. Mit ihrem Engagement will die verheiratete Mutter von drei Kindern dazu beitragen, dass Kleinbauern in Afrika, Asien und Lateinamerika eine menschenwürdige Existenz erhalten.

Dabei schaut Ursula Klaff über die Dorfgrenzen hinaus. So beteiligt sie sich mit dem Rhein-Kreis Neuss an der Fair-Trade-Woche und arbeitet mit weiteren Mitstreiterinnen im Fairen Kaffeegarten am 30. September auf dem Neusser Marktplatz mit. 1999 gründete die gebürtige Berlinerin, die mit ihrem Mann vor über 30 Jahren nach Neuenhoven zog, mit Vertretern weiterer Eine-Welt-Gruppen aus anderen Jüchener Ortsteilen das Eine-Welt Forum Jüchen. Hier werden im Haus Katz immer donnerstags von 15 bis 17 Uhr faire Produkte verkauft. Der Erlös geht unter anderem an ein Hilfsprojekt in Kolumbien, das Flüchtlingskinder betreut.

Ursula Klaffs Engagement ist es zu verdanken, dass am Gymnasium in Jüchen eine Eine-Welt-AG entstand. Auch die Arbeitsgemeinschaft an der Realschule begleitet die rüstige Rentnerin. Zur Entspannung greift sie gern zu einem guten Buch oder zu einem Sudoko-Rätsel und genießt die Ruhe im heimischen Garten. Mit Begeisterung organisiert die Neuenhovenerin Veranstaltungen vom Fairen Erntedank-Frühstück bis hin zum monatlichen Friedensgebet mit und packt mit an, wenn beim Pfarrfest in der Nachbargemeinde Helfer am Fair-Trade-Stand gesucht werden. Denn sie weiß: “Die Arbeit für eine gerechtere Welt ist nur zu schaffen, wenn sie auf vielen Schultern verteilt ist.”

Ursula Klaff hofft, dass noch mehr Verbraucher als bisher zu fairen Produkten greifen. “Kaffee trinkt wohl fast jeder”, sagt sie, “aber die wenigsten machen sich Gedanken, wie es den Menschen geht, die den Kaffee anbauen.” Dabei kostet eine Tasse fairer Kaffee lediglich rund drei Cent mehr als eine Tasse Kaffee ohne Trans-Fair-Siegel.

Kaffee.Pause.Fair: Neusser Gastronomen machen mit beim Weltrekordversuch

500.000 Tassen fairer Kaffee sollen bundesweit am 30. September getrunken werden. An diesem Weltrekordversuch beteiligen sich auch mehrere Neusser Cafés und Restaurants. Mit dabei sind das Holiday Inn Düsseldorf-Neuss, das Kreis-Berufsbildungszentrum Neuss Weingartstraße, das Café jedermann, das Kufenstübchen in der Eissporthalle, das Bistro im Südbad sowie die Gastronomie am Wellneuss. Jede Tasse fairer Kaffer, die hier ausgeschenkt wird, zählt mit bei der Aktion “Kaffee.Pause.Fair”. Auch die Kreis-Seniorenhäuser Korschenbroich und Lindenhof in Grevenbroich sowie die Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich machen mit. Hier bekommen die Bewohner und Patienten das ganze Jahr über fairen Kaffee serviert.

Organisiert wird der bundesweite Weltrekordversuch von Transfair Deutschland. Zum zehnjährigen Bestehen der Fairen Woche vom 16. bis 30. September dreht sich in mehreren Tausend Veranstaltungen alles um den Fairen Handel. Schirmherr der Aktion “Kaffee.Pause.Fair” im Rhein-Kreis Neuss ist Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Gemeinsam mit den Eine-Welt-Gruppen im Kreis lädt der Rhein-Kreis Neuss am Freitag, 30. September, von 14 bis 17 Uhr in den “Fairen” Kaffeegarten auf den Freithof in Neuss ein. In Höhe des Zeughauses wird nicht nur fairer Kaffee ausgeschenkt; hier gibt es auch eine “faire Modenschau” mit Grundschulkindern zu sehen.

Jeder kann bei dem Weltrekordversuch mitmachen – ganz gleich ob zuhause, am Arbeitsplatz, auf dem Marktplatz oder im Café. Meldungen über getrunkene Tassen nimmt die Pressestelle des Rhein-Kreises Neuss online unter http://fair-im-rhein-kreis-neuss.de/kaffee-pause-fair entgegen, per E-Mail unter presse@rhein-kreis-neuss.de sowie unter Telefon 02131/928-1000 und per Fax unter 02131/928-1398.

Rhein-Kreis Neuss startet Postkarten-Kampagne

Mehrere Personen mit Fairtrade Postkarten

Fairer Handel: Rhein-Kreis Neuss startet Postkarten-Kampagne

“Ich kann die Welt doch nicht ändern. Oder doch?” – Slogans wie dieser prägen die Postkarten, mit denen der Rhein-Kreis Neuss jetzt an die Öffentlichkeit tritt. Deutschlands erster Fairtrade-Kreis will damit das Interesse auf den Einkaufs- und Gastronomieführer lenken. 10.000 Postkarten mit dem Motto “Mitmachen! Weitersagen…” werden dabei verteilt. “Die Karten werden demnächst an Unternehmen, Schulen, Kirchen und andere Einrichtungen geschickt, damit sie Werbung für den Fairen Handel machen können”, so Harald Vieten, der Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises Neuss.

Der Startschuss für die Postkarten-Kampagne fällt am Freitag, 30. September, auf dem Neusser Marktplatz in Höhe des Zeughauses. Im Rahmen der bundesweiten Fairen Woche wartet dort zwischen 14 und 17 Uhr ein buntes Programm auf Jung und Alt. So gibt es unter Federführung der Neusser Eine-Welt-Initiative (NEWI) eine “Faire Modenschau” von neun Grundschulen aus dem Rhein-Kreis Neuss, die selbst entworfene Kleidung präsentieren. Daneben informiert ein “Kaffeegarten” der Eine-Welt-Gruppen über den Fairen Handel und schenkt fair gehandelten Kaffee aus. Damit beteiligen sich die Partner an einem bundesweiten Weltrekordversuch: Für den Weltrekord müssen 500.000 Tassen fairen Kaffees an einem Tag getrunken werden.

Weltrekordversuch im fairen Kaffee-Trinken: Hier Ihre Tassen melden!

Gruppenfoto mit neun Personen

Kreis und Eine-Welt-Gruppen beteiligen sich am Weltrekordversuch

Die Faire Woche, die größte Aktionswoche zum Fairen Handel in Deutschland, feiert dieses Jahr vom 16. bis 30. September ihr zehnjähriges Bestehen. Unter dem Motto “Fair ist mehr!” dreht sich zum Jubiläum bei mehreren tausend Veranstaltungen alles um die positiven Auswirkungen des Fairen Handels.

Auch der Rhein-Kreis Neuss, der 2010 als erster Kreis in Deutschland mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet wurde, und die Eine-Welt-Gruppen im Kreisgebiet beteiligen sich gemeinsam an der Fairen Woche. So findet am Freitag, 30. September von 14 bis 17 Uhr auf dem Neusser Marktplatz in Höhe des Zeughauses unter Federführung der Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI) eine “faire Modenschau” von neun Grundschulen aus dem Rhein-Kreis Neuss statt, die selbstentworfene Kleidung präsentieren. Daneben informiert ein “fairer” Kaffeegarten der Eine-Welt-Gruppen über den Fairen Handel und schenkt fair gehandelten Kaffee aus unter dem Motto “Kaffee.Pause.Fair”. Damit beteiligen sich die Partner am bundesweiten Weltrekordversuch im fairen Kaffeetrinken von Transfair Deutschland e.V. Für den Weltrekord müssen bundesweit 500 000 Tassen fairen Kaffee an einem Tag getrunken werden.

“Jede Tasse fairer Kaffee zählt am 30. September – ob im Kaffeegarten, zu Hause, im Restaurant, in der Eisdiele oder am Arbeitsplatz getrunken”, erläutert Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der Schirmherr der kreisweiten Aktion ist. Beteiligen können sich am
30. September daher neben Privatpersonen auch Gastronomiebetriebe, Firmen, Schulen, Werkskantinen sowie Behörden und Einrichtungen.

Tassenmeldungen über den fair getrunkenen Kaffee können an die Pressestelle des Rhein-Kreises Neuss online unter http://fair-im-rhein-kreis-neuss.de/kaffee-pause-fair, per E-Mail an presse@rhein-kreis-neuss.de, telefonisch unter der Rufnummer 02131/928-1000 oder per Fax an 02131/928-1398 gemeldet werden.

Rhein-Kreis Neuss unterstützt Weltrekordversuch

Coffee Day

Coffee Day

Am 30. September, dem offiziellen Tag des Kaffees, lenkt TransFair mit der Kaffee.Pause.Fair die Aufmerksamkeit auf fairen Kaffeekonsum.
An diesem Tag soll ein sichtbares Zeichen für den Fairen Handel gesetzt werden mit fairen Kaffeepausen in ganz Deutschland und dem Weltrekordversuch von bundesweit 500.000 Tassen Fairtrade-Kaffee.
Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. 150 Liter trinkt jeder im Durchschnitt pro Jahr, mehr als Bier oder Wasser. Woran viele nicht denken, wenn Sie ihren Kaffee, Espresso oder Cappuccino trinken ist, dass rund 25 Millionen Menschen weltweit vom Kaffeeanbau, -handel und -vertrieb leben – viele davon in den Entwicklungsländern des Südens. Bei den Kaffeeproduzenten kommt aber nur ein sehr geringer Teil des Endverbrauchspreises an. Im Fairtrade-System erhalten Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern einen gesicherten Mindestpreis sowie eine zusätzliche Fairtrade-Prämie.
Bei der Kaffee.Pause.Fair kann sich jeder stark machen für fairen Kaffee-Handel!
Wer Fairtrade-Kaffee trinkt, leistet einen direkten Beitrag, den Kaffeebauernfamilien bessere Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.
Der Rhein-Kreis Neuss, der im September 2010 als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands ausgezeichnet wurde, unterstützt diesen Weltrekordversuch und präsentiert am 30.9.2011 von 14.00 – 16.00 Uhr einen Fairtrade-Stand auf dem Neusser Marktplatz. Dort können sich alle interessierten Bürger aus dem Kreis über den Fairen Handel informieren, eine Tasse fairen Kaffee trinken und so dabei mithelfen, den Weltrekordversuch von 500.000 Tassen zu erreichen.

Faires Frühstück mit Medienvertretern

Mehrere Personen beim fairen Frühstück

Faires Presse-Frühstück

Zu einem „fairen“ Presse-Frühstück luden Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und sein Vertreter Jürgen Steinmetz jetzt Redakteure der lokalen und regionalen Medien in das Neusser Kreishaus ein. Neben sozialen und wirtschaftlichen Themen rief Landrat Petrauschke auch zu mehr Spenden und Engagement für Somalia auf.

Fair 2011: Fachtagung 8. bis 9. September 2011

Eine Kette aus Glasmurmeln

FA!RE SchmuckStücke

FA!RE SchmuckStücke
Der Faire Handel ist in Bewegung. Fairtrade Standards für neue Branchen werden entwickelt, neue Lizenznehmer steigen in den  Fairen Handel ein und junge Existenzgründer etablieren sich mit neuen Fairtrade-Produkten am Markt.  Dies hat zahlreiche neue “faire SchmuckStücke“ hervorgebracht. Kleidung im stylischen Design, hippe Softdrinks und aktuell auch Schmuck aus Fairtrade zertifiziertem Gold. Dadurch spricht der Faire Handel zunehmend auch jüngere Käuferschichten an.

und gläserne LieferKetten
Klare Öko- und Sozialstandards sowie transparente Lieferketten interessieren nicht nur die weiterhin wachsende Zahl der kritischen Konsumentinnen und Konsumenten, sondern auch die Beschafferinnen und Beschaffer der öffentlichen Verwaltung. Zahlreiche politische Beschlüsse in den Kommunen weisen den Weg in eine nachhaltigere Beschaffung. Dies ist eine Herausforderung für alle Beteiligten: die öffentliche Verwaltung, die Unternehmen und die Produzenten.

Nachhaltig produzieren und einkaufen
Der Faire Handel leistet einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung. Er trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung der Handelspartner bei. So beinhaltet Fairtrade nicht nur die hohen Sozialstandards sondern auch 53% der Fairtrade Produkte tragen mittlerweile ebenfalls ein Biosiegel. Jedoch deckt der Faire Handel nicht alle Produktbereiche ab.  In der Fachtagung wollen wir auch einen Dialog mit den Branchen befördern, die der klassische Faire Handel noch nicht erreicht,  wie z.B. den Funktionsbekleidungssektor oder auch die IT-Branche.

Diskutieren Sie zwei Tage lang mit ExpertInnen aus Wissenschaft, Unternehmen, Verwaltung, Politik sowie Nichtregierungsorganisationen.

 

Das ausführliche Programm finden Sie hier (PDF)

Landrat ruft zu Spenden für Somalia auf

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hat die Bevölkerung im Rhein-Kreis Neuss aufgerufen, Geld für die Opfer der Dürrekatastrophe in Somalia zu spenden. “Das unsägliche Leid dort darf uns nicht kalt lassen”, so Petrauschke. In Somalia, aber auch in Äthiopien, Kenia und Sudan leiden inzwischen Millionen von Menschen an Hunger und Durst. Zwei Regenzeiten in Folge sind ausgeblieben, weite Landstriche veröden. Durch massive Ernteausfälle wurden alle Vorräte aufgebraucht. Brunnen und Flüsse sind ausgetrocknet, und so ziehen die Menschen aus ihren Heimatdörfern auf der Suche nach Wasser und Nahrung von einem Ort zum nächsten. “Wie berichtet wird, sind allein in den letzten sechs Monaten 135.000 Somalier in die Nachbarländer geflüchtet. Doch auch dort ist die Lage offenbar dramatisch”, so Petrauschke. Er appellierte an die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger und rief zu Spenden auf.

Spendenkonten von Hilfsorganisationen (nicht abschließend)
Organisation Bankverbindung Internet
Aktion Deutschland hilft Konto 102030
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 37020500
Kennwort: Ostafrika
www.aktion-deutschland-hilft.de
Aktion HelpDirect e.V. Konto 9900000
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 37020500
Kennwort: Spendenpool Ostafrika
www.helpdirect.org
Aktion kleiner PrinzInternationale Hilfe für Kinder in Not – e.V. Konto 62062062
Sparkasse Münsterland Ost
BLZ 40050150
Kennwort: Hungerflüchtlinge aus Somalia
www.aktion-kleiner-prinz.de
AMREF DeutschlandGesellschaft für Medizin und Forschung in Afrika e.V Konto 329488
HypoVereinsbank München
BLZ 70020270
Kennwort: Dürre in Ostafrika
www.amrefgermany.de
Ärzte der Welt e.V. Konto 1004333660
Bank Deutsche Kreditbank (DKB)
BLZ 12030000
Kennwort: Dürre Ostafrika
www.aerztederwelt.org
Ärzte ohne Grenzen Konto 97097
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 37020500
Kennwort: “Horn von Afrika und andere”
www.aerzte-ohne-grenzen.de
Bündnis Entwicklung Hilft Konto 5151
Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl 37020500
Kennwort: ARD/Ostafrika
www.entwicklung-hilft.de
Cap Anamur – Deutsche Not-Ärzte e.V. Konto 2222222
Sparkasse Köln/Bonn
BLZ 37050198
Kennwort: “Somalia”
www.cap-anamur.org
Caritas international Konto 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 66020500
Kennwort: Hungersnot Ostafrika
www.caritas-international.de
Deutsches Rotes Kreuz Konto 414141
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 37020500
Kennwort: Ostafrika
www.drk.de
Diakonie Katastrophenhilfe Konto 502707
Postbank Stuttgart
BLZ 60010070
Kennwort: Ostafrika
www.diakonie-katastrophenhilfe.de
Gemeinsam für Afrika e.V. Konto 400400508
Postbank Köln
BLZ 37010050
Kennwort: Hungerkatastrophe
www.gemeinsam-fuer-afrika.de
Geschenke der Hoffnung e.V. Konto 104102
Postbank Berlin
BLZ 10010010
Kennwort: Hilfe Ostafrika
www.geschenke-der-hoffnung.org
Die Heilsarmee in Deutschland Konto 4077777
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 37020500
Kennwort: Dürrekatastrophe Afrika
www.heilsarmee.de
humedica e.V. Konto 4747
Sparkasse Kaufbeuren
BLZ 73450000
Kennwort: Hungerhilfe Afrika
www.humedica.de
Lands Aid e.V. Spendenkonto 10022
VR Bank Landsberg / Lech
BLZ 700 932 00
Kennwort: Hungersnot Ostafrika
www.landsaid.de
Missionszentrale der Franziskaner e.V. Konto: 80058900
Bank für Orden und Mission
BLZ 51091711
Kennwort: Hungersnot Afrika
www.mzf.org
Oxfam Deutschland e.V. Konto 131313
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 37020500
Kennwort: Nahrungsmittelkrise Ostafrika
www.oxfam.de
Plan International Deutschland e.V. Konto 061281202
Deutsche Bank
BLZ 20070000
Kennwort: “Dürre Ostafrika”
www.plan-deutschland.de
UNO-Flüchtlingshilfe Konto 20008850
Sparkasse Köln/Bonn
BLZ 37050198
Kennwort: Hungersnot Somalia
www.uno-fluechtlingshilfe.de
SOS-Kinderdörfer weltweit Kontonummer 1111111
BLZ 70070010
Deutsche Bank München
Stichwort: SOS-Nothilfe Ostafrika
www.sos-kinderdoerfer.de
Unicef Deutschland e.V. Konto 300000
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 37020500
Kennwort: Ostafrika
www.unicef.de
Welthungerhilfe Konto 1115
Sparkasse Köln/Bonn
BLZ 37050198
Kennwort: Dürre Ostafrika
www.Welthungerhilfe.de

Mit Blumenhörnern den fairen Handel unterstützen

Zwei Rosen

Mit Blumenhörnern den fairen Handel unterstützen

Bei Lebensmittel achten viele Menschen auf Gütesiegel und fairen Handel – warum nicht auch bei Blumen? Wer als Schütze den fairen Handel unterstützen will, kann im Fachgeschäft sein Blumenhorn oder den Schützenstrauß für die Dame mit Rosen binden lassen, die das Siegel des Flower Label Programms (FLP) tragen.

3,2 Milliarden Euro geben die Deutschen pro Jahr für Blumen aus – über 80 Prozent dieser Blumen kommen aus dem Ausland. Häufig stammen sie aus Ländern, in denen die Pflücker ausgebeutet werden und giftigen Pestiziden ausgesetzt sind. Blumen mit dem FLP-Siegel dagegen sind nicht mit hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln behandelt und wurden unter menschenwürdigen Bedingungen gepflückt.

Acht Anbieter von fair gehandelten Blumen sind im fairen Einkaufsführer des Rhein-Kreises Neuss aufgelistet. Während Supermärkte und Discounter fair gehandelte Rosen im 10-er Bund anbieten, gibt es in mehreren Floristik-Fachgeschäften im Kreis eine große Auswahl an Blumen mit dem fairen FLP-Siegel von Anturien über Chrysanthemen und Gerbera bis hin zu Rosen. Diese kommen vor allem aus Lateinamerika und Afrika.

Für Olaf Baiocco, Inhaber eines Blumengeschäftes am Mausbiszentrum in Kaarst, ist mit fair gehandelten Blumen fast alles möglich: Auch Schützensträuße für die Königin und Hofdamen sowie Anstecksträußchen für den Herrn lassen sich damit wunderbar stecken. Nach Ansicht von Monika Helming von”"Blumen Risse” in Grevenbroich haben fair gehandelte Rosen ein “sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis”. Bisher sei die Nachfrage zum Schützenfest nach Blumen mit dem FLP-Siegel sehr gering. “Dabei lassen sich diese Rosen sehr gut kombinieren mit einheimischen Pflanzen wie Bartnelken oder Sommerastern”, ist die Floristin Monika Helming überzeugt. “Eine tolle Idee zum Beispiel auch für Blumenhörner.”

Mit dem Kauf von Blumen mit dem FLP-Siegel unterstützt der Kunde Kleinbauern in Afrika, Asien und Lateinamerika, die ihre Ware unter fairen – also umweltverträglichen und sozial gerechten – Bedingungen produzieren. Auch der Rhein-Kreis Neuss setzt sich mit seiner Fairtrade-Kampagne für den Fairen Handel ein. Er erfüllte als erster Kreis in Deutschland im September 2010 alle internationalen Kriterien, um das Fair-Trade-Siegel zu erhalten. Fair gehandelte Blumen gibt es beim Kreis zu besonderen Anlässen – so wie auch für den Schützenempfang in Neuss kolumbianische Rosen mit dem FLP-Siegel bestellt werden.

Mit Hilfe des Einkaufs- und Gastronomieführerskönnen sich Einwohner im Rhein-Kreis Neuss schnell und einfach informieren, welche Unternehmen und Gastronomiebetriebe in ihrem Wohnort fair gehandelte Blumen und Lebensmittel verkaufen.

Fairtrade-Produkte jetzt auch bei Norma

Der Discounter Norma testet mit der Eigenmarke “Think Fair” die Einführung von fairen Produkten wie Kaffee, Tee, Reis, Orangensaft und Rosen.

Verdienstkreuz am Bande für Manfred Holz ehrt ehrenamtliches Engagement für den Fairen Handel

Verdienstkreuz für das besondere Engagement im Fairen Handel

Verdienstkreuz für das besondere Engagement im Fairen Handel

Dem ehemaligen NEWI-Vorsitzenden Manfred Holz wurde am 30.06.2011 für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Eine-Welt-Arbeit, besonders bezüglich des fairen Handels, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Überreicht wurde die Auszeichnung vom Wuppertaler Oberbürgermeister Peter Jung. Zu den geladenen Gästen zählte auch der 1. Bürgermeisterstellvertreter der Stadt Neuss, Thomas Nickel, der zugleich in seiner Funktion als Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Köln gekommen war.

Manfred Holz war 1990 Mitgründer der Neusser-Eine-Welt-Initiative und 20 Jahre lang ihr 1. Vorsitzender. Während seiner Amtszeit ist es ihm gelungen, die Eine-Welt-Akteure zu vernetzen und durch gemeinsames Handeln in der Stadt Neuss viel zu bewegen.

Exemplarisch hervorzuheben sind seine Impulse fairen Kaffee und Tee im Neusser Rathaus einzuführen, die neuss-agenda 21 auf den Weg zu bringen, gemeinsame Eine-Welt-Tage durchzuführen, hauptamtliche Promotor/innen einzustellen und vor allem dem fairen Handel den Weg „…aus der exotischen Nische hin zur Bürgerbewegung…“ zu ebnen.

Unermüdlich war sein Einsatz in Gesellschaft und Politik; mit seinen Ideen und Aktionen konnte er andere begeistern mitzutun.

Im Wuppertaler Rathaus stellte Manfred Holz eingangs seiner Dankesrede fest, dass er die Auszeichnung stellvertretend für alle diejenigen in Empfang nähme, die als Mitstreiter seine Weggefährten gewesen seien.

Neben seinem NEWI-Vorsitz war er u.a. langjährig in den Vorständen bei VEHEMENT, TransFair und beim Eine-Welt-Netz NRW  sowie im Ausschuss für Mission, Entwicklung und Frieden im Diözesanrat des Erzbistums Köln tätig.

Nachahmenswert: Fairer Kaffee in Seniorenhäusern

Nachahmenswert: Fairer Kaffee in Seniorenhäusern

Nachahmenswert: Fairer Kaffee in Seniorenhäusern

Fair gehandelten Kaffee servieren die Küchenleiter ab sofort in den beiden Seniorenhäusern in Korschenbroich und Grevenbroich. Die rund 250 Bewohner in den beiden Häusern des Rhein-Kreises Neuss trinken den Kaffee aus fairem Handel ebenso wie die jährlich rund 25.000 stationären Patienten in den Rhein-Kreis Neuss Kliniken in Grevenbroich und Dormagen.

Rund 1.500 Kilogramm Kaffee pro Jahr verbrauchen die beiden Seniorenhäuser. Einrichtungsleiter Manfred Sommerhäuser und Küchenleiter Bert Peter Buschbell testeten vor der Einführung des neuen Kaffees die Qualität. “Auch bei den Bewohnern unserer Seniorenhäuser Korschenbroich und Lindenhof in Grevenbroich findet der Kaffee aus fairem Handel guten Zuspruch, der auch in der Cafeteria angeboten wird”, so Einrichtungsleiter Manfred Sommerhäuser. “Damit leisten auch wir einen kleinen Beitrag für eine fairere, bessere Welt.”

“Unsere Seniorenhäuser und Kliniken sind ein Vorbild für andere Unternehmen und Einrichtungen”, erklärt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Er wünscht sich, dass noch mehr Kantinen und Institutionen fair gehandelte Produkte anbieten: “Wer diesen Kaffee und Tee ausschenkt, sorgt für faire Preise sowie für die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in Afrika, Asien und Lateinamerika.” Auch im Büro des Landrats sowie bei allen Sitzungen der politischen Gremien wird nur noch fair gehandelter Kaffee oder Tee serviert.

Der Rhein-Kreis Neuss setzt sich seit vergangenem Jahr nachhaltig für den fairen Handel ein und wurde als erster Kreis in Deutschland für sein Engagement mit dem internationalen Fairtrade-Siegel ausgezeichnet. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises hat eine “faire” Internetplattform für alle Akteure im Kreisgebiet erstellt. Unter www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de finden Bürger und Interessierte neben Terminen beispielsweise auch einen Einkaufs- und Gastronomieführer und können sich auf diese Weise schnell und einfach informieren, welche Geschäfte und Gastronomiebetriebe an ihrem Wohnort fair gehandelte Produkte anbieten. Mit “Twitter” können diese Nachrichten seit kurzem schnell und bequem auch an Freunde und Bekannte weitergegeben werden.

Informationsbroschüren zum fairen Handel und weitere Informationen zu dem Thema sind unter der Rufnummer 02131/928-1300 bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kostenfrei erhältlich.

Kampagne stärkt Fairen Handel auf kommunaler Ebene – 1000. Fairtrade-Stadt weltweit: Herne

Rhein-Kreis Neuss wurde erster Fairtrade-Kreis Deutschlands

Rhein-Kreis Neuss wurde erster Fairtrade-Kreis Deutschlands

Köln. 3. Juni 2011: Die internationale Kampagne „Fairtrade Towns“ steuert auf ein Highlight zu: Am 4. Juni 2011 wird die weltweit 1000. Fairtrade Town ausgezeichnet.

Dieser Jubiläums-Titel wird aber nicht nur an eine einzige Stadt vergeben. Wegen der internationalen Ausrichtung der Kampagne erhalten stattdessen an diesem Tag mehrere Städte in verschiedenen Ländern die Auszeichnung. Um jeweils 14 Uhr Ortszeit finden die Feierlichkeiten der Titelverleihung statt. Neben der japanischen Stadt Kumamoto und der spanischen Hauptstadt Madrid wird auch eine Stadt in Deutschland zu den „1000. Fairtrade Towns“ zählen: Herne.

Was vor gut zehn Jahren in Großbritannien begann, hat sich zu einer internationalen Bewegung entwickelt. In 22 Ländern auf fünf Kontinenten gibt es Fairtrade-Städte,
-Landkreise oder –Regionen. Die Kampagne Fairtrade Towns verbindet auf lokaler Ebene Vereine, städtische Verwaltung, Schulen und Unternehmen um mehr Bewusstsein für den Fairen Handel zu schaffen. Die 1000 Fairtrade Towns weltweit zeigen, wie durch gebündeltes Engagement die Bekanntheit von Fairtrade voran gebracht wird. Inzwischen gibt es einen regelrechten Run auf die Auszeichnung: Im Ursprungsland Großbritannien gibt es über 500 Fairtrade Towns. In Deutschland, wo die Kampagne seit Herbst 2009 existiert, sind bereits 40 Kommunen ausgezeichnet und eine Vielzahl an weiteren Bewerbungen liegt vor. In Japan wird der Stadt Kumamoto als erster Stadt des Landes und Asiens der Titel verliehen.

In Deutschland ist Herne die 41. Fairtrade Stadt

Seit einem Jahr arbeitet die Stadt Herne daran, die Kriterien für den Titel Fairtrade-Stadt umzusetzen. Am 4. Juni um 14 Uhr nimmt nun Hernes Bürgermeisterin Birgit Klemczak in der Maschinenhalle Unser Fritz die Urkunde in Empfang. Frankfurt am Main ist bereits ausgezeichnete Fairtrade-Stadt. Oberbürgermeisterin Petra Roth sieht in der Kampagne die Chance, verschiedene Akteure auf kommunaler Ebene für den Fairen Handel zu sensibilisieren: „Mit dem Titel „Fairtrade Town“ können wir als Kommune das Bewusstsein für einen gerechten Welthandel stärken. Der Einzelhandel, die Medien, die Bevölkerung als Verbraucher und natürlich die Kommune als öffentlicher Einkäufer, sie werden durch dieses Sozial-Siegel aktiviert.“ Mit der Beteiligung an der Kampagne leisten Städte, Gemeinden und Landkreise zugleich einen lokalen Beitrag zur Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele.

Petition für den Fairen Handel

Im Rahmen der Feierlichkeiten zur Ernennung der 1.000. Fairtrade Town, gibt es für Einzelpersonen, Organisationen und Fairtrade-Kommunen die Möglichkeit, eine Petition für Fairen Handel zu unterzeichnen. Die Petition ruft zu Maßnahmen auf, die sicher stellen sollen, dass das gegenwärtige Nahrungsmittelsystem und Agrarhandelsströme zu nachhaltiger Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit im Süden und Norden beitragen anstatt sie zu behindern. Fairtrade-Kommunen auf der ganzen Welt werden diese Forderung durch eine persönliche Foto-Botschaft unterstützen. Die Petition wird zusammen mit den beigefügten Nachrichten und Fotografien den Agrarministerinnen und -ministern der G-20 bei ihrem Gipfeltreffen in Paris am 22.-23. Juni 2011 übermittelt. Mehr Informationen zur Petition und Hintergründe zur internationalen Fairtrade Towns Kampagne unter www.fairtradetowns.org.

Faires Frühstück mit Landrat

Faires Frühstück mit Landrat

Faires Frühstück mit Landrat

Im Rahmen der weltweiten Kampagne “Fairtrade-Frühstück” vom 25. April bis 29. Mai 2011 lud Landrat Hans-Jürgen Petrauschke jetzt die Vertreter der Eine-Welt-Initiativen und Weltläden im Rhein-Kreis Neuss zu einem fairen Frühstück in das Neusser Kreishaus. Der Rhein-Kreis Neuss setzt sich seit 2010 nachhaltig für den fairen Handel ein und erfüllt als erster Kreis in Deutschland alle internationalen Kriterien. Im Sommer des vergangenen Jahres wurde er als erster Fairtrade-Kreis Deutschlands mit dem internationalen Siegel ausgezeichnet.

“Viele Produkte, die wir täglich frühstücken, kommen aus Afrika, Asien oder Lateinamerika, wo sie häufig unter nicht menschenwürdigen Bedingungen hergestellt werden. Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten sorgen wir als Konsumenten auch für faire Preise sowie für die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards”, sagt Landrat Petrauschke. Neben fairem Kaffee, Tee, fairer Trinkschokolade und Säften bereichern auch fairer Honig, Früchte, Zucker und Schokoladenaufstriche das Frühstück.

Noch bis 29. Mai können sich alle Bürger, Aktionsgruppen, Kirchengemeinden, Kindergärten, Schulen, Unternehmen sowie Handel und Gastronomie an der weltweiten Fairtrade-Frühstücksaktion beteiligen und ein Foto auf der Website www.fairtrade-deutschland.de einstellen. Am 29. Mai lädt beispielsweise das Nikolauskloster in Zusammenarbeit mit dem Eine-Welt-Forum Jüchen von 10.30 Uhr bis 12 Uhr alle interessierten Bürger zum fairen Frühstück ins Kloster.

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises hat einen “fairen” Einkaufs- und Gastronomieführer für den Rhein-Kreis Neussim Internet erstellt. Bürger können sich unter www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de schnell und einfach informieren, welche Geschäfte und Gastronomiebetriebe an ihrem Wohnort fair gehandelte Produkte anbieten. Informationsbroschüren zum fairen Handel und weitere Infos sind unter der Rufnummer 02131/928-1300 bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erhältlich.

Aktion Pfairrgemeinde

Bereits im Dezember 2008 haben der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln und die Diözesanstelle Weltkirche und Weltmission des Erzbischöflichen Generalvikariats gemeinsam die Aktion Pfairrgemeinde ins Leben gerufen.

Mit dem Titel Pfairrgemeinde dürfen sich all jene Gemeinden schmücken, die den Fairen Handel fördern, ihn in ihrem Einzugsgebiet vorwärts bringen und das Interesse vieler Menschen für den Fairen Handel gewinnen.

Mit dem Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Kleinproduzenten und Arbeitern in den Ländern des Südens nachhaltig zu verbessern, verpflichten sich diese Gemeinden, ihren Konsum so weit wie möglich auf fair gehandelte Produkte umzustellen:
Bei allen Veranstaltungen sollen Kaffee, Tee, Orangensaft oder Reis, Honig, Bananen und Süßigkeiten aus dem Fairen Handel angeboten werden. Beiträge in Pfarrbriefen oder Internet, die Schaukasten-Gestaltung und jährlich stattfindende Veranstaltungen wie spezielle Verkaufsaktionen oder ein Faires Frühstück fließen bei der Aktion Pfairrgemeinde ebenso ein wie der Kauf „fairer“ Geschenke wie Wein, Blumen oder Taschen bei Jubiläen oder Geburtstagen. Auch der Einsatz fair gehandelter Bälle bei kirchlichen Sportveranstaltungen ist gefragt.

Gemeinden, die nach einer vorgegebenen 5-Punkte-Checkliste diese Initiativen bei mindestens drei dieser Kriterien nachweisen bzw. sich selbst dazu verpflichten, werden mit der Urkunde „Pfairrgemeinde“ ausgezeichnet. Im Rhein-Kreis Neuss haben bereits 11 Gemeinden dieses Zertifikat, unterschrieben vom Generalvikar Dr. Schwaderlapp und dem Vorsitzenden des Diözesanrates Thomas Nickel, erhalten. Einer der Mitinitiatoren, Manfred Holz, (Vorstandsmitglied Eine Welt Netz) hofft, dass bis zum Ende der Aktion noch viele weitere Gemeinden mit einer Urkunde ausgezeichnet werden können.

Die Aktion Pfairrgemeinde, die von der Verbraucherinitiative ausgezeichnet wurde, läuft noch bis Ende 2011 im Erzbistum Köln.

Nähere Informationen über www.dioezesanrat.de

(19.4.2011)

Faire Woche 2011

Faire Woche 2011

Faire Woche 2011

“Fair ist mehr!” lautet das Motto der Fairen Woche 2011, die vom 16. bis zum 30. September stattfindet. Dieses Jahr gibt es eine Besonderheit: Wir feiern das zehnjährige Jubiläum der Fairen Woche!

Die Faire Woche ist der größte bundesweite Aktionszeitraum rund um das Thema Fairer Handel. Bei über 4.000 Veranstaltungen von Weltläden, Aktionsgruppen, Supermärkten, Kantinen und Einzelpersonen informieren sich fast eine Millionen Menschen über den Fairen Handel. Bei Fairen Probieraktionen, Vorträgen und Gesprächen mit Produzentenvertretern, Kochkursen und vielfältigen anderen Aktionsideen wird der Faire Handel erlebbar. Die Akteure verfolgen das gemeinsame Ziel, den Fairen Handel in Deutschland noch stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Machen Sie mit und veranstalten Sie Ihre eigene Aktion zur Fairen Woche 2011. Mehr erfahren Sie auf der offiziellen Website der Fairen Woche unter www.fairewoche.de

(25.3.2011)

Wach auf mit Fairtrade! Fair frühstücken

Frühstückstisch

Fair frühstücken

TransFair beteiligt sich an der welt-weiten Aktion “Fairtrade-Frühstück” vom 25. April bis zum 29. Mai 2011. Mit fairen Frühstücken in ganz Deutschland möchten wir
gemeinsam mit engagierten
Privatpersonen, Aktionsgruppen,
Kirchengemeinden, Schulen, Unternehmen, Handel und Gastronomie ein Zeichen setzen
für mehr Fairen Handel.

Hierfür laden wir Sie herzlich ein, zwischen dem 25. April und dem 29. Mai 2011 ein Frühstück mit Fairtrade-Produkten zu veranstalten.

(22.3.2011)

Nüsser Jecke werfen faire Kamelle

Karnevalsausschuss Neuss e.V.

Kamelle, Kamelle rufen die Nüsser, wenn „ de Zog kütt“.

Dabei ist die gute alte Kamelle immer mehr von Schokolade, Kaustangen, Popkorn, Gummibärchen usw. längst verdrängt worden.

Was für die Kinder und Jugendlichen gedacht ist, wird oft zum Wettbewerb der Erwachsenen. Das Kind wird nicht nur beim Sammeln eingeschränkt, sondern auch bei der Wertigkeit der Materialien.

Seit einigen Jahren decken sich die Neusser Jecke nur noch mit hochwertigem Wurfmaterial ein. Die „ olle Kamelle“ wird zwar auch noch geschmissen, jedoch als Markenartikel.

In der Stadt Neuss, der „ Hauptstadt des Fairen Handels“, die zugleich eine der ersten
„ Fairtrade Towns“ in Deutschland war, und dem Rhein-Kreis-Neuss, dem ersten „ Fairtrade- Kreis“  in Deutschland, haben auch alle anderen Institutionen eine moralische Verpflichtung sich dem „ Bestreben nach sozialer Gerechtigkeit im Welthandel und kulturellem Austausch“ einzusetzen.

Bereits in der letzten Session 2009/2010 hat der Karnevalsausschuss von der GWG
– Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft – 5.000 Tütchen voller „ fairer Kamelle“ gesponsert bekommen.

In dieser Session konnte der Karnevalsausschuss alle seine Mitglieder und das Prinzenpaar
– Frank I und Anja I – gewinnen, einen Teil ihres Wurfmaterials  mit „fair gehandelten Kamellen“ zu bestücken.

Dieses Wurfmaterial bietet eine verantwortungsbewusste und öffentlichkeitswirksame Alternative zum „ normalen Wurfmaterial“.

Alle Produkte kommen direkt von den Produzenten, werden fair gehandelt und stammen zum größten Teil aus biologischem Anbau. Sie sind speziell wurftauglich und möglichst umweltschonend verpackt.

Für den Neusser Karneval ist der „HIT-Markt“ mit seinem Geschäftsführer Andreas Stuhlmüller – auch 2. Vorsitzender der Blauen Funken – für den Einkauf tätig. In seinem HIT-Markt werden das ganze Jahr über „fair gehandelte Produkte“ angeboten.

Großzügig erhöht der HIT-Markt die Einkaufssumme um ein Viertel und sponsert somit die Initiative des Neusser Karnevals.

Der Karnevalsausschuss Neuss, und hier besonders die beiden Initiatoren dieser Idee, Jakob Beyen und Reiner Franzen, wollen mit der NEWI – Eine Welt Initiative Neuss – und deren Vorstand, Andreas Hamacher und Stefanie Waider, fair gehandelte Produkte fest im Neusser Karneval verankern.

Über den Fairen Handel zu informieren und einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit in der Einen-Welt zu schaffen, ist ein gesetztes Ziel.

Daher ist auch der Karnevalsausschuss Neuss e.V. jetzt Mitglied bei der NEWI Neuss. Der Aufnahmeantrag wurde am 27.1.2011 in der Geschäftsstelle der NEWI, Drususallee, unterzeichnet.

An diesem Tag konnten die Vorsitzenden aller Gesellschaften im Karnevalsausschuss die
„ Fairen Kamellen“  im Rahmen einer Feierstunde vom HIT Markt übernehmen.

Der Karnevalsausschuss möchte mit dieser Initiative der erste Dachverband in Deutschland werden, der „ Faire Kamelle“ während seines Karnevalsumzuges wirft.

Karnevalsausschuss Neuss e.V.

(15.2.2011)

Ausstellung zur europäischen Kampagne “fair-flowers – Mit Blumen für Menschenrechte”

Rosen

Rosen

Die europäische Kampagne “fair-flowers – Mit Blumen für Menschenrechte” richtet sich an all jene, die beruflich oder privat mit Blumen zu tun haben. Sie wurde von Vamos e. V. Münster und fünf weiteren Partnern erstellt und ist seit Mai 2010 als Wanderausstellung zu sehen. Die Facetten der golbalen Blumenproduktion werden optisch ansprechend mit Multimedia- und Entdeckungselementen dargestellt, wobei auch die widersprüchlichen Aspekte des Themas aufgegriffen werden.

Die NEWI (Neusser Welt Initiative) und die evangelische Christusgemeinde Neuss haben im Rahmen ihres jährlichen Konfirmandenprojektes u.a. diese Ausstellung nach Neuss geholt. Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt dieses Projekt und zeigt die Ausstellung in der Zeit vom 10. Januar 2011 – 3. Februar 2011 im Lichthof des Kreishauses Neuss, Oberstraße 91, 41460 Neuss, um interessierten Besuchern Gelegenheit zu bieten, sich über die Möglichkeiten des Blumenverkaufs oder Blumeneinkaufs aus dem Fairen Handel zu informieren. Das Kreishaus ist montags bis donnerstags durchgehend von 7:00 bis 18:00 Uhr (freitags bis 15:30 Uhr) geöffnet.

(13.1.2011)

Fairtrade-Bälle für alle Grund- und Förderschulen im Rhein-Kreis Neuss

Fairtrade-Bälle für alle Grund- und Förderschulen im Rhein-Kreis Neuss

Fairtrade-Bälle für alle Grund- und Förderschulen im Rhein-Kreis Neuss

Der Rhein-Kreis Neuss wurde im September 2010 als erster Kreis in Deutschland als “Fairtrade-Kreis” ausgezeichnet. Nun geht das Engagement für den fairen Handel weiter: In einer gemeinsamen Aktion mit der Sparkasse Neuss verteilt der Rhein-Kreis Neuss demnächst fair hergestellte Fußbälle an die 78 Grundschulen und 7 Förderschulen im Kreis.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, sein Allgemeiner Vertreter Jürgen Steinmetz und Raimund Franzen von der Sparkasse Neuss, gaben im Neusser Kreishaus den Startschuss für das gemeinsame Projekt. Die beiden Partner schenken allen Grund- und Förderschulen im Rhein-Kreis Neuss jeweils zwei Fairtrade-Bälle. In den nächsten Tagen erhalten die Schulleitungen ein Schreiben des Landrates mit weiterführenden Informationen zum Fairen Handel und Vorschlägen für Schulprojekte. Die Bälle können danach in den jeweiligen Bezirksstellen der Sparkasse Neuss abgeholt werden.

Für den Rhein-Kreis Neuss betonte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, dass mit der Verteilung der Fairtrade-Bälle an die Schulen die Nachhaltigkeit des Engagements für den fairen Handel gewährleistet wird. “Die Idee des Fairen Handels findet bereits jetzt in zahlreichen Schulen mit ihren Pädagogen, den Kindern und Jugendlichen viele Multiplikatoren”, sagte Petrauschke und fügte hinzu: “Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Aktion besteht auch darin, dass die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler durch Sport und Bewegung gefördert wird.”

Franzen erläuterte die Motive für das Engagement der Sparkasse Neuss. “Die Sparkassen stehen für faires Handeln und damit tragen sie Mitverantwortung für das Wohlergehen der Region. Nachhaltigkeit bei der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung vor Ort ist für uns selbstverständlich. Wir freuen uns und begrüßen es, dass der Rhein-Kreis Neuss mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet wurde, und hoffen, dass diese Bälle die Idee des fairen Handels noch bekannter machen.”

Zum Hintergrund: Als erster Kreis in Deutschland erfüllte der Rhein-Kreis Neuss alle Kriterien der weltweiten Kampagne Fairtrade-Towns (Städte fairen Handelns) und wurde für sein Engagement mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet. Er reiht sich damit ein in die rund 850 Fairtrade-Towns in 22 Ländern, darunter auch Metropolen wie London, Rom, Brüssel, San Francisco und Kopenhagen.

(23.11.2010)

Rhein-Kreis Neuss ist erster Fairtrade-Kreis Deutschlands

Rhein-Kreis Neuss ist erster Fairtrade-Kreis Deutschlands

Rhein-Kreis Neuss ist erster Fairtrade-Kreis Deutschlands

Als erster Kreis in Deutschland hat der Rhein-Kreis Neuss alle Kriterien der weltweiten Kampagne “Fairtrade-Towns” (Städte fairen Handels) erfüllt und reiht sich damit ein in die rund 850 Fairtrade-Towns in 22 Ländern, darunter Metropolen wie London, Rom, Brüssel, San Francisco und Kopenhagen.

Seit Januar 2009 können sich auch deutsche Kommunen um den internationalen Titel “Fairtrade-Stadt” bzw. “Fairtrade-Kreis” bewerben. 20 deutsche Städte erhielten bisher das Fairtrade-Siegel, unter anderem Saarbrücken, Marburg, Nürnberg und die Kreisstadt Neuss.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke nahm stolz im Rahmen des großen Familienfestes des Rhein-Kreises Neuss am vergangen Sonntag die Urkunde von Heinz Fuchs, Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V. und Reginaldo Vicentim, Geschäftsführer der Fairtrade-Kooperative COAGROSOL in Brasilien, auf dem Dycker Feld von Schloss Dyck in Jüchen entgegen. “Durch sein Engagement für den fairen Handel vor Ort nimmt der Rhein-Kreis Neuss eine Vorreiterrolle ein”, hob Fuchs bei der Übergabe hervor.

“Ich freue mich sehr, dass damit der langjährige Einsatz der vielen engagierten Menschen für den Fairen Handel im Rhein-Kreis Neuss belohnt wird. Mit der Auszeichnung verbinde ich den Dank an unsere Partner, die uns bei der Kampagne geholfen haben”, sagte Petrauschke. Unterstützt wird die Kampagne des Rhein-Kreises Neuss u.a. von der Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI), den Eine-Welt-Läden im Kreisgebiet und von der DEHOGA.

Ziel der Fairtrade-Kampagne ist es, benachteiligte Kleinbauern und Arbeiter in Afrika, Lateinamerika und Asien zu fördern und durch Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Für die Auszeichnung musste der Rhein-Kreis Neuss mehrere Kriterien erfüllen und sich aktiv und nachhaltig für den Fairen Handel einsetzen. Dazu gehört u.a. ein Beschluss des Kreistages, wonach bei allen Sitzungen und im Büro des Landrates nur noch fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt werden darf. Außerdem musste eine Steuerungsgruppe aus Verwaltung, Handel, Eine-Welt-Initiativen und Kirchen gebildet werden. Die Projektleitung übernahm die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rhein-Kreises.

Bei rund 450.000 Einwohnern musste der Rhein-Kreis Neuss zudem dafür sorgen, dass mindestens 55 Geschäfte und 27 gastronomische Betriebe Fairtrade-Produkte im Angebot haben. Auch in öffentlichen Einrichtungen warb der Kreis für die Verwendung von Fairtrade-Produkten. So erhalten die jährlich rund 25.000 Patienten der beiden Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich bereits nur noch fair gehandelten Kaffee. Auch einige Seniorenhäuser wollen nachziehen. Über die zu erfüllenden Kriterien hinaus hat die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auch einen virtuellen Einkaufs- und Gastroführer für den Rhein-Kreis Neuss unter www.fair-im-rhein-kreis-neuss.de ins Internet gestellt.

(20.9.2010)

Gastronomie unterstützt fairen Handel

Gastronomie unterstützt fairen Handel

Gastronomie unterstützt fairen Handel

Auf Einladung von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und mit Unterstützung von Michael Erb, DEHOGA-Vorsitzender Kreisverband Neuss, trafen sich Unternehmer aus der Gastronomiebranche zu einem Informationsgespräch über die Fairtrade-Kampagne des Kreises im METRO Cash & Carry Großmarkt Neuss.

Der Rhein-Kreis Neuss, der sich als erster Kreis in Deutschland um das internationale Siegel “Fairtrade Towns” (Städte fairen Handels) bewirbt, will den fairen Handel nachhaltig fördern und erreichen, dass öffentliche Einrichtungen, Einzelhandel, Hotel- und Gastronomiebetriebe verstärkt fair gehandelte Waren anbieten. Dazu arbeitet der Kreis mit zahlreichen Partnern wie die Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI) und den Weltläden aus dem Kreisgebiet zusammen.

Ziel der internationalen Fairtrade-Kampagne, an dem sich weltweit rund 800 Städte beteiligen, ist es, benachteiligte Kleinbauern und Arbeiter in Afrika, Lateinamerika und Asien zu fördern und durch fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Trotz allgemeiner Wirtschafts- und Finanzkrise boomt die Fair-Handels-Branche mit zweistelligen Zuwachsraten in Deutschland. Die Verbraucher legen zunehmend Wert auf Produkte, die ohne Kinderarbeit und Umweltzerstörung hergestellt bzw. geerntet werden. Nach Angaben des Forums Fairer Handel aus Berlin gaben deutsche Verbraucher 2009 insgesamt 322 Millionen Euro für fair gehandelte Produkte aus – mehr als jemals zuvor. Dies entspricht einer Steigerung von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr und eine Verdreifachung innerhalb der letzten fünf Jahre.

Karin Wolter von Transfair, dem Kölner Verein zur Förderung des fairen Handels in der “Dritten Welt”, warb bei den Gastronomen dafür “jetzt auf den Zug” aufzuspringen. Um an der Fair Trade-Kampagne teilnehmen zu können, müssen Hotel- und Gastronomiebetriebe mindestens zwei fair gehandelte Produkte anbieten. Dabei muss es nicht immer nur Kaffee sein, auch Tee, Zucker, Fruchtsäfte, Blumen und Wein böten sich für Gastronomiebetriebe an.

Für Jörg Bennek, Geschäftsleiter METRO Cash & Carry in Neuss, war es selbstverständlich, die Fairtrade-Kampagne des Rhein-Kreises Neuss zu unterstützen: “Wir sind ein Unternehmen in Neuss und verstehen uns daher auch als Partner für Stadt und Kreis. Als Dienstleister für Gewerbetreibende passen wir unser breit gefächertes Angebot auch den lokalen Bedürfnissen an.” Eine Auswahl fair gehandelter Produkte stellte Bennek bereits den anwesenden Gastronomen vor.

Bürger können sich in einigen Tagen auch über einen fairen Einkaufs- und Gastronomie-Führer im Internet schnell und einfach informieren, welche Unternehmen und Gastronomiebetriebe im Rhein-Kreis Neuss fair gehandelte Produkte anbieten. Über die Suchfunktion lassen sich Produkte und Unternehmen bequem lokal eingrenzen. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erfasst derzeit alle bekannten Geschäfte und Gastronomiebetriebe.

Gewerbetreibende, die Interesse an der kostenlosen Aufnahme in den Einkaufs- und Gastronomieführer haben, können sich bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Renate Kuglin, Telefon 02131/928-1303, informieren.

(13.9.2010)

Vorbildlich: Jährlich 25.000 Patienten trinken fair gehandelten Kaffee

Vorbildlich - 25.000 Patienten trinken fair gehandelten Kaffee

Vorbildlich - 25.000 Patienten trinken fair gehandelten Kaffee

Ob bei Besprechungsterminen oder für die jährlich rund 25 000 stationären Patienten: Ab sofort schenken die Kreiskrankenhäuser in Grevenbroich und Dormagen nur noch fair gehandelten Kaffee aus. “Wir sehen uns als Krankenhäuser auch in der Verantwortung, Zeichen zu setzen für mehr fairen Handel”, betont Krankenhausdirektor Hubert Retzsch, der sich zusammen mit Küchenleiter Heinz-Uwe Schmitz und weiteren Mitarbeitern zuvor von der guten Qualität des Kaffees durch Verkostungen überzeugt hat. Durch geschicktes Verhandeln mit dem Lieferanten ist es Retzsch dabei gelungen, Mehrkosten zu vermeiden. Immerhin handelt es sich dabei um ein jährliches Kaffee-Umsatzvolumen von 80 000 Euro.

Damit beteiligen sich auch die Kreiskrankenhäuser an der Initiative des Rhein-Kreises Neuss, der sich als erster Kreis in Deutschland um den Titel “Fairtrade-Kreis” bewirbt. Die Beteiligung an der internationalen Kampagne “Fairtrade-Towns” (Städte fairen Handels), würde den Rhein-Kreis Neuss zum Mitglied einer weltweiten Kampagne machen, an der sich bisher über 800 Städte in 22 Ländern beteiligt haben, darunter auch Metropolen wie London, Rom, Brüssel und San Francisco. Auch die Stadt Neuss ist bereits Fairtrade-Stadt.  Bis Ende des Jahres will der Kreis erreichen, dass öffentliche Einrichtungen verstärkt Produkte aus fairem Handel verwenden und im Kreisgebiet eine Mindestzahl von Geschäften, Gaststätten und Cafés fair gehandelte Waren anbieten.

Die Fairtrade-Produkte sichern Bauern und Kooperationen in Afrika, Asien und Lateinamerika Mindestpreise zu und garantiert Verbrauchern die Einhaltung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Standards.

“Die Kreiskrankenhäuser sind ein gutes Vorbild auch für andere Unternehmen und Einrichtungen, die bei Besprechungen oder in Kantinen fair gehandelte Produkte einsetzen könnten”, freut sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Auch in seinem Büro und bei Sitzungen der politischen Gremien wird nur noch fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt.

Es muss aber nicht immer fair gehandelter Kaffee sein. “Es gibt auch weitere Fairtrade-Produkte wie Fruchtsäfte, Zucker oder Schokolade. Bereits Jetzt finden sich schon zahlreiche Fairtrade Produkte in den Regalen von Einzelhandel, Supermärkten und Disountern im Kreisgebiet,” ergänzt Kreispressesprecher Harald Vieten, der das Projekt leitet. In Kürze erscheint ein vom Rhein-Kreis Neuss herausgegebener virtueller Einkaufsführer im Internet, in dem Hotel- und Gastronomiebetriebe, Cafès, Einzelhandel, Supermärkte und Discounter nach Städten und Gemeinden aufgelistet sind, die fair gehandelte Produkte anbieten oder verwenden.

Wer Informationen benötigt oder mitmachen möchte, kann sich bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises unverbindlich informieren.

(08.07.2010)

Schüler machen sich für Fairtrade stark: Landrat Petrauschke: “Vorbildliche Arbeit für fairen Handel”

Schüler machen sich für Fairtrade stark

Schüler machen sich für Fairtrade stark

Über das Engagement der Eine-Welt-AG des Gymnasiums Jüchen in Sachen “Fairtrade” hat Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sich jetzt am Verkaufsstand der Schüler informiert. Zweimal wöchentlich bietet die AG hier Produkte wie Schokolade, Erdnüsse und Orangensaft an, die aus “Fairem Handel” stammen. Das Fairtrade-Siegel sichert Kleinbauern in Afrika, Asien und Lateinamerika Mindestpreise zu und garantiert Verbrauchern die Einhaltung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Standards.

“Die Eine-Welt-AG des Jüchener Gymnasiums setzt die Idee vom fairen Handel seit Jahren mit viel Kreativität und Engagement erfolgreich um. Ich freue mich, dass hier Jugendliche mit gutem Beispiel voran gehen. Und wenn es um Fairtrade geht, zieht der Rhein-Kreis Neuss mit,” so Petrauschke. Die Jüchener Gymnasiasten hatten den Landrat aufgrund der Fairtrade-Kampagne des Rhein-Kreises Neuss eingeladen. Als erster Kreis in Deutschland bewirbt sich der Rhein-Kreis Neuss im Rahmen der internationalen Initiative “Fairtrade Towns” und will den fairen Handel mit zahlreichen Partnern nachhaltig fördern. Eine Zertifizierung würde den Rhein-Kreis Neuss zum Mitglied einer weltweiten Kampagne machen, an der sich mehr als 700 Städte in 18 Ländern beteiligen, darunter auch Metropolen wie London, Rom, Brüssel, und San Francisco.

Hotels, Cafes und Gaststätten im Rhein-Kreis Neuss, die sich an der Kampagne beteiligen möchten, müssen wenigstens ein fair gehandeltes Produkt anbieten oder verarbeiten, um das Fairtrade-Lable zu erhalten. Dass Kunden soziales Engagement von Unternehmen honorieren, zeigt auch eine Verbraucherstudie der PR-Agentur Edelmann aus dem vergangenen Jahr. Danach entscheiden sich trotz Wirtschaftskrise immer mehr Menschen beim Einkauf für Marken, die sich sozial engagieren. Laut Studie sind 77 Prozent der Deutschen bereit sind, ihr Konsumverhalten zu ändern, wenn dies dazu beitragen kann, die Welt zu einem lebenswerteren Ort zu machen. 61 Prozent der Befragten gaben an, sich schon einmal für Produkte von Unternehmen entschieden zu haben, die sich sozial engagieren, obwohl deren Preise höher waren.

Interessierte Unternehmen, die sich an der Fairtrade-Kampagne des Rhein-Kreises Neuss beteiligen möchten, können sich bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises, Renate Kuglin, unter der Rufnummer 02131/928-1303 und per E-Mail unter presse@rhein-kreis-neuss.de unverbindlich informieren.

(07.06.2010)

DEHOGA Nordrhein unterstützt Fairtrade-Kampagne des Kreises

DEHOGA Nordrhein unterstützt Fairtrade-Kampagne

DEHOGA Nordrhein unterstützt Fairtrade-Kampagne

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Nordrhein will nach Worten von Geschäftsführer Rainer Spenke die Kampagne des Rhein-Kreises Neuss zum fairen Handel unterstützen und bei den Mitgliedsunternehmen für faire Produkte werben. Das geht aus einem Gespräch zwischen Spenke und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke im Neusser Kreishaus hervor.

Der Rhein-Kreis Neuss bewirbt sich als erster Kreis in Deutschland um den internationalen Titel “Fairtrade Towns” (Städte fairen Handels) und will den fairen Handel mit zahlreichen Partnern nachhaltig fördern, unter anderem mit einem Einkaufsführer im Internet. Das Fairtrade-Siegel sichert Kleinbauern in Afrika, Asien und Lateinamerika Mindestpreise zu und garantiert Verbrauchern die Einhaltung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Standards.

Hotels, Cafes und Gaststätten im Kreis, die sich an der Kampagne beteiligen möchten, müssen wenigstens ein fair gehandeltes Produkt anbieten oder verarbeiten, um das Fairtrade-Lable tragen zu dürfen. Dabei muss es nicht immer nur der fair gehandelte Kaffe sein, sondern möglich sind auch Zucker, Tee, Fruchtsäfte, Bananen, Schokolade oder Blumen. Von der Eisdiele bis zum Hotelbetrieb  sieht deshalb Geschäftsführer Rainer Spenke viele Anknüpfungspunkte für Produkte aus dem fairen Handel.

Engagement von Unternehmen wird honoriert

Dass auch Verbraucher soziales Engagement von Unternehmen honorieren, zeigt auch eine Verbraucherstudie der PR-Agentur Edelmann aus dem vergangenen Jahr. Danach entscheiden sich trotz Wirtschaftskrise immer mehr Menschen beim Einkauf für Marken, die sich sozial engagieren. Die unter 6 000 Personen in 10 Ländern durchgeführte Umfrage zeigt, dass 77 Prozent der Deutschen bereit sind, ihr Konsumverhalten zu ändern, wenn dies dazu beitragen kann, die Welt zu einem lebenswerteren Ort zu machen. 61 Prozent der befragten Deutschen gaben an, sich schon einmal für Produkte von Unternehmen entschieden zu haben, die sich sozial engagieren – obwohl deren Preise höher waren.

Interessierte Unternehmen, die sich an der Fairtrade-Kampagne des Rhein-Kreises Neuss beteiligen möchten, können sich bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises unverbindlich informieren.

(31.05.2010)

Unternehmen gesucht: Flagge zeigen für den Fairen Handel

Eine Kaffeebohne in der Erde

Unternehmen gesucht - Flagge zeigen für fairen Handel

Produkte aus dem Fairen Handel (Fairtrade) liegen in Deutschland trotz Wirtschafts- und Finanzkrise weiter hoch im Kurs. Verbraucher greifen immer häufiger beim Einkaufen zu Produkten mit dem Fairtrade-Siegel. Nach Angaben von Transfair e.V. gaben die Verbraucher für Fairtrade-zertifizierte Produkte im vergangenen Jahr rund 267 Millionen Euro aus, ein Plus von 26 Prozent. Kaffee ist nach wie vor das wichtigste Fairtrade-Produkt, gefolgt von Blumen und Fruchtsäften.

Auch im Rhein-Kreis Neuss soll fairer Handel schon bald groß geschrieben werden. Deshalb bewirbt sich der Rhein-Kreis auch um den internationalen Titel “Fairtrade Towns” (Städte fairen Handels) – als erster Kreis in Deutschland. Weltweit unterstützen bereits über 800 Städte in 22 Ländern die Fairtrade-Towns-Kampagne. Unterstützt wird der Kreis dabei unter anderen von der Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI) und zahlreichen Eine-Weltläden im Kreisgebiet, die seit Jahrzehnten engagierte Pionierarbeit für den Fairen Handel leisten.

Ein virtueller Einkaufsführer soll den Verbrauchern im Rhein-Kreis Neuss künftig den Weg zu fair gehandelten Produkten und Unternehmen erleichtern. Bereits jetzt finden sich schon zahlreiche Fairtrade-Produkte in den Regalen von Einzelhandel, Supermärkten und Discountern im Kreisgebiet. In den nächsten Wochen will der Rhein-Kreis Neuss die Werbetrommeln für die Kampagne rühren. “Insbesondere im Bereich Cafes und Gastronomie brauchen wir noch Mitstreiter, die Flagge für den Fairen Handel zeigen und einen Beitrag für ein Stück gerechtere Welt leisten wollen”, betont Kreispressesprecher Harald Vieten. Gastronomiebetriebe, die die Kampagne unterstützen wollen, müssen wenigstens ein fair gehandeltes Produkt anbieten oder verarbeiten, beispielsweise Kaffee, Zucker, Tee, Fruchtsaft, Bananen oder Schokolade. Aufnahme in den Online-Einkaufsführer und ein Label gibt es für die Teilnahme gratis. Interessierte Unternehmen können sich bei Renate Kuglin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises, Telefon 02131/928-1303, unverbindlich informieren.

Das Fairtrade-Siegel sichert Kleinbauern und Kooperationen in Afrika, Asien und Lateinamerika Mindestpreise zu und garantiert Verbrauchern die Einhaltung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Standards. Außerdem profitieren die Kleinbauern von sozialen Projekten wie etwa die Einrichtung von Gemeindezentren, dem Bau von Schulen oder der Gründung von Genossenschaften zur Vergabe von Mikrokrediten. Gerade in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrisen sorgt damit der Faire Handel für den Lebensunterhalt und für ein menschenwürdiges Leben tausender Kleinbauern in den ärmsten Ländern dieser Welt.

(20.05.2010)

Auf dem Weg zum ersten Fairtrade-Kreis in Deutschland

Auf dem Weg zum ersten Fairtrade-Kreis in Deutschland

Auf dem Weg zum ersten Fairtrade-Kreis in Deutschland

Der Rhein-Kreis Neuss bewirbt sich als erster Kreis in Deutschland um das internationale Siegel “Fairtrade towns” (Städte fairen Handels). Bis September soll erreicht werden, dass öffentliche Einrichtungen verstärkt Produkte aus Fairem Handel verwenden und im Kreisgebiet eine Mindestzahl von Geschäften, Gaststätten und Cafés fair gehandelte Waren anbieten.

Im März hatte der Kreistag einstimmig den politischen Willen auf den Weg gebracht. Einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen aus dem Vorjahr hatte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke aufgegriffen und in Gesprächen mit Gisela Welbers und Manfred Holz von der Neusser Eine Welt Initiative (NEWI) erweitert.

Ziel

Ziel der Fairtrade-Kampagne ist es, benachteiligte Kleinbauern und Arbeiter in Afrika, Lateinamerika und Asien zu fördern und durch Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Zum Beispiel decken die festgelegten Mindestpreise auch in Zeiten von Wirtschaftskrisen die Produktionskosten und sichern so das Existenzminimum von Kleinbauern in den Entwicklungsländern. Die gezahlten Aufschläge ermöglichen eine Investition in die Zukunft und Kinderarbeit wird vermieden. Fairness steht in Deutschland trotz Wirtschafts- und Finanzkrise weiter hoch im Kurs. Verbraucher greifen immer häufiger beim Einkaufen zu fair gehandelten Produkten. Schokolade, Blumen, Obst, Tee oder Kaffee aus fairer Erzeugung finden sich deshalb zunehmend auch in den Regalen von Supermärkten und Discounter.

“Ein Fairtrade-Kreis zu werden, bedeutet ein konkretes Zeichen für Fairen Handel zu setzen. Anders als der Wahlbürger kann der Konsumbürger täglich seine Wahl treffen und verstärkt fair gehandelte Produkte kaufen, und auf diese Weise unsere Welt ein bisschen gerechter machen”, betont Petrauschke. Mit gutem Beispiel geht die Kreisverwaltung voran. Künftig werden im Büro des Landrates und seines Allgemeinen Vertreters und bei allen Sitzungen der Ausschüsse nur noch  fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt.

Weltweite Kampagne

Die Beteiligung an der Kampagne”Fairtrade towns” würde den Rhein-Kreis Neuss zum Mitglied einer weltweiten Kampagne machen, an der sich bisher über 700 Städte in 18 Ländern beteiligen, darunter auch Metropolen wie London, Rom, Brüssel, und San Francisco. Seit Januar 2009 können sich deutsche Städte, Kreise und Gemeinden bei TransFair e.V., dem Verein zur Förderung des Fairen Handels in Deutschland, um den Titel bewerben. Im Rhein-Kreis Neuss gibt es bereits eine langjährige Tradition im Engagement für den Fairen Handel. Zahlreiche entwicklungspolitische und kirchliche Gruppen und Institutionen leisten seit Jahrzehnten hier vorbildliche Arbeit. Angefangen hat die Arbeit meist in den Siebzigerjahren mit den ersten Verkaufsständen auf Märkten und nach Gottesdiensten in den Kirchen. Allen voran auch das Engagement der Stadt Neuss, die 2009 erste Fairtrade-Stadt in Nordrhein-Westfalen wurde.

Steuerungsgruppe

Zur Begleitung des Zertifizierungsprozesses zum “Fairtrade-Kreis” konstituierte sich im Neusser Kreishaus eine Steuerungsgruppe aus Vertretern der Kreisverwaltung, der Eine-Welt-Initiative und kirchlichen Gruppen. Zur Projektleiterin wurde Renate Kuglin von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung und Gisela Welbers von der NEWI zur Sprecherin der Gruppe gewählt. Zur bundesweiten Fairen Woche plant die Steuerungsgruppe in Zusammenarbeit mit den Weltläden und Institutionen aus den Städten und Gemeinden einen Informations-Marktplatz rund um das Thema Fairer Handel während des großen Familienfestes am 19. September auf Schloss Dyck. Daneben soll auch in Schulen und Bildungseinrichtungen das Thema  stärker verankert werden.

Über die zu erfüllenden Bewerbungskriterien hinaus will der Kreis mit seinen Partnern nachhaltig das Bewusstsein für den Fairen Handel in der Bevölkerung und in der heimischen Wirtschaft verankern. So plant die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einen virtuellen Fairtrade-Einkaufsführer für das Internet aufzubauen, auf der sich auch die kreisweiten Akteure präsentieren können. Unternehmen aber auch alle Bürger sind eingeladen, ihre fairen Einkaufs- und Genussstätten mitzuteilen.

“Ob im Kreis- oder Rathaus, in der Werkskantine, im Weltladen, in Schulen, in Cafés, in Sportvereinen oder im Lebensmitteleinzelhandel – der Faire Handel bietet viele Anknüpfungspunkte für ein Engagement”, so Welbers.

(05.05.2010)