KaffeebohneWir wollen …

…einfach genießen. Und trotzdem einen wichtigen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten. Deshalb möchte der Rhein-Kreis Neuss als 1. Fairtrade-Kreis Deutschlands den Fairen Handel unterstützen. Kleinbauern und Plantagearbeiter in Afrika, Asien und Lateinamerika sind oft schutzlos dem Druck des Weltmarktes, der schwankenden Preise und des zum Teil ausbeuterischen lokalen Zwischenhandels ausgesetzt. Die Folgen sind oft dramatisch: Verelendung, Schutzlosigkeit, Kinderarbeit.

Und Sie können uns dabei helfen. Indem Sie FAIRständnis aufbringen für die oft ausgenutzten Bauern in den Schwellenländern und FAIRantwortung übernehmen für das globale Dorf, in dem wir leben.

Das geht ganz einfach: Nutzen sie beim Einkauf die Chancen, die die kunterbunte Produktpalette mit dem FAIR-TRADE-Logo bietet. Der Rhein-Kreis Neuss geht mit gutem Beispiel voran: Bei ihren Sitzungen nutzen Politik und Verwaltung längst wie selbstverständlich fair gehandelte Produkte. Und unsere Kreiskrankenhäuser schenken fair gehandelten Kaffee oder Tee für Zehntausende von Patienten aus.

Machen auch Sie mit! Erfreuen Sie sich mit einem guten Gewissen an den Früchten unserer Erde!


Was ist FAIRTRADE?

Der Faire Handel unterstützt Bauern in Afrika, Asien und Lateinamerika, um ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft zu ermöglichen. Durch die Fairtrade-Standards, die unter anderem auch eine verbindlich festgeschriebene Fairtrade-Prämie vorsehen, erhalten sie die Möglichkeit, ihre Dörfer und Familien zu stärken und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.

FAIRTRADE fördert dabei gezielt benachteilige Kleinbauern und ihre Familien. Die Organisatoren setzen sich für eine nachhaltige Entwicklung in Ökologie und Bildung ein. Dabei sind die Bauern in alle wichtigen Entscheidungen ihrer Genossenschaften eingebunden. Aber auch ihre Helfer in den Plantagen profitieren vom fairen Handel. Ihre Betriebe verpflichten sich auf soziale Mindeststandards, und sie selbst erhalten z.B. Schutzkleidung, bezahlten Urlaub und soziale Vorsorge.

Die verbindlich festgelegte Fairtrade-Prämie fließt auf ein seperates Prämienkonto der jeweiligen Produzentenorganisation oder der Plantage-Kleinbauern und Arbeiter entscheiden selbstständig, welche Produkte sie mit der Prämie realisieren. Dies können z.B. der Bau von Schulen, Brunnen oder subventionierte Arztbesuche sein.


Wer ist FAIRTRADE?

Hinter Fairtrade stehen verschiedene Organisationen:

Der Dachverband FLO e.V. (Fairtrade Labelling Organizations International) ist eine Nichtregierungsorganisation, die für die Entwicklung der Fairtrade-Standards und die Betreuung der Produzenten-Netzwerke verantwortlich ist. Er setzt sich aus 25 Mitgliedern zusammen (Fairtrade-Siegel-Initiativen, Produzenten-Netzwerke, Fairtrade Marketing Organisationen.


Wie kann ich mitmachen?

Kaffee, Kakao und Tee, Bananen und Zucker, Reis und Schokolade, Fruchtsaft und Blumen – fair gehandelte Produkte aus aller Welt sind längst im Sortiment vieler unserer Geschäfte und Gastronomiebetriebe gelandet. Selbst Wein, Textilien oder Süßigkeiten stehen inzwischen im Angebot. In Deutschland werden inzwischen 2.000 Fairtrade-gesiegelte Produkte in rund 40.000 Supermärkten, Discountern, Bio- und Weltläden und in 20.000 gastronomischen Betrieben angeboten.

Fragen Sie sich beim nächsten Einkauf fürs Wochenende oder beim Besuch Ihres Lieblingslokals einfach nach fair gehandelten Waren.