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Entwicklungspolitischer Preis erstmalig verliehen

„Augenhöhe, Solidarität weltweit“ heißt der entwicklungspolitische Preis, den der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln und das katholische Hilfswerk MISEREOR erstmalig am 10. März 2013 verliehen hat. Mit der Auszeichnung soll das Engagement der Eine-Welt-Initiativen in der Erzdiözese, ob im kirchlichen oder gesellschaftlichen Kontext, anerkannt, gewürdigt und gefördert werden.

Der mit insgesamt 3.000 Euro dotierte Preis wurde im Neusser Kardinal-Frings-Haus an drei Initiativen verliehen. Insgesamt hatten sich 43 Initiativen beworben – davon allein 6 aus dem Rhein-Kreis Neuss.

 Der Geschäftsführer des Diözesanrates, Norbert Michels, der vor über 100 Gästen den Landrat des Rhein-Kreises Neuss, Hans-Jürgen Petrauschke, begrüßte, wies auf die vielfältigen entwicklungspolitischen Aktivitäten des Kreises hin und erläuterte das gemeinsam Anliegen. „Mit dem Preis wollen wir vorbildliche entwicklungspolitische Projekte belohnen, die Hilfe zur Selbsthilfe fördern, die Ursachen ungleicher Entwicklungen benennen und diese einer breiten Öffentlichkeit bewusst machen“. Ein besonderes Augenmerk sei dabei auf die Zukunftsfähigkeit des ehrenamtlichen Engagements sowie den bewusstseinsbildenden Charakter der Aktion gelegt worden.

Zum ersten Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro gratulierte MISEREOR-Geschäftsführer Thomas Antkowiak dem Förderverein der Lise-Meitner-Gesamtschule Köln-Porz e. V.. Unter dem Motto „Nicht Geiz ist geil, sondern Teilen ist topp“ habe der Verein mit dem Projekt „Eine-Welt-Arbeit in Solidarität mit den Menschen des Südens“ nicht nur Schüler- und Lehrerbesuche aus Porz in Namibia ermöglicht, sondern auch den umgekehrten Weg beschritten und Menschen aus dem Süden die Lernreise nach Europa ermöglicht. „Was aber vor allem beeindruckend ist: Wir haben festgestellt, dass die ehemaligen Schüler und Schülerinnen den Wert einer interkontinentalen Solidarität in ihr zukünftiges Leben mitnehmen und ihn auch als Erwachsene leben“, so Antkowiak.

 Thomas Nickel, Vorsitzender des Diözesanrates, lobte in seiner Laudatio für den Ökumenischen Arbeitskreis TALITA KUMI als 2. Preisträger (1.000  Euro) vor allem für dessen vielfältige Aktivitäten. „Sie reichen vom  Verkauf von Obst und Blumen auf dem Lechenicher Wochenmarkt über die Beteiligung an Gemeindefesten der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden bis hin zur Erstellung eines Adventskalenders“.

Diakon Michael Inden, Sprecher des Themenbereiches „Frieden, Entwicklung, weltkirchliche Solidarität“ des Diözesanrates, bescheinigte den Initiatorinnen der katholischen Pfarrei St. Dionysius, die mit dem 3. Preis (500 Euro) für das Projekt „Ein Herz für Pundo“ ausgezeichnet wurden, aus christlicher Überzeugung gemeinsam mit über 200 Freunden und Förderern das Projekt gegründet zu haben. „Sie haben wirklich die Not erkannt und wollen die Not lindern“.